Lehrwerksadaption – Aufgabenorientierung Kompetenzorientierung
1.
Einleitung
In
der vorliegenden Hausarbeit beschäftigen wir uns mit dem Thema der
Lehrwerkanalyse
und Aufgabenadaption.
Das Lehrwerk bildet eine wichtige Grundlage
für den Fremdsprachenunterricht, muss aber oftmals der Lerngruppe angepasst
werden.
Es
dient somit der Orientierung hinsichtlich des Unterrichtsmaterials, sollte
jedoch nicht unbedacht übernommen, sondern möglichst aufbereitet mit in die
jeweilige Lerngruppe getragen werden. Im Folgenden beschäftigen wir uns somit mit
der Analyse der Lektion 7 des Lehrwerks Découvertes 1 mit dem
Schwerpunkt der Teilkompetenz Hörverstehen, die eine adaptierte Aufgabe
hervorbringt. Wir haben uns exemplarisch für eine Aufgabe des Lehrwerks
entscheiden und als Basis für die Erstellung einer Lernaufgabe verwendet.
Solche Lernaufgaben, sowie deren Erstellung, rücken immer mehr ins Zentrum des
modernen Fremdsprachenunterrichts.
Die
vorliegende Arbeit beginnt also zunächst mit einem theoretischen Teil, in dem
die Konzepte der Kompetenz- und Aufgabenorientierung erläutert werden, sowie
die kommunikative Kompetenz Hörverstehen.
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folgt eine genaue Angabe der konkreten Lernziele und die Analyse nach
Kriterien
für eine Lernaufgabe. Diese Kriterien sollen belegen, dass es sich bei der
Lernaufgabe auch tatsächlich um eine solche handelt.
Zum Schluss werden die
genauen methodischen Überlegungen ausführlich erläutert, sowie eine
Schlussbetrachtung aufgezeigt. Im Anhang wird dann schließlich das
ausgearbeitete Schülermaterial zu der Lernaufgabe präsentiert.
„Kompetenzen geben Auskunft
über das, was jemand kann, und zwar in dreifacher Hinsicht:
im Blick auf seine Kenntnisse, seine Fähigkeiten damit umzugehen, und seine
Bereitschaft, zu den Sachen und Fertigkeiten eine eigene Beziehung
einzugehen.“
Vor
dem Hintergrund der unbefriedigenden Ergebnisse von TIMSS, IGLU und PISA wurde
zunehmend die Kompetenzorientierung
und ihre Umsetzung im fremdsprachlichen Unterricht thematisiert, da die Tests nochmals das schwache
Abschneiden deutscher Schüler bewusst machten. Im Anschluss wurden ab dem Jahr
2003 die sogenannten Bildungsstandards entwickelt.
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Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) gegründet. Diese
Institution hat es zur Aufgabe, in der Entwicklung von Lern- und Testaufgaben
maßgeblich mitzuwirken. Damit verbunden sollen die Aufgaben als eine Art
Evaluation der Lehre dienen sowie den Lehrern in den Schulen eine
Orientierungshilfe bieten, um die geforderten Kompetenzen umzusetzen.
Kompetenzorientierter
Unterricht ist nach Caspari durch acht Merkmale gekennzeichnet. Als erstes
Kriterium wird ein ‚offener‛ bzw. erweiterter Lernbegriff definiert. Dieser
fordert eine Orientierung an Kompetenzen statt an Fertigkeiten. Hiermit wurde
ein innovativer Lernbegriff geschaffen, der sich als ein individueller und
kreativer Aneignungsprozess auf der Basis des eigenen Wissen und der eigenen
Erfahrung versteht. In diesem Zusammenhang sind nicht nur funktionale
sprachliche Teilkompetenzen gemeint, sondern auch methodische und
interkulturelle Kompetenzen. Das zweite Prinzip fordert zur systematischen Entwicklung
aller Kompetenzen von Anfang an. Nach Caspari bedeutet dies, dass bei dem
Erwerb der Fremdsprache nicht die gleichen Bedingungen vorliegen wie bei dem
Erwerb der Muttersprache. Die verschiedenen Kompetenzen sollen also für sich
selbst entwickelt werden und nach Caspari darf man sich nicht „[..] auf eine
Art „automatische Übertragung“ der einen Kompetenz auf die andere verlassen[..].“ Das
dritte Prinzip ist die Outputorientierung, hiermit ist das gemeint, was die
Schüler am Ende der verschiedenen Unterrichtseinheiten bzw. am Ende eines
Bildungsgangs, als Lernergebnisse können.
