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Literarische Traditionen 4 (Page 9).doc

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Human Science
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German
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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Analyse eines althochdeutschen Textes im Hinblick auf die Durchführung der 2. Lautverschiebung - Germanisitk
Analyse eines ahd. Textes im Hinblick auf die Durchführung der 2. Lautverschiebung und dialektale Zuordnung des Textes <Cot almahtico, du himil enti erda gaworahtos [.] Forgip mir [.] rehta g


Otfrid von Weißenburg
OTFRID VON WEISSENBURG Otfrid von Weißenburg lebte ca. 800 – 870. Er ist der erste namentlich bekannte althochdeutsche Dichter. Otfrid war eine bedeutende Persönlichkeit im ostfränkischen Reich


Das Drama
DAS DRAMA Das Drama (griech. Drama = Handlung) als literarische Form wurde in der Antike Griechenlands erstmals formell entwickelt; wobei Aristoteles in seiner Poetik das Drama in Tragödie und die


2. Lautverschiebung-Tex­te
HAUSÜBUNG GRUPPE B leider noch einige Fehler vorhanden!!! 1.) Analys eines ahd. Textes im Hinblick auf die Durchführung der 2. Lautverschiebung und dialektale Zuordnung des Textes &

Er fälscht seine Herkunft. Bernhard zeigt in seiner Autobiografie eine Selbstzeichnung eines interessanten Umfelds. Es gibt das "Ich" und die Feinde, und das "Ich" muss sich durchsetzen. Er erzählt fast alles in Superlativen (die Welt ist böse, ich bin gut à es gibt keine Graustufen).

Es geschieht ein existenzielles Unglück, aber keine Gründe werden dafür beschrieben. Mit Augenzwinkern schafft Bernhard eine "Absolutsetzung." Durch Ostinatio (permanente Wiederholung) wird die Überzeugungskraft gestärkt.

Die Literatur kann die Welt retten; sie hilft gegen die totalitäre Geisteskrankheit.

Max Frisch: Mondhauch

Die Erynnien sind Rachgöttinnen. Es ist eine inszenierte Autobiografie; das Zentrum der Reflexionen ist eine Frau, evtl. Ingeborg Bachmann (in: "Mein Name sei Gantenbein"). Frisch schreibt über Grundüberlegungen zur Frau.

Warum ist Mondhauch eine Autobiografie? Es kommt die Idee vom Leben darin vor; Biografie – ein Spiel: Der Protagonist kann sein Leben noch einmal leben und macht nicht viel anders.

Die Autobiografie Canettis: Er hört als Kind seine Eltern in einer anderen Sprache reden; in der Intimsprache.

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Canetti beschreibt die Stufen der Sprachentwicklung. Er widmet sich der Thematik der Weltliteratur (Selbstinszenierung). Der Sprachverlust führt zu der Möglichkeit, ein Mörder zu werden.

Canetti geht mit seiner Mutter nach England; die Versinkung der Titanic wird zu einem prägenden Kindheitserlebnis. Das Thema Sexualität wird von der Mutter tabuisiert und Canetti war dankbar darüber.

Canetti verwendet einen gereinigten Sprachstil ohne regionale Ausprägungen. Bernhard und Canetti hatten eine gute Verbindung, sie hatten einen ähnlichen Sprachstil und Absolutsetzungen.

Rainer Baumgart.

Transport der Lebenserfahrung, Intertext: Das Buch von seinem Freund Philipp Roth: "Mein Leben als Mann", schildert Erfahrungen. Nach dem Krieg spionierte er für den Westen, wurde 20 Jahre eingesperrt und auch seine Familie wurde verhaftet.

80er Jahre

Die Stimmung unter den Schriftstellern war angespannt; Härtling: "Wir schreiben Katastrophenliteratur". Man schrieb über Beziehungsformen, Ende der Liebe usw., z.B. "Die Einsamkeit der Haut", "Ferne Frauen" usw.

Boto Strauß: Paare, Passanten: Das beschädigte Leben in verschiedenen Perspektiven.

"Liebe machen" à Sehnsucht nach reiner Sexualität.

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Die Komplexitätserfahrung hat erst den Typ des Populisten herausgebracht. Das Individuum muss sich anpassen, alles ist komliziert (die Prognosefähigkeit hat abgenommen) à hohe Initation.

