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Liebe, Anti-Liebe und Hass in den Medea-Werken .doc

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Literature
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Uniwersytet Warmińsko- Mazurski
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Olsztyn 2010
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Uniwersytet Warmińsko- Mazurski

w Olsztynie

Wydział Humanistyczny

Kierunek: Filologia germańska

„Liebe, Anti-Liebe und Hass in den Medea-Werken.“

Olsztyn 2010

In meiner Arbeit möchte ich mich mit dem Thema „Liebe, Anti-Liebe und Hass in den Medea-Werken“ beschäftigen. Dazu habe ich vor allem die Bücher: Medea von Euripides und Medea von L. Annaeus Seneca genutzt.

Medea war die Tochter des Königs Aietes, des Herrschers über die barbarischen Kolcher. In dessen Land befand sich das Goldene Vlies, bewacht von einem tödlichen Drachen. Jason gelang es, mit Hilfe der Medea, den Drachen zu besiegen und das Vlies mitzunehmen. Medea verriet ihm zuliebe ihren Vater und tötete ihren Bruder , nun befand sie sich mit ihrem Gatten Jason und den zwei gemeinsamen Kindern auf der Flucht. Sie fanden Aufnahme in Korinth bei dem König Kreon. Jason wird seiner Frau dort untreu und will sich mit Kreons Tochter- Glauke vermählen.

Von der Liebe ist es nicht weit zum Hass. Das Zeigt auch der Fall von Medea. Die Frau, die aus Liebe zu ihren Mann so viel gemacht hat, verwandelt sich in ein rachesüchtiges Weib. Am Anfang des Werkes von Euripides ist Medea noch bestürzt. Sie leidet und denkt immer noch an die Liebe. Doch mit der Zeit schmeidet sie einen Rache-Plan, der aus Hass entsteht. Die Amme berichtet uns über die Absichten von Medea, die von sich selbst behauptet, dass sie nicht mehr fühlt und spürrt. Der Hass bringt sie zu dem Gedanke an Mord von Jason, Glauke und Kreon.. Mit dem Hass ist auch Angst verbunden. In dem Fall fürchtet sich Kreon von Medea Er hat Angst, dass sie die Liebe zwischen Jason und Glauke zerstören könnte. Medea bittet Kreon, dass sie einen Tag länger bleiben darf, um für ihre Söhne eine Zuflucht zu finden. Sie spielt in diesem Fall eine fürsorgliche Mutter, doch in Wirklichkeit ist sie von Hass gesteuert, denkt nur an der Rache. Als Kreon Medea es verweigert, in seinem Land zu bleiben, ist für sie klar, dass er sterben muss. Medea ist sauer, dass Jason sich ein neues Weib erwarb, obwohl er Kinder hatte. Sie meint, dass man ihm verzeihen könnte, wenn er kinderlos wäre, doch das ist er nicht. Sie macht ihm klar wie viel sie für ihn gemacht hat, was sie für ihn geopfert hat. Wie sie selbst sagt : „den Lieben zu Hause bin ich Feindin geworden, und denen ich nichts Böses hätte tun dürfen, die habe ich dir zu Gefallen zu Feinden.“[1] Jason spricht über den Grund, warum er Glauke heiraten will. Er macht das für Medea, die Kinder und um sein Haus zu schützen. Medea ist aber davon nicht überzeugt und darüber nicht glücklich. Als der Jason der Medea Hilfe anbietet, lehnt sie es ab. Sie ist voll Zorn und Hass. In dem Gespräch mit Aigeus erklärt sie ihm die ganze Situation. Sie sucht nach eine Bleibe für sich selbst und ihre Söhne. Er stimmt zu, aber nur unter der Bedingung, dass sie mit eigenen Kräften, ohne seine Hilfe, in seine Stadt kommt. Als sie das geregelt hat spricht Medea über ihren Plan. Sie möchte einen Diener zum Jason schicken, damit sie sich mit ihm treffen kann. Dann möchtet sie ihm paar schmeichelnde Worte sagen, dass sie mit der Ehe von Jason und Glauke einverstanden ist, dass sie es für gut handelt, dass es nützlich und wohlbedacht sei. Sie will auch Jason darum bitten, dass ihre Söhne mit ihm bleiben dürfen. Sie will die Kinder mit einem Geschenk schicken. Ein dünnes Gewand und ein goldgetriebenes Geflecht sollen es sein. Wenn Glauke den Schmuck anfassen und um den Leib legen wird, wird sie sterben. Sie und jeder, der sie anfasst. Dann bricht Medea ab über ihren Plan zu sprechen, weil sie weinen muss, wenn sie darüber denkt. Sie fügt nur noch hinzu, dass sie ihre Kinder auch töten wird, weil sie Angst hat, dass sie kein gutes Leben in dem Land haben werden. Deshalb ist der Tod für sie besser. Sie beweißt hier, dass außer Hass, sie auch Liebe verspürrt, Liebe zu ihre Söhne. Kurz vor dem Mord ihrer Kinder bekommt Medea Zweifeln. Sie weißt, dass wenn sie es vollständigen wird, macht sie ihren Gatten Jason unglücklich, aber sie macht auch sich selbst unglücklich. In dem Moment zeigt sie, dass sie die Kinder liebt, und mit denen Mitgefühl hat. Medea zeigt mit den Worten : „Doch mein Zorn ist stärker als meine vernünftige Gedanken.“[2], dass die Hassgefühle stärker als die Liebe sind. Das bringt sie zu dem Entschluss, dass die Kinder sterben müssen, obwohl es ihr solch einen großen Schmerz bereitet. Nach dem Tod von Glauke und Kreon vollendet Medea ihren Plan, sie tötet ihre Söhne. Laut Worten von Jason : „Mir bleibt nur, mein unglückliches Schicksal zu bejammern, denn weder werde ich von der neuen Ehe Freude haben, noch werde ich die Kinder, die ich zeugte und aufzog, haben, um sie lebend anzureden. Also bin ich vernichtet.“[3], hat Medea sein ganzes Glück und seine ganze Liebe zerstört, die Liebe zur neuen Ehefrau und die Liebe zu den Kinder. Der Hass von Medea, der aus Liebe zu Jason entstand, zerstörte die Liebe von Jason. Auch er verspürt von diesen Moment an nur Hass. Hass zu Medea, die ihn nicht körperlich sondern seelisch zu Grudne gerichtet hat.

