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Lineare Gleichungssysteme .doc

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Natural Science
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Miscellaneous
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Bielefeld
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2009 vom Hofe
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Universität Bielefeld

Fakultät für Mathematik

Didaktik des Funktionsbegriffs

Herr Prof. Dr. Rudolf vom Hofe

Wintersemester 2009/10

Lineare Gleichungssysteme


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Gliederung:

1. Einleitung 2

2 Lineare Gleichungssysteme 3

2.1 Allgemeine Definition 3

2.2 Lineare Gleichungssysteme mit zwei Unbekannten 4

historisch betrachtet

2.3 Lehrplanauskunft - was ist Pflicht und was ist schon bekannt 5

(Vernetzungsknoten)

3. Lineare Gleichungssysteme mit zwei Variablen 6

4. Lösungsverfahren für lineare Gleichungssysteme mit zwei Variablen 7

4.1 Geometrische Lösungsverfahren 8

4.2 Algebraische Lösungsverfahren 9

5. Lineare Gleichungssysteme mit GeoGebra 12

6. Fazit 13

Literaturverzeichnis 15

 

 

 

 

 

 

 

1. Einleitung

Lineare Gleichungssysteme begleiten uns überall im Leben, ob im Alltag oder in der Wirtschafts- bzw. Sozialwissenschaft. Fast jeder Bundesbürger besitzt ein Mobiltelefon, Bankkonto oder einen bestimmten Stromtarif. Aber wie genau kann man z.B. den besten Handytarif berechnen?

Wie werden außermathematische, aber auch innermathematische Problemstellungen, mit Hilfe des linearen Gleichungssystems im Rahmen des Mathematikunterrichts der Sekundarstufe I gelöst? Welche Mittel stehen den Schülerinnen und Schülern zur Lösung dieser Probleme zur Verfügung? Diese Fragen werden in unserer Ausarbeitung zum Seminar „Didaktik des Funktionsbegriffs“ der Universität Bielefeld, Wintersemester 2009/2010, bearbeitet.

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Anschließend möchten wir die Einordnung in Bezug auf den Lehrplan vornehmen und beleuchten welche Voraussetzungen Schülerinnen und Schüler erfüllen müssen, wenn lineare Gleichungssysteme im Mathematikunterricht eingeführt werden.

Im darauffolgenden Abschnitt stellen wir die Lösungsverfahren linearer Gleichungssysteme mit zwei Unbekannten vor. Sowohl die geometrische Lösungsmethode, als auch die drei algebraischen Verfahren werden beschrieben und im Bezug auf die jeweilige Eignung überprüft.

Der Einsatz von neuen Medien ist ein fester Bestandteil des Kernlehrplans im Fach Mathematik der Sekundarstufe I an Realschulen. Warum sich das Thema „Lineare Gleichungssysteme“ besonders für den Einsatz des Computers (insbesondere des dynamischen Zeichenprogramms „GeoGebra“) eignet, klären wir ebenfalls im weiteren Verlauf der Ausarbeitung.

Abschließend werden die wesentlichen Erkenntnisse in einem Fazit zusammengefasst.

2. Lineare Gleichungssysteme

2.1 Allgemeine Definition

Die Notwendigkeit, Gleichungen aufzustellen – und natürlich zu lösen-, die mehr als eine Unbekannte enthalten, ergibt sich in der Praxis recht häufig[1]. „(..)weil es manchmal vorkommt, dass man Beziehungen zwischen zwei oder mehr Größen hat und aus diesen Beziehungen die Werte der Größen berechnen muss.“[2] In solchen Fällen enthält eine Gleichung statt einer, mehrere von einander abhängiger Variablen.

Lineare Gleichungen mit n Variablen (x1,.., xn) werden in der Form

a1 x1 + a2x2 + ... + an xn = b

dargestellt, wobei a und b konstante, reelle Zahlen sind.

Wenn die Variablen (x1,.., xn) gleichzeitig mehrere Gleichungen erfüllen sollen, spricht man von einem linearen Gleichungssystem.

Allgemein lässt sich ein Gleichungssystem mit m Gleichungen und n Unbekannten immer in die folgende Form bringen:

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Die Koeffizienten azs haben zwei Indizes. Der erste Index bezieht sich auf die Gleichung (Spalte), während der Zweite die Variable (Zeile) bezeichnet.

Die n-Tupel (x1,.., xn), welche alle Gleichungen erfüllen, bilden die Lösungsmenge des Gleichungssystems.

