Title, Topic

Literarische Traditionen 1 (Page 9).doc

®
Page 9 of 9
[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9]
Faculty
Human Science
Discipline
German
Document category
Notes
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
Additional information
2005
Responsible User
This text has been add by user d20073 on 2008-10-08. Disclaimer
Popularity
3.625  visits
Document length
~10.232  Words
~63.562  Chars
Rating
Networking




















More documents
German

Literarische Traditionen II
Humanismus – Renaissance (16. Jh.) Man wendet sich wieder der Antike zu, diesen Vorbildern. Humanismus: Bezeichnung in der Literatur Renaissance: Bezeichnung in der Architektur (Entstehung neuer Ku

Auf die italienische Vorlage von Giovanni Boccaccio "Il Filocolo" geht der Roman "Florio und Bianceffora" zurück. Es handelt sich um eine Neufassung des seit dem 12. Jhdt überlieferten, zuvor bereits zweimal auf deutsch bearbeiteten franzöischen Versromans "Floire et Blancheflor".

Fortunatus: gilt als bedeutendster früher Prosaroman, 1509 in Augsburg erstmals erschienen, lässt sich auf keine Quelle zurückführen.

Unbekannter Autor. Inhalt: Theodorus, der Vater des Fortunatus, verschwendet am Königshof seinen Reichtum. Fortunatus muss arbeiten gehen, wird jedoch von den Dienern aus Hass und Neid vertrieben; in London verliert er durch schlechte Gesellschaften sein Erspartes; die Familie seines nächsten Dienstherrn wird von einem Verbrecher ins Unglück gestürzt und Fortunatus entgeht nur knapp dem Galgen.

Im Wald begegnet ihm die Jungfrau des Glücks. Er kann aus ihren Gaben wählen und wählt Reichtum, wodurch er unendlich viel Geld besitzt. Er geht mit dem Reichtum vernünftig und vorsichtig um. Mit einem Edelmann unternimmt er eine Weltreise. Schließlich lässt er sich in seiner Heimatstadt nieder und heiratet die Tochter eines verarmten Grafen.

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Literarische Traditionen 1.doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Andolosia wird in Gefangenschaft ermordet, das Säcklein mit dem unerschöpflichen Gold verliert seine Wirkung und die Grafen werden auf dem Rad hingerichtet. Im Mittelpunkt stehen Reichtum und Macht des Geldes. Die Unbeständigkeit der Fortuna, des Zufalls, spielt eine große Rolle; die Guten werden nicht immer belohnt, die Schlechten nicht immer bestraft, und das Schicksal kann sich rasch wenden.

Das Leben ist zufällig.

Heinrich Wittenwiler

Verfasste um 1410 den "Ring". Es handelt sich um ein komisch-didaktisches Großepos. Über den Autor ist wenig bekannt; er war am Ende des 14. Jhdts Advokat und Hofmeister am Hof des Bischofs von Konstanz.

Der in Reimpaarversen abgefasste Ring ist zunächst eine Art Lehrbuch, beinhaltet jedoch auch eine komisch-satirische Handlung. Inhalt: Das Werk gliedert sich in drei Teile, die die verschiedenen Stadien des Bauernburschen Bertschi Triefnas berichten. Im 1. Teil wirbt Bertschi mit großem Aufwand um die hässliche Bauerndirne Mätzli Rüerenzumph, im 2. Teil wird Hochzeit gefeiert, mit einem unappetitlichen Hochzeitsmahl und einem wilden Tanz, und im 3. Teil wird der Tanz zunächst eine Prügelei, dann ein Weltkrieg, bei dem die feindlichen Dörfer, von Hexen, Riesen usw. unterstützt, Bertschis ganzes Dorf auslöschen.

Am Ende überlebt nur Bertschi, der sich als Einsiedler in den Wald zurückzieht.

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Literarische Traditionen 1.doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Weitere Gattungen

Das umfangreichste Werk an kleineren Gedichten in Reimpaaren wurde von Heinrich dem Teichner verfasst, die stets in der letzten Zeile von ihm signiert sind ("also sprach der Teychnär").

Es handelt sich um geistliche und weltlich-didaktische Reden, die einfache Anweisungen geben, z.B. "Wenn einer ins Kloster will" oder "Wie eine Jungfrau ihre Ehre behüten soll". Zeitgenosse des Teichners war Peter Suchenwirt, der geistliche, weltlich-didaktisch und politisch-didaktische Reden verfasste, vor allem aber Totenklage auf adelige Tote seiner Zeit.

Zur selben Zeit lebte auch Heinrich Kaufringer, der sich auf geistliche und weltlich-didaktische Reden, geistliche Erzählungen und vor allem Novellen spezialisierte. Der Wundarzt und Barbier Hans Folz verfasste einen Korpus aus 18 schwankhaften Novellen. Den höfischen Beitrag lieferten Johann von Morsheim und Hermann von Sachsenheim.

Die international am meisten verbreitete Novellensammlung waren die "Sieben weisen Meister" ("Historia septem sapientum"). Aufgrund lateinischer Vorlagen entstanden im 15. Jhdt. zwei deutsche Versfassungen, eine von Hans Bühel, der "Dyocletianus". Eng mit den "Sieben weisen Meistern" verbunden sind sind die "Gesta Romanorum" und die lateinische Sammlung von Beispielerzählungen.

