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Laurentianische Schisma/Theoderich .doc

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Die Religionspolitik des Theoderich und sein Verhältnis zum Papsttum.

A. Einleitung

Oft erscheinen uns einzelne bedeutende Persönlichkeiten in der Geschichte, als Repräsentanten des gemeinschaftlichen Strebens einer ganzen Nation. Insbesondere wenn

diese Berufen sind, als Könige und Herrscher ihr Volk einem erwünschten Ziele hin zu führen. In der Zeit wo die arianisch – germanischen Völker dem katholischen Römertum gegenüber traten kommt man nicht umher auf der Ostgotenkönig Theoderich den Großen zu sprechen zu kommen.

Er ist wohl als einer der ersten germanischen Herrscher anzusehen, bei dem man von einer wirklichen politischen Bedeutung sprechen kann im Bezug auf den Einfluss in innerkirchliche katholische Angelegenheit.

Auch wenn Anonymus gegen Ende seiner Darstellungen die Haltung des König als „anti -

katholisch“ bezeichnet, wird vom Großteil der Geschichtsschreibung vertreten, dass er jeder Art von Glauben tolerant, wenn auch nicht mit Verständnis gegenüberstand.[1] Das Ziel dieser Hausarbeit ist es nun die Haltung und Handlungsweise Theoderichs darzustellen. Besonderes Augenmerk wird dabei die Zeit des Laurentianischen Schismas ab dem Moment der Doppelwahl gelegt um somit einen Überblick über seine Politik mit dem katholischen Römertum und dem Papst darzustellen.

 

 

Theoderich der Große

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Obwohl der Arianismus 381 auf dem Zweiten Ökonomischen Konzil als Ketzerei verurteilt worden war, wirkte sich das nicht nachteilig auf das Verhältnis zwischen Goten und Römern aus.[3] Dies war darauf zurückzuführen, dass die Existenz von arianischen Gemeinden nicht neues in Italien darstellte.

Diese gab es dort seit langem. Der König wollte Tolerant sein. Das beste Beispiel im Bezug auf seine Haltung siegelt die Äußerung:

„ Wir können eine Religio nicht befehligen, weil sich ja niemand zwingen lässt, daß er wieder seine Willen glaube.“[4] Auch die Tatsache, dass sich der Westen nicht von dem Gedanken des Imperialismus lösen konnte, das heißt trotz der Mitarbeit, die der Gote bei vielen Römern fand , diese nicht als Angehörige eines gotischen Staatsgebildes sahen sondern als Romanen unter germanischer Waltung empfanden war ein ausschlaggebender Faktor für eine friedliche koexistez.[5]

Die Auseinandersetzung lag primär beim Kampf mit den Monophisiten die die Einheit des Imperiums in Frage stellten und nicht die Arianer deren Heresie bereits festgestellt war.

Theoderich und die Doppelwahl im Jahre 498

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Unter dem Einfluss der Ehemaligen Konsuln Probus und Festus stellte dagegen eine probyzantinische Partei, der vor allem die alten einflussreichen stadtrömischen Senatorenfamilien angehörten, die mit Ihren Stiftungen viel zum zum Vermögen der Kirche beigetragen hatten, den Presbyter der römischen Kirche Laurentius auf. Wie sollte der Zwiespalt behoben werden?

Die einzige Autorität, welche die Rechtmäßigkeit der Wahlen ruhig Prüfen und dem Resultate der Untersuchung nachdruckvolle Beachtung verleihen konnte, die alleinige Stelle, welcher beide Parteien mit gleich wenig Misstrauen entgegenkommen konnten, war der arianische Theoderich.[8]

Somit entschieden sich beide Parteien darauf Theoderich als Schiedsrichter anzurufen und begaben sich an seinen Hof in Ravenna. Der Gotenkönig der getreu seine Haltung nicht in innerkirchliche Streitigkeiten hineingezogen werden wollte, entschied sich aus rein formaljuristischen Gründen für Symmachus.

Theoderich bestätigte Ihn, da, so die symmachianische Biografie im Liber Pontificalis, dieser zuerst geweiht worden und zudem der weitaus größere Teil des Klerus anwesend gewesen sei.[9] Der Entscheidung bequemte sich die unterlegene Partei wiederspruchslos an. Allerdings verhärteten sich bald darauf wieder die Fronten in der katholischen Kirche.

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Theoderichs Haltung im Laurentianischen Schisma

Der Kampf des Symmachus

Eine Gelegenheit erneut gegen Symmachus vorzugehen war, dass er im Jahre 501 Ostern nach dem römischen Kalender feierte. Die römische Kirche benutzte traditionell einen 84 jährigen Osterzyklus, während im Osten der 19 jährige Zyklus in der Tabelle des alexandrinischen Bischofs Theophilus verbreitet war.[10] Diese Osterterminfrage nahmen die Gegner Symmachus in Klerus und Senat zum Anlass, den offenen Konflikt zu wagen.

Des weiteren wurden Ihm auch persönliche Verfehlungen vorgeworfen: unsittlicher Lebenswandel, Völlerei, Simonie und der unberechtigte Verkauf von Kirchengütern.[11] Die Senatoren Festus und Probius setzten sich zudem dafür ein, dass Theoderich einen Visitator bestimme, der nach Rom kommen sollte um dort nach dem griechischen Kalender das nächste Osterfest zu feiern.

Theoderich ging auf deren ersuchen ein.

Dies kam einer Amtsenthebung des Papstes gleich. Theoderich ernannte Petrus, den Bischoff von Altino, zum Visitator. Symmachus reagierte auf die neuen Vorwürfe indem er für den 6. November ein Konzil in St. Peter auf dem Vatikan einberuft.

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Ungeklärt blieben aber die weiteren Vorwürfe gegen Ihn.

Synode in Trastevere

Theoderich berief daraufhin im Frühsommer eine weitere Synode in. S. Maria Trastevere ein deren Leitung drei Metropoliten übernahmen. Es war anzunehmen, dass er damit hoffte den Kirchenstreit beenden zu können.

Auf der Synode erschien Symmachus, bestätigte den versammelten Bischöfen, dass er die Synode gewünscht habe und eröffnete sie. Er gab aber der Hoffnung Ausdruck, dass er Visitator, der gegen die Religion und alte Statuten und Regeln eingesetzt worden sei, aus Rom weggehe und er wieder mit all seine Rechten, die Ihm seine Gegner genommen hätten, ausgestattet werde.[13]

Danach würde er sich den Verhandlungen stellen. Die Synodalen stimmten seinem Wunsch zu, wollten jedoch keinen bindenden Beschluss fassen, ohne den König gehört zu haben. Dieser befand sich nun in einer verzwickten Lage.

Würde er dem Anliegen der Bischöfe ohne weiteres Stattgeben wäre das bereits eine Art Freispruch für Symmachus gewertet worden. Vielmehr wollte der König nicht durch Zustimmung eine Art Vorteil schaffen und wollte seinen Plan, ein unparteiisches Verfahren durch die Bischöffe durchzuführen, nicht durchkreuzen lassen.[14] Er bestand darauf, dass Symmachus sich vor der Rückgabe des Kirchengutes und der Kirchen mit den Vorwürfen seiner Ankläger auseinander zu setzen habe.


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