HAUSÜBUNG
noch fehlerhaft!!!
1.) Erläutern Sie
die unterstrichenen und nummerierten Lautwandelerscheinungen in den folgenden
Texten:
v
almahtigon (ahd.) > almähtigen
(mhd.)
Im Wort <almahtigon> wurde
ahd. /a/ zu mhd. [ae], was als Sekundärumlaut gilt, da /ae/ vor /i/ in der
Folgesilbe vorkommt , in Fällen, wo der Pimärumlaut nicht eingetreten ist. /ht/
verhindert, dass germ /a/ im Ahd. zu /e/ wird.
v
ther
(ahd.) > der (mhd.)
Ahd. /th/ wurde durch die
frühahd. Spirantenschwächung zu mhd. /d/. Dabei wurde germ. /θ/
zur sth. Lenis [ð] (= Lenisierung und Sonorisierung), welche jedoch ab dem 8.
Jh. im Laufe des Ahd. zum sth. Plosiv /d/ wurde (Defrikativierung oder
Plosivierung fand statt). Dies wird auch „Wandel von þ>d“ oder „innerahd.
Wandel“ genannt.
v
giboran (ahd.) > geboren
(mhd.)
Aufgrund einer Senkung wurde ahd.
/i/ zu mhd. /e/. Im Gegenteil dazu wurde ahd. /a/ im Mhd. zu /e/ wegen einer
Hebung.
v
cruci (ahd.) > gekriuzeget (mhd.)
Das /u/ aus dem ahd. Wort
<cruci> wird im Mhd. durch eine Diphthongierung zu /iu/.
v
dage (ahd.) > tages (mhd.)
Der sth. Plosiv /d/ wurde durch
die 1. Lautverschiebung zum sth. Plosiv /t/ (phonetisch: Entsonorisierung).
v
schephaer (mhd.) > Schöpfer (nhd.)
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v
sun (mhd.) > Sohn (nhd.)
Mhd. /u/ entwickelte sich
aufgrund einer Senkung zu nhd. /o/.
v
sînen (mhd.) > seinen (nhd.)
Die frühnhd. Diphthongierung
führte dazu, dass mhd. /î/ zu /ei/ wurde im Nhd..
v
gekriuzeget (mhd.) > gekreuzigt
(nhd.)
Die nhd. Diphthongierung ist
ebenfalls ein Grund dafür, dass sich mhd. /iu/ zu nhd. /eu/ entwickelte.
v
ûf (mhd.) > aufgefahren (nhd.)
Auch die Veränderung des mhd.
Lautes /û/ zu nhd. /au/ ist auf die frühnhd. Diphthongierung zurückzuführen.
2.) Ergänzen Sie die
fehlenden Laute und erklären Sie die unterstrichenen Lautwandelerscheinungen:
idg. *deuk- >
germ. *teux- > ahd. ziohan > mhd. nhd. ziehen
-
d → t (1. Lautverschiebung: sth. Plosive werden stl.
Plosive)
-
t → z (2. Lautverschiebung: wenn germ /t/ im Anlaut stand,
erfolgte eine Verschiebung zur Affrikata /ts/)
-
k → x (1. Lautverschiebung: der stl. Plosiv /k/ entwickelte
sich über die Zwischenstufe des aspiriertern Plosivs /th/ zum stl.
Frikativ /x/)
-
x → h (Die frühahd. Spirantenschwächung: germ. /x/ wurde
zum Hauchlaut /h/)
lat. pilum
> ahd. mhd. pfîl > nhd. Pfeil
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-
î → ei (frühnhd. Diphthongierung)
lat. calix (-ks)
> ahd. kelih > mhd. nhd. Kelch
-
a → e (2. Lautverschiebung: Primärumlaut: Umlaut vor i der
Folgesilbe)
-
x → h (frühahd. Spirantenschwächung)
-
h → ch (2. Lautverschiebung)
idg. *ped-/pod-
> germ. *fat- > ahd. mhd. fa_ > nhd. Fass
-
p → f (1. Lautverschiebung: der stl Plosiv /p/ entwickelte
sich zur stl. Frikativen /f/)
-
d → t (1. Lautverschiebung: sth. Plosive werden stl.
Plosive)
-
t → (2. Lautverschiebung: Tenuesverschiebung)
3.) Auf welchen
Lautwandel gehen folgende Lautwechselerscheinungen zurück:
nehmen- du nimmst
kombinatorischer
Lautwandel: Alternanz
stoßen- du stößt
kombinatorischer
Lautwandel: I- Umlaut: Sekundärumlaut
leiden- litt- gelitten
Grammatischer
Wechsel: Auslautverhärtung
Flug- flog
kombinatorischer
Lautwandel: Alternanz, Senkung
Saarbrücken- Innsbruck
Sekundärumlaut wird
regional unterschiedlich durchgeführt
md. hd. →
„brücken“, bei uns „bruck“
alemann. ufblibe- standarddt.
aufbleiben
u → au:
frühnhd. Diphthongierung
i → ei:
frühnhd. Diphthongierung
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