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Literarische Traditionen 4 .doc

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German
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2009 Höfler
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Literaturwissensch­aftliche Textanalyse Zusammenfassung 3 Gattungen – generische Trias Goethe -> 3 echte Naturformen der Poesie klar erzählende Gattung = Epik enthusiastisch aufgeregte Gattun


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Litararische Traditionen 4

Groborientierung aus der Kultursoziologie von Schulze (Periodisierung HO) 3

Die Zeit nach 1945 3

Literarische Situation nach 1945 3

Kulturpolitik der Alliierten: 4

Nachtrag von der letzten VO: 5

50er Jahre 6

Die Kurzgeschichte 6

Merkmale der Kurzgeschichte: 6

Damalige Verhältnisse: 7

Paradigma der Heimkehrerliteratur: 7

Wolfgang Koeppen, Das Treibhaus 7

Gottfried Benn 8

Rosemarie Nitribitt... 9

Albert Virgoleis Thelen 9

Die Blechttrommel, Günter Grass 10

Friedrich Dürrenmatt, Der Besuch der alten Dame 11

Tragikkomödie: 11

Einläutung: 60er Jahre 12

60er Jahre 12

Enzensberger, An alle Fernsprechteilnehmer 12

Rolf Hochhuth, Der Stellvertreter 12

Peter Weiss 13

„Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade“ 13

Die Romane der 60er Jahre 14

Schmidt: KAFF/ Mare Crisium 15

Martin Wahlser „Halbzeit“ 15

Max Frisch, Mein Name sei Gantenbein 16

Ilse Aichinger, Aufruf zum Misstrauen 16

Austriakische Renaissance 17

Hans Weigel, „Unvollendete Synphonie“ 17

Mitte der 50er Jahre 17

Canetti, „Masse und Macht“ 17

Hermann Broch, „Massenwahntheorie“ 18

G. Fritsch 19

Peter Handke 20

Motivistik der Literatur nach 1945: 20

Marlen Haushofer, „Die Wand“ 20

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Literatur in der sowjetischen Besatzungszone (DDR) 21

Setzung der Kulturpolitik 22

Uwe Johnson, Mutmassungen über Jacob 22

Christa Wolf 23

Brigitte Reimann, Franziska Linkerhand 23

Werner Bräunig, Rummelplatz 23

Irmtraud Morgener, Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeignissen ihrer Spielfrau Laura 24

Frage: Was wollen Avantgarden? 24

H.C. Artmann: 8 Punkte Proklamation 25

F.J. Czernin 26

Oswald Wiener, die verbesserung von mitteleuropa 26


1.VO (4.3.2009)

Narativ= Rahmen für Erzählungen

Groborientierung aus der Kultursoziologie von Schulze (Periodisierung HO)

1) Man sucht nach Orientierungspunkten die so etwas wie Heimat vermitteln> dominant ist die ökonomische Semantik(Bedeutung) z.B.: In den Heimatromanen

2)Kulturkonflikt:

  • Neue Lebensformen werden entwickelt
  • Man versucht mehr Freuheiten zu erringen
  • Man will größeren Spielraum für individuelles Leben

+Entwicklung von Jugendkultur in den 60ern

3)Freiheit des Konsumierens (80er): Illusion der großen Freiheiten (z.B.: sexuelle Freiheit)

>Eine Enttanuisierung findet statt, das Gebot lautet: „Erlebe möglichst intensiv!“

Die Zeit nach 1945

...wird oft als „Neubeginn“ oder „Stunde 0“ bezeichntet und von der jungen Generation als Kampfparole verwendet

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Kolleritsch& Co leisteten literarischen Nachholbedarf

Die NS- Menatltität blieb auch an den Schulen erhalten: Kolleritsch las am Akademischen Gymnasium aus Kafka vor und ein Kollege von ihm bezichtigte ihn der Lehrung von entarteter Literatur

Literarische Situation nach 1945

Stefan Hermlin: Die, die innere Immigration vorzogen wurden von ihm als Dichter der Lurche und Molche bezeichnet (es war teigige auf die Natur bezogene Literatur)

Es herrschte Ideologieferne.

Franz Nabel> frühe Werke: „Ödhof“ und „Die Ortliebschen Frauen“

>Er bekam den Mozartpreis: Alle jene die schon vor dem Einmarsch der Nazis für diese Ideologie geschrieben haben bekamen diese Auszeichnung

Paul Anton Keller war kulturpolitisch sehr wichtig.

