Stellungnahme Susann Zeitzer
Stellungnahme
Lebenskrisen als Chancen zum Neubeginn
Eine Lebenskrise ist eine Situation im Leben eines Menschen,
bei der er weder ein noch aus weiß. Für jede Person sind sie individuell und
jeder geht anders und auf seine eigene Art und Weise mit ihnen um. Es sind
Ereignisse oder Umstände, die unsere Existenz oder Identität bedrohen.
Ich denke in jeder Generation (Kinder, Jugendliche,
Erwachsene) können solche Lebenskrisen auftauchen und den Menschen auf eine
harte Probe stellen.
Lebenskrisen kann man meiner Meinung nach in verschiedene
Kategorien unterteilen (mit Beispielen).
soziale Lebenskrisen: Scheidung,
Tod des Partners, Rufmord, Arbeitsplatzverlust,
Erwerbsunfähigkeit, Krankheit
wirtschaftliche: Insolvenz,
Arbeitslosigkeit, Überschuldung
psychische: Rosenkrieg,
Mobbing, seelische Störung, Gewalt
physische: Unfall,
schwere Krankheit, Alter
sexuelle: Mißbrauch,
Homosexualität, Singelsein, Impotenz
religiöse: Glaubenskrise
unerfüllte Werte: Familie
oder Ehe zerbricht, Karriere endet, Verlust von Ansehen,
unerfüllter
Kinderwunsch
...
Im Leben eines jeden Menschen
kann es zu einer Lebenskrise kommen, vor allem in der heutigen schnelllebigen
Zeit.
Stellen wir uns vor, wir reisen
durch ein solches Leben und gehen auf die Suche nach Krisen.
Geburt und Tod sind die
beiden unvermeidlichen Krisen jedes Menschen.
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Mutter zu trennen ist die erste
schwere Krise. Alles steht auf Messers Schneide. Jetzt wird sich zeigen, ob
das Herz, die Lunge, die Nieren, das tun, wofür sie gedacht sind.
Nach der „Krise der Geburt“
folgen die Krisen des Menschseins:
Ob die Loslösung von den Eltern,
die Pubertät, die ersten Beziehungen und Trennungen.
All diese Krisen sind meist
schnell gemeistert. Mit etwa 30 Jahren steht man in der Mitte seines Lebens,
man lernt, sucht, und beendet sein experimentieren.
Wenig später erfolgt die
Midlifecrisis: es gibt keine Optionen mehr, es gibt kein Zurück, die Jugend ist
verloren - wofür will ich in der Welt/Gesellschaft Verantwortung übernehmen ?
Hilfe ich werde alt ! Muskulatur
und Körperbau nehmen ab. Ich gehe in den Ruhestand und lege mein Werk in
andere Hände.
Die letzte Krise mit der sich
ein Mensch in seinem Leben beschäftig ist das Sterben.
Es ist zu erkennen, das das
Leben in seiner natürlichen Form schon viele Krisen bereithält. Kommen dann
noch soziale, wirtschaftliche, ... (siehe oben) hinzu ist dies noch schwerer.
Krisen gehören also zum Leben.
Wir brauchen sie um uns zu entwickeln, zu stärken ... .
Ob wir sie wollen oder uns
wünschen ist eine ganz andere Frage.
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Ein Mensch muss sich von etwas –
einer Erwartung, einer Vorstellung, einem Bild, einer Gewohnheit, einem
Anspruch, einer Bequemlichkeit, einem erworbenen Gut, im schlimmsten Fall von
einem Menschen – trennen.
Eine solche Lösung (Tod,
Trennung) führt, wenn sie gelingt, zu neuem Leben, zu Wachstum,
Veränderung, Reifung. Sie ist
aber immer mit Schmerzen und mit Leiden verbunden.
- eine Krankheit wird
überwunden, nur mit regelmäßiger Medikamenteneinnahme
- der Scheidungsrichter spricht
die Scheidung aus
- die Kinder kommen in eine
Pflegefamilie
- der geliebte Mensch stirbt
- das Haus muss verkauft werden
- der Umzug ins Altenheim ist
unvermeidlich
- eine Schwangerschaft ist das
Ende vom Spontansein, Freisein
Die Bewältigung
Was hilft uns denn, eine
Lebenskrise zu bewältigen? Wie geht es weiter, wenn nichts mehr geht? Was
brauchen wir, um in einer Lebenskrise zu bestehen?
1. Hoffnung
Die Hoffnung nicht zu
verlieren ist eine sehr wichtige Voraussetzung.
Hoffnung ist
kein Grund, aber sie gibt uns einen !
à Eine
Frau verlässt ihren alkoholkranken Mann, in der Hoffnung, dass er nicht mehr
zurechtkommt und eine Entziehungskur macht und dies eine Chance für einen
Neuanfang wird.
2. Mut
In manchen
Lebenssituationen ist Mut gefragt. Nicht das Denken entscheidet, sondern das
Handeln.
à Ein 25 jähriger Mann wird
aufgrund seines Schulabschlusses nicht eingestellt. Daraufhin will er die
allgemeine Hochschulreife nachholen.
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Gute, stabile Beziehungen sind eine Notwendigkeit. Damit
können Krisenzeiten überwunden werden. Stabile Ehen, gesunde Familien,
lebendige Kleingruppen, Gemeinde, Nachbarschaft, Cliquen, therapeutische oder
seelsorgerliche Beziehungen, ... .
Zusammenfassung
Jeder Mensch durchlebt in seinem Leben Krisen. Gründe sind
jedoch keinesfalls nur schwerwiegende, traumatische Ereignisse. Oft ist es die
Häufung oder Zuspitzung belastender innerer und äußerer Erlebnisse, die die
gewohnten Bewältigungsmöglichkeiten überfordern und überschreiten. Das
geschieht aufgrund plötzlich veränderter Lebensumstände ebenso wie durch
festgefahrene und langanhaltende belastende Lebensbedingungen.
Befindet sich ein Mensch in einer Krise, wird die Situation
von dem Betroffenen als äußerst bedrohlich empfunden. Ein Zustand tiefer
emotionaler Erschütterung, Gefühle der Angst und Hilflosigkeit stehen im
Vordergrund. Verluste und Kränkungen können häufig ebenso damit verbunden sein
wie eine Infragestellung bisheriger Werte und Ziele. Häufig kommt es zu einer
zunehmenden sozialen Isolation. Mit steigendem emotionalen Druck sinkt die
Belastbarkeit, sodass die Bewältigung des Alltags immer schwerer fällt.
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