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Literarische Traditionen 1.doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Neben den Sammlungen ernster Geschichten gibt es auch einige Schwanksammlungen, Vorläufer war der Stricker mit deinem "Schwankroman". "Der Pfarrer von Kalenberg", verfasst von Philipp Frankfurter reiht grobe Bauernschwänke und Klerikal- und Hofschwänke aneinander.

Til Eulenspielel übertraf natürlich alle; eine Sammlung von Streichen, zunächst 1510/11 in Hochdeutsch erschienen. Ohne wirkliche Belege gilt noch heute Hermann Bote als der Autor dieses prosaischen Werks.

Im 15. Jhdt. gab es weitere größere didaktische Werke. Das moraldidaktische Werk "Fiori di virtú" vom Benediktiner Tommaso Gozzadini um 1300 wurde 1411 von Hans Vintler bearbeitet. Von ihm wurden auch die "Blumen der Tugend" verfasst, in denen Tugend und Laster einander gegenüber gestellt werden; am Schluss steht das Maßhalten. Um 1420 entstand am Bodensee "Des Teufels Netz", noch heute eine kultur- und gesellschaftshistorische Quelle; der Teufel erklärt einem Einsiedler, wie er die Menschen in einem Netz einfangen kann; im Hauptteil werden die Angehörigen aller Stände mit ihren Verfehlungen dargestellt.

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Literarische Traditionen 1.doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Internationale Verbreitung durch die lateinische Übersetzung erlangt das "Narrenschiff" von Sebastian Brant (1457-1521; Studium in Basel, Prof. für Rechtswissenschaften, ab 1503 Stadtschreiber). Brant führte publizistische Tätigkeiten aus, editierte Bücher usw. Das Narrenschiff umfasst 112 Bildgedichte; jeweils ein gereimtes Motto, dann ein Holzschnitt, dann ein Gedicht in vierhebigen Reimpaaren.

Mit Narr ist ein Sünder gemeint, dessen Verhalten von den religiösen und moralischen Normen abweichen. Es werden alle möglichen Laster thematisiert.

Das Interesse an historischen Chroniken hält im späten Mittelalter an; vom 14. Jhdt. bis 1517 wurden über 250 deutsche und lateinische Chroniken verfasst. Die früheste deutsche Prosachronik ist die "Nüwen Casus Monasterii Sancti Galli" (1335) von Christian Kuchimaister.

Eine Stadtchronik ist die "Limburger Chronik" von Tilemann Elhen von Wolfhagen, in der alle Nachrichten aufgezeichnet wurden. Jakob Twinger von Königshofen verfasste mit seiner "Deutschen Chronik" die Weltgeschichte bis zu Alexander dem Großen, dann folgt die Geschichte der Kaiser und Könige des Römischen Reichs und der Päpste, schließlich die Taten der Straßburger Bischöfe und am Ende die Geschichte der Stadt Straßburg und der Region.

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Literarische Traditionen 1.doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Es gibt auch einige autobiografische Werke, z.B. schildert der Augsburger Burkhard Zink im Rahmen der "Augsburger Chronik" seine eigene Lebensgeschichte. Helene Kottanerin berichtet in ihren "Denkwürdigkeiten" von ihren Erlebnissen als Hofdame.

Kaiser Maximilian I ließ zwei große autobiografische Werke von seinen Räten erstellen.

Besonders beliebt waren auch Reiseberichte und Pilgerführer. Besonders bekannt waren die "Reisen" von Jean de Mandeville. Der Autor ist wahrscheinlich fiktiv, möglicherweise war es der um 1356 in Lüttich lebende Arzt Jean de Borgognedit á la Barbe.

Im Ich-Stil erzählt, wird zunächst eine Pilgerreise ins Heilige Land, dann eine fantastische Entdeckungsreise nach Afrika, Indien und China geschildert. Marco Polo konnte zwar nicht mit Mandeville mithalten, war aber ebenfallst mit seinen Reisen im Fernen Osten äußerst bekannt.

Das älteste deutsche Kochbuch ist das "Hausbuch des Michael de Leone" von Gottfried von Franken. Johannes Hartlieb verfasste ebenfalls viele fachliterarische Texte, z.B. "Kunst der Gedächtnüß" über das Memorieren, oder das "Mondwahrsagebuch" über das Vorhersehen der Zukunft.

 

This paragraph has been concealed!
Download the complete document for free!
Literarische Traditionen 1.doc
• Click on download to get complete and readable text
• This is a free of charge document sharing network
• First upload your own document, and you get a word document per email
• No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!

Weiters gibt es noch geistliche und weltliche Spiele; also um Aufführungen, bei denen kaum Autoren bekannt sind. Stoffe liefern das Alte und das Neue Testament.

Johannes von Tepl: Mit "Der Ackermann aus Böhmen" (1400) schuf er eines der glänzendsten Prosastücke des deutschen Raumes.

Der Text ist in Form eines Streitgesprächs zwischen Ackermann und Tod in 33 kurzen Kapiteln geschrieben, im 33. Kapitel spricht Gott. Ziel dieses Textes sei es, die rhetorischen Formen des Deutschen zu demonstrieren.

Humanistische Literatur wurde zunächst in Übersetzungen präsentiert. Bekannter Übersetzer war Niklas von Wyle mit seinen "Translationen", ebenfalls Heinrich Steinhöwel und Johannes Gottfried, der antike Übersetzungen vornahm.


Page 9 of 9
[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9]


swopdoc.com ist not responsible for the content of this text provided by third parties

Legal info - Copyright - Terms - Partner - Statistik - Contact
antiblock.org adblockdetector.com

Swap your documents