Die allgemeine Forderung war die nach einer neuen Sprache!

Günther Anders, Sprachelegie (HO)

Elegie= Eine Klage (oft Trauer)

(Hexameter+ Pentameter= elegisches Distichon)

>Er nimmt Kriegsvokabular, stellt die Sprache als Landschaft dar und dann personifiziert er.

>Heimkehrer

Günter Eich, Inventur

W. Weyrausch: pflegte den Begriff Kahlschlag- man muss schreiben was ist (vorher schrieb man schöne Dinge ohne Wahrheitsgehalt)

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Reinheit der Sprache> Adorno gegen den Jargon der Eigentlichkeit arbeitet mit Essenzsuggestion (gaukelt also Tiefen vor)

!Die Korrespondenz zwischen dem was gesagt wird und der Wirklichkeit muss gegeben sein, dadurch sollte die neue Literatur Inhalte bekommen!!!!

Die Zeitschrift „Der Ruf“ sollte u.a. auch zu Demokratie erziehen und wurde von Hocke und Andersch herausgegeben.

„Der Ruf“ konnte sich nicht halten, aber die Autoren die für den Ruf geschrieben haben entwickelten sich zur Gruppe 47

Eich, Inventur

=Bestandsaufnahme

>typische Lagersituation: Aufzählung von Habseligkeiten

>Zuordnung von Wort und Ding

>Deutsche Sprache neu lernen- verwendbar sind klare Benennungen

„Tags schreibt sie mir Verse, > Allusion von Goethes röm. Elegien

die nachts ich erdacht.“

Die Habseligkeiten werden in einer Steigerung aufgezählt, am Ende steht die Bleistiftmine.

Kulturpolitik der Alliierten:

Zeitschriften:

  • Gegenwart
  • Der Ruf
  • Sinn und Form

Diese Zeitschriften förderten die Prosaform: vor allem short stories und Hörspiele

Wichtigstes Medium: Radio und Theaterbühnen

Carl Zuckmayer, Des Teufels General

Hatte einen sehr großen Bühnenerfolg (2000 Aufführungen)

Luftwaffengeneral Haras (Sturm und Drang Manier)

Oderbruch führt einen Sabbotageakt durch

Der Feind: Hitler und die SS

Handlung: Viele Flieger stürzen ab> Haras muss alles aufklären und stellt Oderbruch zur Rede

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Wolfgang Borchert, Draußen vor der Tür

>besondere Uraufführung

Der Heimkehrer Beckmann kehrt nach dem Krieg nach Hause zurück, geht von Tür zu Tür, wird aber nirgens aufgenommen. Am Ende begeht er Selbstmord.

=Stationendrama geht zurück auf die Passionsspiele im MA

>Stück ist stark von Existenzialismus beeinflusst.

Die Sprache ist hoch expressiv, die Musik ist der Jazz, hauptsache alles ist schrill man muss nicht sonderlich auf Logik oder Grammatik achten.

2.VO (11.3.2009)

Nachtrag von der letzten VO:

Arno Schmidt: Leviathan

Ausschnitt: Fliegerangriff

Eine Gruppe von Leuten ist auf der Flucht vor dem Krieg in einem Eisenbahnwagon.

Stil: Eine fragmentarische Aufzeichnung vom Leben

In so einer Situation hat man keine kohärente Wahrnehmung mehr.

Der Autor versucht die Unmittelbarkeit des Lebens wiederzugeben.

Das Werk ist eine neue Form der Prosa im deutschen Sprachraum.

Schmidt löst das konventionelle, zusammenhängende Erzählen auf, denn Krieg lässt sich nich so leicht erzähelen. Um etwas erzählen zu können braucht man Distanz.

50er Jahre

Hörspiel> Träume von Günter Eich (1951)

Dieses Hörspiel entstand in der Hochphase dieser Gattung, denn es gab wenig Papier und dadurch gewann das Radio an Popularität. Außerdem gab es zu dieser Zeit viele blinde Menschen, den die die aus dem Krie heimgekehrt waren hatten sehr oft ihr Augenlich im Krieg verloren.

(Eich bekam auch einen Blindenpreis für sein Hörspiel.)

Zwei Beispiele aus dem Hörspiel:


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