In dem Werk von Seneca erscheint uns schon am Anfang die verletzte Medea, die über der Rache nachdenkt. Sie weist darauf hin, dass : „(...)geboren ist die Rache schon.“[4] Doch am Anfang verspürt sie noch Liebe zu ihren Gatten. Mit der Zeit verwandelt sich die Liebe in den Hass. Medea denkt an der Rache an der Braut, ihrem Vater und an dem Bräutigam. Doch sie weißt am Anfang noch nicht, wie sie sich rächen will, hat keinen Plan. Im zweiten Akt ist schon Medea konkreter. Sie ist im Stande ihre Gedanken und ihre Absichten zu formulieren. Ihren Hass richtet sie erst gegen Crëusa und dann gegen Kreon. Sie beschuldigt ihn, für die Situation, in der sie sich befindet. Die Rache geht für Medea voraus. Sie schützt Jason, ihre Rache ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht an ihn gerichtet. Medea glaubt noch an die Liebe, sie glaubt dass sie und Jason noch zusammen sein könnten. Medea verspürrt viele Emotionen, deswegen rät die Amme ihr dazu, sich zu beruhigen. Wenn sie alles so emotionell betrachten wird, kann sie an ihrem Plan scheitern. In dem Gespräch zwischen Medea und Kreon spürrt man auch den Hass. Kreon verjagt Medea von ihrem Land, ohne dafür Gründe zu nennen. Kreon ist der König und seine Entscheidung muss respektiert werden. Jason erklärt Medea, warum er Glauke heiraten muss. Wenn er Medea nicht verlassen hätte, hätte er sterben müssen. Jason ist einer Erpressung zur Opfer gefallen. Er hatte keine Wahl. Er hat auch seine Frau verlassen, weil er die Kinder liebt. Sie sind das wichtigste für ihn, wichtiger als seine Ehe mit Medea. Deshalb ist er auch bereit die Ehe zu opfern, um die Kinder zu retten. So Medea, wie auch Jason, denken an die Kinder. Sie lieben sie sehr. Die Mutter, weißt, dass die Kinder kein gutes Leben im dem Land von Kreon haben werden. Deswegen dachte sie, der Tod, wäre die beste Lösung für ihre Kinder. Auch Jason liebt die Kinder. Er will sie retten, denkt aber nicht nach, was für Leben sie in Korinth haben werden. Medea verwirklicht ihren Rache-Plan. Sie bringt Kreon und Crëusa um. Dadurch wird Jason sehr betroffen. Doch ihr Werk ist noch nicht vollendet. Sie muss noch ihre Kinder umbringen. Davon will sie ihr Bruder abbringen, doch er schafft es nicht. Medea bringt das erste Kind um. Als das zweite Kind noch lebt, versucht Jason es zu retten. Er denkt, mit seinem Leben das Leben des zweiten Kindes kaufen zu können. Jason liebt seinen Sohn. Will sogar sein Leben für ihn opfern. Meint, dass : „ Ein Kind reicht als Rache.“ [5] Doch Medea denkt nur an Rache und bringt das zweite Kind auch um.

