Leutnant Gustl von Arthur Schnitzler
Inhaltsverzeichnis
1.Biografie
2
2.Charaktere 2-3
2.1.Hauptperson
2-3
2.2.Nebenperson
3
2.2.1.Bäckermeister 3
2.2.2.Steffi
3
3.Inhaltsangabe
3-4
4.Schauplätze
4
5.Zeit/ Jahrhundert/ Epoche/ Stil
4-5
5.1.Kennzeichen Innerer Monolog 5-6
6.Textstellen 6
6.1.Bäckermeister
6-7
6.2.Leutnant 7
7.Film 7-8
7.1.Filmbeschreibung 8
8.Primärliteratur 8
9.Sekundärliteratur
8-10
10.Quellenangabe 10
1.Biografie Autor
Arthur Schnitzler
Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai
1862 als Sohn einer einfachen jüdischen Familie in Wien geboren. Seine Mutter
stammte aus einer angesehenen und wohlhabenden Familie, sein Vater jedoch
arbeitete sich jedoch selbst als Arzt hoch.
Arthur Schnitzler besuchte ab 1871
das Akademische Gymnasium und studierte anschließend Medizin. Anfangs arbeitete
er in zwei verschiedenen Krankenhäusern in Wien als Assistenzarzt. Als sein
Vater starb, eröffnete er selbst 1893 eine Praxis. Durch die zunehmende
Hingabe zu literarischen Tätigkeiten musste er seine ärztliche Tätigkeit
zunehmend einschränken.
Schnitzler schreibt zahlreiche Dramen, die teils
sozialkritische, teils psychologische Themen behandelten. 1901 veröffentlichte
er unter dem Titel Leutnant Gustl das erste deutsche Literaturwerk, welches nur
aus einem inneren Monolog besteht.
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Am 21. Oktober 1931 starb er an einer Gehirnblutung
in Wien.
2.Charaktere
2.1.Hauptperson
Die Hauptperson in diesem Buch ist
ein Leutnant der österreichischen Armee namens Gustl. Er ist um die Zwanzig
Jahre alt, hat kaum Kontakt zu seinen Eltern und seiner Schwester und lebt in
Wien. Gustls Traum war, zur Kavallerie zu gehen, doch der Traum platzte weil
seine Familie nicht genug Geld hatte. Auch er hatte nur ein sehr geringes
Einkommen und lebt daher sehr sparsam. Gustl ist ein Mensch dem meiner Meinung
nach sehr wichtig ist, was andere über ihn denken. Deshalb versucht er um jeden
Preis seinen Ruf aufrecht zu erhalten. Er hat kaum soziale enge Kontakte
sondern sehr viele Bekannte, was sich auch durch seine zahlreichen Affären
zeigt. Viele seiner Affären kennt er nicht einmal beim Namen. findet, dass er
sehr attraktiv auf Frauen wirkt, ließ sich aber trotz aller Möglichkeiten nie
auf eine langfristige Bindung ein. Meiner Meinung nach ist Gustls Verhalten
sehr stark Triebgesteuert, denn viele seiner Handlungen passieren ohne dass er
darüber nachdenkt. ER hat außerdem eine labile Persönlichkeit, da er sich von
gewissen Situationen stark leiten lässt und da er keine Ziele hat, die er
verfolgen kann. Weiters bin ich der Meinung, dass Gustl sich für etwas Besseres
hält, da er der Meinung ist, dass jemand der beim Militär ist, mehr wert ist
als die anderen Menschen.
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2.2.Nebenpersonen
2.2.1Bäckermeister
Der Bäckermeister ist durch seinen
gesellschaftlich niedrigen Status ein sehr einfacher, aber direkter Mensch. Auf
mich wirkt er außerdem auch etwas stur, da er niemals eine Beleidigung oder
ähnliches zurücknehmen würde oder sich für etwas entschuldigt.
2.2.2Steffi
Ist eine seiner vielen geliebten,
die jedoch mit einem anderen Mann liiert ist und trotzdem eine Affäre mit dem
Leutnant hat.
