Die Religionspolitik des Theoderich und sein
Verhältnis zum Papsttum.
A. Einleitung
Oft erscheinen uns einzelne
bedeutende Persönlichkeiten in der Geschichte, als Repräsentanten des
gemeinschaftlichen Strebens einer ganzen Nation. Insbesondere wenn
diese Berufen sind, als Könige und
Herrscher ihr Volk einem erwünschten Ziele hin zu führen. In der Zeit wo die
arianisch – germanischen Völker dem katholischen Römertum gegenüber traten
kommt man nicht umher auf der Ostgotenkönig Theoderich den Großen zu sprechen
zu kommen. Er ist wohl als einer der ersten germanischen Herrscher anzusehen,
bei dem man von einer wirklichen politischen Bedeutung sprechen kann im Bezug
auf den Einfluss in innerkirchliche katholische Angelegenheit.
Auch wenn Anonymus gegen Ende
seiner Darstellungen die Haltung des König als „anti -
katholisch“ bezeichnet, wird vom
Großteil der Geschichtsschreibung vertreten, dass er jeder Art von Glauben
tolerant, wenn auch nicht mit Verständnis gegenüberstand.
Das Ziel dieser Hausarbeit ist es nun die Haltung und Handlungsweise
Theoderichs darzustellen. Besonderes Augenmerk wird dabei die Zeit des
Laurentianischen Schismas ab dem Moment der Doppelwahl gelegt um somit einen
Überblick über seine Politik mit dem katholischen Römertum und dem Papst
darzustellen.
Theoderich der Große
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Obwohl der Arianismus 381 auf dem
Zweiten Ökonomischen Konzil als Ketzerei verurteilt worden war, wirkte sich das
nicht nachteilig auf das Verhältnis zwischen Goten und Römern aus.
Dies war darauf zurückzuführen, dass die Existenz von arianischen Gemeinden
nicht neues in Italien darstellte.
Diese gab es dort seit langem. Der König
wollte Tolerant sein. Das beste Beispiel im Bezug auf seine Haltung siegelt die
Äußerung:
„ Wir können eine Religio nicht
befehligen, weil sich ja niemand zwingen lässt, daß er wieder seine Willen
glaube.“
Auch die Tatsache, dass sich der Westen nicht von dem Gedanken des
Imperialismus lösen konnte, das heißt trotz der Mitarbeit, die der Gote bei vielen
Römern fand , diese nicht als Angehörige eines gotischen Staatsgebildes sahen
sondern als Romanen unter germanischer Waltung empfanden war ein
ausschlaggebender Faktor für eine friedliche koexistez.
Die Auseinandersetzung lag primär
beim Kampf mit den Monophisiten die die Einheit des Imperiums in Frage stellten
und nicht die Arianer deren Heresie bereits festgestellt war.
Theoderich und die Doppelwahl im Jahre 498
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Unter dem Einfluss der Ehemaligen
Konsuln Probus und Festus stellte dagegen eine probyzantinische Partei, der
vor allem die alten einflussreichen stadtrömischen Senatorenfamilien
angehörten, die mit Ihren Stiftungen viel zum zum Vermögen der Kirche
beigetragen hatten, den Presbyter der römischen Kirche Laurentius auf. Wie
sollte der Zwiespalt behoben werden?
Die einzige Autorität, welche die
Rechtmäßigkeit der Wahlen ruhig Prüfen und dem Resultate der Untersuchung
nachdruckvolle Beachtung verleihen konnte, die alleinige Stelle, welcher beide
Parteien mit gleich wenig Misstrauen entgegenkommen konnten, war der arianische
Theoderich.
Somit entschieden sich beide
Parteien darauf Theoderich als Schiedsrichter anzurufen und begaben sich an
seinen Hof in Ravenna. Der Gotenkönig der getreu seine Haltung nicht in
innerkirchliche Streitigkeiten hineingezogen werden wollte, entschied sich aus
rein formaljuristischen Gründen für Symmachus.
Theoderich bestätigte Ihn, da, so
die symmachianische Biografie im Liber Pontificalis, dieser zuerst geweiht
worden und zudem der weitaus größere Teil des Klerus anwesend gewesen sei.
Der Entscheidung bequemte sich die unterlegene Partei wiederspruchslos an.
Allerdings verhärteten sich bald darauf wieder die Fronten in der katholischen
Kirche.
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Theoderichs Haltung im Laurentianischen Schisma
Der Kampf des Symmachus
Eine Gelegenheit erneut gegen
Symmachus vorzugehen war, dass er im Jahre 501 Ostern nach dem römischen
Kalender feierte. Die römische Kirche benutzte traditionell einen 84 jährigen
Osterzyklus, während im Osten der 19 jährige Zyklus in der Tabelle des
alexandrinischen Bischofs Theophilus verbreitet war.
Diese Osterterminfrage nahmen die Gegner Symmachus in Klerus und Senat zum
Anlass, den offenen Konflikt zu wagen.
Des weiteren wurden Ihm auch
persönliche Verfehlungen vorgeworfen: unsittlicher Lebenswandel, Völlerei,
Simonie und der unberechtigte Verkauf von Kirchengütern.
Die Senatoren Festus und Probius setzten sich zudem dafür ein, dass Theoderich
einen Visitator bestimme, der nach Rom kommen sollte um dort nach dem
griechischen Kalender das nächste Osterfest zu feiern. Theoderich ging auf
deren ersuchen ein.
Dies kam einer Amtsenthebung des
Papstes gleich. Theoderich ernannte Petrus, den Bischoff von Altino, zum
Visitator. Symmachus reagierte auf die neuen Vorwürfe indem er für den 6.
November ein Konzil in St. Peter auf dem Vatikan einberuft.
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Ihn.
Synode in Trastevere
Theoderich berief daraufhin im
Frühsommer eine weitere Synode in. S. Maria Trastevere ein deren Leitung drei
Metropoliten übernahmen. Es war anzunehmen, dass er damit hoffte den
Kirchenstreit beenden zu können.
Auf der Synode erschien Symmachus,
bestätigte den versammelten Bischöfen, dass er die Synode gewünscht habe und
eröffnete sie. Er gab aber der Hoffnung Ausdruck, dass er Visitator, der gegen
die Religion und alte Statuten und Regeln eingesetzt worden sei, aus Rom
weggehe und er wieder mit all seine Rechten, die Ihm seine Gegner genommen
hätten, ausgestattet werde.
Danach würde er sich den
Verhandlungen stellen. Die Synodalen stimmten seinem Wunsch zu, wollten jedoch
keinen bindenden Beschluss fassen, ohne den König gehört zu haben. Dieser
befand sich nun in einer verzwickten Lage.
Würde er dem Anliegen der Bischöfe
ohne weiteres Stattgeben wäre das bereits eine Art Freispruch für Symmachus
gewertet worden. Vielmehr wollte der König nicht durch Zustimmung eine Art
Vorteil schaffen und wollte seinen Plan, ein unparteiisches Verfahren durch die
Bischöffe durchzuführen, nicht durchkreuzen lassen.
Er bestand darauf, dass Symmachus sich vor der Rückgabe des Kirchengutes und
der Kirchen mit den Vorwürfen seiner Ankläger auseinander zu setzen habe.
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