Medeas Fall zeigt, dass Liebe und Hass immer zusammen auftreten. Die Stärke der Liebe entspricht der Tiefe des Hasses. Medeas Liebe zum Jason war so groß, dass sie am Ende dazu fähig war ihr Glück, das was sie liebte, zu opfern. Jason könnte es vermuten, dass Medeas Rache so groß, wie ihre Liebe, sein wird. Medea war dazu fähig, Menschen zu töten, als sie geliebt hat. Mit dem Hass kamen zusätzlich negative Emotionen. Sie war Blind vor Hass, bzw.vor Liebe und hatte nur einen einzigen Ziel- Rache. Die Rache sollte nicht Medea glücklich machen, sondern den Jason tief verletzen. Sie ist sich dessen bewusst, dass ihr Tod würde ihren Gatten nicht verletzen. Wenn sie ihn selbst umbringen würde, wäre sein Leiden kurz. Medea will ihm große Schmerzen bereiten, alles wegnehmen, was er liebt. Nach dem Mord von Glauke und Kreon sollen es die Kinder sein. Sie weißt, dass Jason seine Kinder sehr liebt, sie sind die Zukunft für ihn, sie sind sein ganzes Leben. Mit ihren Tod, nimmt sie ihm das Sinn seines Lebens. So glaubt Medea mit dieser Tat Jason vernichtender zu treffen, als wenn sie ihn selbst tötete. Damit liegt sie auch richtig. Der Verlust der Kinder würde Jason einen großen Schmerz bereiten. Doch es stellt sich die Frage, ob wir Medea als eine kaltblütige Frau darstellen können, die keine Gefühle hat, die ihre Kinder kaltblütig ermordet. Man darf nicht vergessen, wie groß die Liebe von Medea zu Jason am Anfang war. Wie viel sie für ihn getan hat. Es kann auch sein, dass Medea bis zum Ende Jason geliebt hat. Ist es nicht so, dass man Liebe und Hass gleichzeitig empfinden kann? Medea war ohne Zweifel eine verletzte Person, die zugucken musste, wie ihr geliebte Mann eine andere liebt und heiratet. Sie fühlte sich schlecht damit, wollte, dass Jason dasselbe fühlt, was sie zurzeit empfunden hat. Der Hass von Medea der Glauke gegenüber ist verständlich. Sie ist die Frau, die ihr ihren Mann weggenommen hat. Die Frau, die ihre Liebe, ihre Familie und ihr Glück zertört hat. Kreon wollte ihr irgendwas wichtiges wegnehmen, nähmlich die Möglichkeit nah von ihrem Mann zu bleiben. Mann kann also sagen, dass sie aus Liebe zu ihren Mann getötet hat. Medea konnte und wollte wahrscheinlich nicht zusehen, wie eine andere Frau mit ihrem Geliebten glücklich wird. Doch was ist mit den Kinder? Warum mussten sie sterben? Ist Medea wirklich eine Kindermörderin? Es ist zweifellos, dass Medea ihre Kinder lieb hatte. Das hat sie mehrmals bewiesen. Medea macht sich sorgen über das Leben ihrer Kinder. Sie möchte, dass sie ein gutes Leben führen. Doch sie weißt zugleich, dass es unmöglich ist. Doch ist der Tod besser, als ein Dienerleben? Laut Medea- ja, es ist besser. Es ist nicht so, dass Medea garnichts spürrt, als sie ihre Kinder tötet. Ihr Herz blutet, sie hat Trennen in den Augen. Doch letzendlich ermordet sie ihre eigene Kinder. Sie verletzt damit Jason sehr, doch sie verletzt damit auch sich selbst. Man muss sich vorstellen können, wie groß der Schmerz einer Mutter, die ihre beiden Kinder verliert, sein muss. Medea steht ähnlich wie Jason allein dar. Die beiden haben ihre Kinder verloren, aber auch die geliebte Person. Man kann nur vermuten, wie die ganze Geschichte enden hätte können, wenn Jason nach dem Mord von Glauke und Kreon vorgeschlagen hätte mit Medea wieder eine Beziehung zu führen. Vielleicht wären die Kinder am Leben und Medea wäre glücklich. Vielleicht hätte Medea über den Hass vergessen.