3.Inhaltsangabe
Als Leutnant Gustl nach einem
Konzert im Wiener Konzertsaal gelangweilt bei der Garderobe steht, trifft er
auf einen bekannten Bäckermeister. Durch das viele Gedrängel an der Garderobe
geraten die beiden aneinander. Sie werfen sich gegenseitig Beleidigungen an den
Kopf und bedrohen sich mit einem Säbel. Als der Bäckermeister den Leutnant
Gustl als dummen Bub beschimpft, fühlt sich dieser in seiner Ehre beleidigt.
Gustl verlässt völlig verwirrt das Konzerthaus und spaziert zum Prater. Auf dem
Weg dorthin denkt er über den Vorfall mit dem Bäckermeister nach und kommt zu
dem Entschluss, dass er sich auch wenn der Bäckermeister niemanden davon
erzählen würde, umbringen muss, da er sich so gekränkt fühlt.
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sich schließlich auf den Weg zu seinem Stammcafe. Dort angekommen erfährt er
vom Ober, dass der Bäckermeister in der vergangenen Nacht an einem Schlaganfall
gestorben ist. Der Leutnant kann sein Glück kaum fassen. Er fühlt sich
plötzlich überglücklich und erleichtert, dass niemand von der Schande erfahren
würde. Er kommt zu dem Entschluss, dass es nun keinen Sinn mehr macht wenn er
sich jetzt noch umbringen würde.
4.Schauplätze
Der Schauplatz sind ausschließlich
Gustls Gedanken. Beginnend mit dem Wienerkonzerthaus macht sich Gustl auf dem
Weg durch die Wiener Randbezirke bis er schließlich im Prater angelangt ist.
Dort setzt er sich auf eine Bank und schläft ein. Am nächsten Tag führt ihn
sein Weg zurück in die Stadt wo er zuerst in die Kirche ging und schlussendlich
sich für ein letztes Frühstück in sein Stammcafe begab. In diesem Cafe endet
auch die Geschichte.
5.Zeit/Epoche/Jahrhundert/Stil
Das Werk Leutnant Gustl schrieb der Autor Arthur Schnitzler
in der Zeit des Impressionismus (1890-1910), auch bekannt unter der Wiener
Moderne. Der Impressionismus ist die Gegenströmung zum Naturalismus. Die
Menschen in dieser zeit legten großen Wert auf Themen wie die Psyche der
Menschen, Lüge und Verstellung oder auch die Problematisierung von Tod, Erotik
und Kommunikationslosigkeit.
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verwendeten meist verbotene Themen, die aufsehen erregten.
Hauptsächlich schrieben Autoren damals Erzählungen, Lyriken
und Dramen. Weitere Merkmale des Stils der damaligen Autoren sind die
Erzählungen im Bewusstseinsstrom, die Darstellung des Seelenlebens einer Person
und der Versuch von der Darstellung gleichzeitiger Geschehnisse.
Allgemein
spielten seine Werke im gehobenen Bürgertum, welches er mit Hilfe der
impressionistischen Stimmungskunst charakterisiert. Er schreibt in seinen
Werken gerne über Menschen, dessen Stimmungen sehr stark schwanken und keine
ausgeglichene Persönlichkeit aufweisen. Viele seiner Figuren haben Angst vor
der Realität oder sehen im leben keinen wahren Sinn und leben in ihren eigenen
Welt. Arthur Schnitzler hingegen schrieb mit Leutnant Gustl eine Novelle, die
als eine der ersten gänzlich aus einem inneren Monolog der deutschen Literatur
bestand. In solch einem inneren Monolog werden Gedanken und Gefühle des
erlebenden Ichs sprachlich so wiedergegeben, wie die Person in der Geschichte
sie auch in ihrem Bewusstsein hat. Dadurch entstehen oft Gedankengänge, die
nicht immer zusammenhängend sind, vom Autor aber bewusst so ausgewählt wurden.
Ein Innerer Monolog ermöglicht eine detaillierte Darstellung einzelner
Gedankengänge, die teilweise auch unterbrochen werden. Mit dieser Form der
Textgattung wird die Welt als Reflexion im Inneren dargestellt. Erst durch die
Gedanken der Hauptfigur bekommt der Leser einen Einblick in die Handlung.
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