Alphatbetisierung:
Um 1700: 5% Alphabeten
Ende 18. Jh: 25 % Alphabeten
Ende 19. Jh: 90% Alphabeten
Entwicklung von der Bibel als Wiederholungslektüre zur extensiven
Lektüre wegen Erfindung des Buchdrucks:
·
Orales Zeitalter
·
Handschrift
·
Buch-und Zeitungsdruck
·
Explosion in der Aufklärung ->
Medienrevolution
HUMANISMUS
1470-1600
§ Frühaufklärung
durch einige wenige Universitätsgelehrte.
§ Beginn
der Naturwissenschaften und Astronomie
->
Kopernikus-> heliozentrisches Weltbild
§ Ad
fontes! - Zu den (lateinischen) Quellen! (Martinus
Luther)
§ Latein
bis ca. 1850, dann immer mehr deutsche Bücher
Hans Sachs „Fastnachtspiel“
Picarroroman (Spanien)
->“ Don Quichote“: 2
Schelmen
BAROCK
1600-1720
§ 30-jähriger Krieg
vernichtet 1/3 der Bevölkerung des deutschen Reiches.
§
Es
herrscht Todesangst. -> memento mori
§
Das
Irdische ist unbedeutend; vergänglich
§ Vanitas: eitle
Leere
§ Naturgesetze: auf
empirischen Beobachtungen beruhend. ->Newton: Gravitation
Empirismus <->
Rationalismus
Empirische Induktion: Von
Einem auf das Ganze.
Bacon,
Locke
Rationalismus: Deduktion: Ableitung
von Gegebenheiten
Verstand,
logische Gesetze
Descartes
§ Erste Dichtungstheorien
(Poetiken) in deutscher Sprache.
Davor: Aristoteles
(Mimesis),
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Prodesse
wird auch docere (lehren) genannt
Zu Anfang in Bezug auf den
Glauben, dann eigener Zweck der Literatur in sich selbst.
-> Autonomie-Zweckfreiheit-Selbstzweck
-sinnliche
Erkenntnis (konkretes Erkennen) das Interessante
Poetik:
·
Dichtungstheoretische
Grundüberlegungen
(Mimesis)
·
Gattungen; d(r)eskriptive
Regeln
In der Aufklärung wird die Begründung
der Regeln gefordert.
18. Jh: kritischer;
beginnt mit Gottsched
§ Ständeklausel: Principes
et reges in ernstzunehmender Literatur müssen die Hauptpersonen zumindest
adelig sein.
AUFKLÄRUNG
1720-1785
§ Empirie und Rationalität =>
kritische Prüfung
§ Gottsched: Wahrscheinlichkeit
statt Wunderbarem
§ Lessing attackiert den
Wunderglauben z.B. in Nathan der Weise.
Für ihn ist die vernünftige und menschliche Tat das
wahre Wunder. Heiligengeschichten sind Aberglaube.
§ Sapere aude! - Wage zu
denken! (Autonomie)
§ Kant:
·
Kritik
der praktischen Vernunft: menschliches Zusammenleben
Vernunftmoral
Kategorischer Imperativ
·
Kritik
der reinen Vernunft
·
Kritik
der Urteilskraft: Kunsttheorie
Interesseloses Wohlgefallen
Zweckfreie Kunst
Lessing - Drama
Wieland - Roman
§ Wolff: Gott
existiert außerhalb der Welt
Es
gibt keine Wunder
Erde
wird mit Uhrwerk verglichen
o
Deismus: Die Welt gehorcht
Naturgesetzen. Gott greift nicht mehr ein.
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Medienwandel: Zeitschriften-
und Buchdruck
Wissensrevolution
Schulgründungen
Lesezirkelgründungen
Bibliotheksgründungen
Die Romanproduktion steigt
an.
Empfindsamkeit
Sentimental
journey
§ Pietismus: Individuelle
Frömmigkeit
Religiöse
Selbstanalyse; Gewissensforschung
=> Psychologie:
Karl Philipp Moritz: Magazin zur
Erfahrungssseelenkunde 1783-1793
Gefühlsbetonte Idyllen: Voß
Werther
Klopstock: Messias
Richardson: Clarissa, Pamela
Sturm und Drang
1786-1832
§ Weg mit Autoritäten und
Konventionen
Lenz: „Der Hofmeister“, „Die
Soldaten“
KLASSIK
1789-1832
§ Goethe lässt sich durch
den Adel bestechen. Adelsstand für Goethe und Schiller.