Mann kann ruhig sagen, dass es in den Werken „Medea“ von Euripides und Seneca viel Liebe gibt. Die Liebe von Medea zu Jason und am Anfang die Liebe von Jason zu Medea, die Liebe von Jason und Glauke, die Liebe von Kreon zu ihrer Tochter und letzendlich die Liebe der beiden Eltern: Medea und Jason zu ihren Kinder. Auch der Hass ist offensichtlich, der Hass von Medea zu Glauke, Kreon und Jason. Der Hass, der aus Liebe geboren ist. Auch der Hass von Jason zu Medea, der am Ende des Werkes geboren ist, ist mit Liebe verbunden, doch hier geht es um die Liebe des Vaters zu den Kinder. Es stellt sich nur die Frage was ist mit der Anti-Liebe. Es ist meiner Meinung nach der Zustand zwischen Liebe und Hass. Wie ich schon früher geschrieben habe, denke ich, dass Medea im Stande war, gleichzeitig zu lieben und zu hassen. Ich meine, dass man diesen Zustand Anti-Liebe nennen kann. Eine verletzte, betrogene und verlassene Frau kann von heute auf morgen nicht vergessen über die große Liebe, die sie noch vor kurzem empfunden hat. Das alles braucht Zeit. Jedes Gefühl braucht Zeit um sich zu entwickeln. Es ist so mit der Liebe, aber auch mit dem Hass. Den Zustand, wo man die Liebe und Hass gleichzeitig zu einer Person empfindet, kann man Anti-Liebe nennen. Die ist im Fall von Medea zu erkennen.

 

 

 

 

 

Literaturverzeichnis

Primärliteratur:

1.      Euripides: Medea , Ditzingen 1986

2.      Seneca L. Anneus, Medea, Ditzingen 1993

Sekundärliteratur:

  1. Kubiak, Zygmunt: Mitologia Greków i Rzymian, Warszawa 1998
  2. http://projekte.free.de/schwarze-katze/pirat/grulture/anti_liebe.html , Zugriff: 23:04.2010
  3. http://www.br-online.de/wissen-bildung/collegeradio/medien/ethik/medea/hintergrund/#modul3 , Zugriff: 24.04.2010

 

 

 

 



[1] Eurypides, Medea, S.45

[2] Eurypides, Medea, S.85

[3] Eurypides, Medea, S.105

[4] L. Anneus Seneca, Medea, S.7

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