"Die neue Unübersichtlichkeit" à man durchblickt nichts mehr, die großen Erzählungen (grands redits) greifen nicht mehr (z.B. über die Weltbilder).

Die ökologische Apokalypse wurde vorausgesagt ("Wir werden an den Abgasen ersticken"). Die 80er Jahre sind das Jahrzehnt der kulturellen Verunsicherung; die Literatur bekam ein neues Deutungspotenzial und wurde relevant. Die Aufklärerische Vernunft wird relevant und wird für Herrschaftssicherungen eingesetzt à klärt sich selbst auf, zynisch, gegen die Aufklärung.

Literatur der 80er Jahre

Boto Strauß: Kalldewey, Farce

Es geht um eine Kommunikation, die Menschen zusammenbringt. Ein streitendes Paar geht in Therapie, doch die Lüge wird nur verstärkt; die Beziehungslosigkeit bekommt einen ideologischen Deckel. Das Gespräch über die Gefühle ersetzt die Gefühle.

Warum Farce? Farce = eine Abwandlung, eine Einlage bei den Osterspielen mit derben, kräftigen Elementen, absurd-komisch. Kalldewey sagt nur Obszönitäten und derbe Witze, das gehört zur Farce. Wie wird Kalldewey charakterisiert? Er ist obszön, niemand kennt ihn, er hat nur diese eine Eigenschaft (Obszönität), keiner mag ihn und er verschwindet von der Bildfläche.

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Der Zwischenakt hat die Funktion einer Rückblende (Erinnerung); man kann sehen, wie orientierungslos man unterwegs ist à die Selbstreflexion hilft nichts, weil man nicht eingreifen, sondern nur sich selbst zuschauen kann.

Mann und Frau haben keine Personalisierung.

Es ist die Entwicklung eines modernen Dramas, weil alle Handlungen und Intensionen ziellos sind. Warum haben die Personen kein Ziel? Weil die Ziele nicht in die Handlungen umgesetzt werden à das Stück hat keine Zeitstruktur, keine Kontinuität, auch nicht in der Ausrichtung der Menschen (sie tun sich schwer, sich zu erinnern; es gibt nur bruchstückhafte Erinnerungen).

Das ist absurd. Die Gegenwart kann nicht konzipiert werden.

Realistische Elemente in "Kalldewey, Farce":

  • Therapiediskurs
  • Szene mit dem Chef, Angestellter will aufstehen
  • Waschmaschinengeschichte: Der Handwerker will die Waschmaschine reparieren und streitet sich am Ende mit dem Mann (bekannte Phrasen)
  • Kollabieren/ Konvergieren der politischen Ideologien à alles geht in Richtung Einheitsmeinung im Sinn einer totalen Ideologie.

Es gibt verschiedene Jargons, keine Kommunikation. Es gibt auch keine Verständigung zwischen den Personen à keine Psychologie.

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Die ganze Gegenwart ist in diesem Stück verpackt.

Peter Handke: Versuch über den geglückten Tag (1991)

Es ist keine Geschichte, sondern ein Epos ohne Handlung. Es gibt keinen Stoff außer das Existieren. Handke befindet sich immer auf der Schwelle zwischen Nähe und Ferne; er nennt das "Mittelgrund".

Wieder-holung (etwas Abwesendes wieder holen). Die Geschichte ist in einer Form des Ankommens geschrieben; es gibt eine gerichtete Gehbewegung, er möchte ankommen. Es gibt eine Reflexion auf den Text selbst à romantische Ironie.

Handke zielt auf eine Einheit und auf’s Ganze. Was ist das Glück bzw. der Ort des Glücks? Etwas, das mir durch meine Bereitschaft entgegenkommt; jeder soll sein Glück verfolgen à Radikale Absage, sein Glück zu machen.

Man muss seine Ideen von Lebens- zu Schreibideen verwandeln. Es kommen viele Zitate darin vor. Ein mystisches Paradox ist es, die Gegenwart als erinnerte zu erleben. Glück kann der Mensch erst in der Erinnerung empfinden. Man soll sich möglichst von der Außenwelt abschotten, um den mystischen Moment zu erleben.

Es ist eine theoretische Reflexion; eine romantische Ironie verbunden mit der Du-Anrede, eine antimoderne Idee. Modern ist ein absoluter Bezug auf die Zeitachse, die Zeit dominiert unser Denken.


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