§ Zurück auf griechische
Klassik
Klassische
Dramenstruktur: „Iphigenie“, „Maria Stuart“
ROMANTIK
1789-1835
§ Napoleonische Kriege
§
Zuwendung
zum (niedrigen) Volk =>Nationalismus
§
Gegen
Absolutismus
§
Psychologische
Sich in Literatur und Wissenschaft
§ Traumdichtungen
Tieck „Der blonde Eckbert
Schelling: zum ersten Mal das
Unbewusste
Fichte: Dualismus
von Ich und nicht Ich
E.T.A. Hoffmann: Die Nachtseite in
der Literatur
§ Nachtstücke: „Der
Sandmann“, „Das Fräulein von Scuderi“
§ Volksmärchen, Sagen: Bentano
+ von Arnim
Gebrüder Grimm
Kasperl und Annerl
Spätromantik:
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Von Eichendorff; Novalis
Schlegel: Ziel: Gattungsmischungen
Zwischen Romantik und Klassik
·
Kleist: Dramen-> klassische
Versform + romantische Stoffe
·
Hölderlin: klassische Formen
+ Mythisierung der Welt
·
Hegel: „Vorlesung
über Ästhetik“ von seinen Studenten aufgezeichnet; fasst alle
Dichtungstheorien zusammen
·
Hebel
BIEDERMEIER
·
Politische
Enthaltsamkeit; (Spieß)bürgerliches
·
Grillparzer: „Medea“: Psychologisierung
·
Mörike: Prüderie
VORMÄRZ JUNGES DEUTSCHLAND
·
Heine: `Postromantik` ->Liebeslyrik
·
Büchner: Darmstadt,
Medizin in Straßburg, Giesen
Gründete Gesellschaft der
Menschenrechte
mit Ludwig Weidig: Hessischer
Landbote: „Krieg den Palästen..“
Verrat von Klemm =>
Verhaftungen
Büchner flieht in die Schweiz
„Dantons Tod“, „Lenz“
LYRIK
·
Elegie: von Schiller und Hölderlin
aufgegriffen
·
Ode: 500
vor Christus
·
Idyllische
Liebeslyrik, Naturlyrik: Theokrit, Voß
·
Trink-und
Liebeslieder: Anakreon
·
Liebeslyrik,
erotische Lyrik: Ovid
·
Sonett: Petrarca
·
Erlebnislyrik: neu,
Goethe
„Ein Lied auf die Weihnacht
Christi“ Martin Luther Seite 1
Humanismus
·
4-Zeiler
·
Meistens
Jamben
·
Paar-oder
Kreuzreime
·
„Kirchenpropaganda“
Inhalt:
·
Jesusgeschichte
+ christliche Dogmen
·
Ein
oder mehrere Engel sprechen
·
8.
Strophe: Sprecherwechsel zwischen Engel und Sünder
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·
Letzte
Strophe: Weihnachten und Neujahr
v Gelegenheitslyrik: Kirchenjahr
+ Hochzeiten
v Aus dem Kirchenspiel
entwickeln sich Theater und Drama
„Abendlied“ Paul
Gerhardt S.1
Barock
·
Abendgebet
von der Familie im großen Haus.
·
Der
Hausvater spricht oder singt
·
Wiederkehrende
Motive:
o Abend: Arbeit
ruht, Anstrengung ist zu Ende, wird auf die Welt übertragen; -> Tod
o Bett: Grab
o Arbeit am Tage: Sünden
des Lebens
o Kleid der Sterblichkeit: Arbeitskleidung
o Sterne: Verstorbene
·
Das
Leben als Jammertal; im Tod kommt die Ruhe
v Zweckliteratur: Segen
für Umgebung; Grundgedanken des Christentums
v
Gelegenheitsgebunden
v Naturbeschreibung: Das
Naturbild verselbstständigt sich. (Siehe Matthias Claudius)
„Abendlied“ Matthias
Claudius Seite 1
Aufklärung
1. Strophe: Natur
emanzipiert sich; löst sich von Dogmen
Es zählt das Bild an sich
Mond: ->Naturwissenschaft
Eitelkeit ->
Vanitas (alle irdischen vergeblichen Mühen)
„Mondnacht“ Eichendorff Seite 2
Romantik
·
Starke
Loslösung vom Zweck
·
1. Und
letzte Zeile: Konjunktiv aus Vorsicht, christlich dogmatisch zu werden
·
Reine
Naturlyrik: Mondlicht auf Blüten
·
Kirchliches
ist nur nebensächlich; schwingt mit
Himmel ->Gottesbezug
Seele ->christliche
Seele
Nach Hause fliegen zu
Gott; in die Glaubensheimat
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