Zur eindeutigen Bestimmung der n Variablen eines LGS sind genau n linear unabhängigen Gleichungen erforderlich, die einander nicht widersprechen dürfen. [3]

Lineare Gleichungssysteme besitzen nicht nur in verschiedenen Bereichen der Mathematik, sondern auch im Hinblick auf außermathematische Anwendungen, einen zentralen Stellenwert.[4] Im Folgenden soll dieses Thema anhand von linearen Gleichungssystems mit zwei Variablen näher betrachtet werden.

2.2 Lineare Gleichungssysteme mit zwei Variablen – historisch

betrachtet

Im Vergleich zu anderen mathematischen Themenbereichen, wie der Geschichte der Analysis, ist die Entstehung der „Linearen Algebra“ bisher relativ wenig erforscht worden.

Die Herkunft bzw. die Entstehung linearer Gleichungssysteme mit zwei Unbekannten muss hauptsächlich über Umwege aus konkreten Zahlenbeispielen erschlossen werden, da nur wenige Informationen aus der Literatur hervorgehen. Folglich muss auf Sekundärliteratur zurückgegriffen und die Gesamtdarstellung der Mathematik als weitere Hilfestellung mit einbezogen werden.

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Allerdings reicht das Lösen von linearen Gleichungssystemen mit zwei Unbekannten weit in die Zeit zurück, denn bereits um 1700 v.

Chr. konnten die Unbekannten der zwei Gleichungen von den Babyloniern entschlüsselt werden.[5]

Weiter ist bekannt, dass die Griechen 300 n. Chr. bestimmte Symbole für die unterschiedlichen Rechenoperationen zur Hilfe nahmen, um bei linearen Gleichungssystemen zu einem Ergebnis zu gelangen.[6]

Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass schon in anderen Kulturen vor dieser Zeit lineare Gleichungssysteme gelöst werden konnten. Dennoch ist es durch wenige bzw. vielleicht auch unverständliche Überlieferungen immer noch praktisch unmöglich dieses herauszufinden.

2.3 Lehrplanauskunft – was ist Pflicht und was ist schon bekannt

(Vernetzungsknoten)

Im Bereich der linearen Gleichungssysteme lassen sich viele Vernetzungsknoten zu anderen Themenbereiche der Schulmathematik der Sekundarstufe 1 ziehen.

Bereits nach der sechsten Klasse haben Schülerinnen und Schüler (SuS)[7] Terme kennen gelernt und können diese in mathematische Modelle übersetzen, sowie mathematische Modelle auf eine Realsituation übertragen.[8] Dazu ist es notwendig mengentheoretische Begriffe, wie Lösungsmenge, Grundmenge, Schnittmenge usw. zu kennen. Des Weiteren sollten nach Ende der Jahrgangsstufe 6 die Begriffe, wie Gerade, Punkt usw. bekannt sein, die zur Vernetzung notwendig sind.

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Dies trägt dazu bei, dass das Kennenlernen und Verstehen der verschiedenen Verfahren zur Eliminierung einer Variablen, wie das Additionsverfahren, das Gleichsetzungsverfahren oder das Einsetzungsverfahren, leichter fällt. Zusätzlich soll das graphische lösen zum besseren Verständnis beitragen.

Explizit wird dies an zwei Stellen im aktuellen Lehrplan aufgeführt:

„SuS lösen lineare Gleichungssysteme mit zwei Variablen sowohl durch Probieren als auch algebraisch und grafisch und nutzen die Probe als Rechenkontrolle.“[11] „SuS verwenden ihre Kenntnisse über lineare Gleichungssysteme mit zwei Variablen zur Lösung inner- und außermathematische Probleme.“[12] Die beiden Kompetenzerwartungen gelten für das Ende der Jahrgangsstufe 10.

Das lineare Gleichungssystem eignet sich aber auch auf natürliche Weise zur Erfüllung weiterer Kompetenzerwartungen. So empfiehlt es sich zum Beispiel die linearen Gleichungssysteme mit Hilfe der dynamischen Geometriesoftware (DGS)[13] GeoGebra zu behandeln.

Laut Lehrplan sollten SuS am Ende der Jahrgangsstufe 8 mit einer Geometriesoftware umgehen können. „SuS nutzen Tabellenkalkulation und Geometriesoftware zum Erkunden inner- und außermathematischer Zusammenhänge“[14]


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