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die Bearbeitung von Arbeitsmaterialen, die den verschiedenen Niveaus der
Schüler gerecht werden. Das fünfte Prinzip stellt die Transparenz von Lernzielen
und einer Evaluation dar. Hiermit soll den Schülern der Sinn des
Unterrichtes, sowie die an sie gestellten Erwartungen verständlich gemacht
werden. Des Weiteren fördert die Verwirklichung dieses Prinzips auch Lernbewusstsein
seitens der Schüler. Das sechste Prinzip unterstreicht die dienende Funktion
der sprachlichen Mittel, wobei diese den kommunikativen Absichten untergeordnet
sein müssen. Die Ausrichtung liegt auf dem Ziel des „Sprachkönnens“ anstelle
des „Sprachwissens“. Somit kann es sein, dass grammatische Inhalte in einer
anderen Reihenfolge und Intensität bearbeitet werden als es das Lehrwerk
vorsieht. Das bedeutet für die Grammatik einen Stellungswechsel. Das siebte
Prinzip nach Caspari wird dem Lebensweltbezug zugeschrieben. Die Inhalte des Französischunterrichts
sollen den Schülern dienen, um sie auf ihre Lebenswelt zu übertragen und diese auch
im Zielland anwenden zu können. Das achte Prinzip, nimmt eine finale und
besondere Rolle ein. Hierbei geht es um die Verbindung von Aufgaben. Also den
Anspruch, Schülern möglichst authentische Aufgaben zustellen, welche sie im
realen Leben im Zielland vorfinden könnten. Die Aufgaben sollen die Schüler
„[..]als individuelle, ganzheitliche und soziale Wesen ansprechen [..].“
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Sprachlerner, also als ein ganzheitliches und soziales Wesen ansprechen. Also
auch, inwieweit die Lernaufgabe bei dem Schüler kognitive, emotionale oder
kreative Lernprozesse auslöst. Als weiteres Kriterium wird angeführt, dass
Lernaufgaben primär inhaltsorientiert sind. Als weiteres Kriterium wird die
Authentizität benannt. In wie weit sind die Materialen aktuell und authentisch
sowie dem heutigen Französisch entsprechend. Des Weiteren wird die
Schülerrelevanz beschrieben. Sind die zu behandelnden Themen weiterführend
und relevant? Es wird nach Kommunikationsformen verlangt, so wie sie auch in
der realen Welt vorkommen könnten. Doch die Lernaufgabe sollte auch dem
Leistungsniveau der Schüler entsprechen. Ein Schüler sollte in der Lage sein,
die Lernaufgabe erfolgreich bearbeiten zu können. Auch sind Lernaufgaben
produktorientiert, wobei auch kreative Arbeiten wertgeschätzt werden und ihre
Produkte somit durchaus einen Platz im Klassenraum finden sollten.
Vorrangiges Ziel des modernen
Französischunterrichts ist es, die individuelle Handlungsfähigkeit eines jeden
Lernenden bestmöglich zu fördern. Aus diesem Grund wird der Ausbildung der
Kommunikationskompetenz der Schülerinnen und Schüler, als Grundvoraussetzung
für eine Teilnahme an der französischen Kultur ebenso wie für das sich
Zurechtfinden im französischen Ausland, eine besondere Bedeutung zugeschrieben.
Dabei wird diese Kompetenz sowohl als die Fähigkeit zur direkten Kommunikation,
als auch als Befähigung, Mitteilungen, Berichte und Darstellungen
interpretieren und verstehen zu können, verstanden.
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