Referat Lagerarten
/ Regalarten
Gliederung
1.
Aufgaben
des Lagers
1.1 Grundziele der Lagerwirtschaft
2.
Lagerarten
2.1 Unterscheidung Lagerarten nach Bauweise
2.2 Unterscheidung Lagerarten nach Lagerstandort
2.2.1 Hauptlager (Zentrales Lager)
- Vor-/ Nachteile des Hauptlagers
2.2.2
Nebenlager (Dezentrales Lager)
- Vor-/ Nachteile des Nebenlagers
Unterscheidung nach
2.3.1
Betriebsart
/ Güterart
2.3.2
Eigentümer
2.3.3
Verwendungszweck
2.3.4
Produktionsprozess
3. Regalarten
3.1 Fachbodenregale
3.2 Palettenregale
3.3 Kragarmregale
3.4 Waben-/ Kassettenregale
3.5 Einfahrregale
3.6 Durchlaufregale
3.7 Turmregale
3.8 Verschieberegale
3.9 Umlaufregale
3.10 Einschubregale
1. Aufgaben des Lagers
Grundsätzliche
Funktion eines Lagers ist natürlich die Lagerung von Gütern. Dies erfolgt durch
Befriedigung des Bedarfs an Lagergütern, durch Bestandshaltung und Bestellung
des Lagergutes:
-
Bereithaltung
eines ausreichend breiten und tiefen Sortiments für die Abnehmer.
-
Entkoppelung
der Materialflüsse, in die ein Unternehmen integriert ist, um so Schwankungen
zwischen Angebot und Nachfrage auszugleichen: Pufferfunktion.
-
Überbrückung (zeitliche, räumliche, örtliche,
qualitative, quantitative) von Unregelmäßigkeiten auf dem Beschaffungsmarkt.
-
Ausnutzung
von Vorteilen des Großeinkaufs.
-
Bearbeitung
oder Ausreifung während der Lagerzeit: Veredelungsfunktion (Käse, Wein).
-
Sicherung einer gleichmäßigen Beschäftigung trotz
Schwankungen beim Absatz.
-
Bei
instabilen Märkten schafft ein spekulativer, früher Einkauf
Preisvorteile.
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1.1 Grundziele der Lagerwirtschaft
Die Lagerwirtschaft,
ein erheblicher Kostenfaktor im betrieblichen Leistungsprozeß, strebt
folgende Ziele an:
• Sicherung der
Rendite und Liquidität durch zweckmäßige Lagertechnik und Erhöhung des
Lagerumschlags sowie durch Senkung der Lagerbestände bzw. der
Kapitalbindungskosten.
• Wirtschaftliche
Bereitstellung von Materialien in der
Erforderlichen Qualität,
zum günstigsten
Preis,
in ausreichender
Menge,
zum richtigen
Zeitpunkt,
am nachgefragten
Ort,
bei minimalem
Kostenaufwand.
„Der logistische
Auftrag besteht darin, die richtige Menge, der richtigen Objekte als
Gegenstände der Logistik (Güter, Personen, Energie, Informationen), am richtigen Ort
im System, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Qualität, zu den richtigen
Kosten zur Verfügung zu stellen.“
2. Lagerarten
Lagerarten lassen
sich nach Bauweise, Standort, warenspezifischen Anforderungen, Eigentümer,
Verwendungszweck, Funktionsschwerpunkten, sowie Produktionsstufen
unterscheiden.
Im Folgenden stelle
ich einige Lagerarten detailliert vor:
2.1 Unterscheidung der Lagerarten nach Bauweise
Die Bauweise des
Lagers ist von der Betriebsart/Güterart bedingt.
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- offenes Lager (eingezäunte Plätze, zum Beispiel für Dachziegel)
- halboffenes Lager (überdachte Lagerflächen, zum Beispiel für Dachlatten)
- geschlossenes Lager (Gebäude, zum Beispiel für Dämmstoffe)
- Speziallager (Silos, zum Beispiel für Zement)
2.2 Unterscheidung der Lagerarten nach Lagerstandort
Bei der Wahl von
Lagerstandorten muss entschieden werden, ob das Lager zentral oder dezentral
geführt wird. Bei der Entscheidung über den Zentralisationsgrad ist häufig der
räumliche Aspekt ausschlaggebend:
Zentrale Lagerhaltung bedeutet die räumliche Zusammenfassung aller
Lagerhaltungsfunktionen und aller Lagergüter unter einheitlicher Leitung.
Bei der dezentralen
Lagerhaltung werden die Einsatzstoffe am Ort des Bedarfsträgers in Form von
Zwischenlager (Pufferlager) gelagert.
2.2.1 Hauptlager (Zentrales Lager)
Ein Hauptlager
enthält alle für die normale Fertigung erforderlichen Werkstoffe des gesamten
Produktionsbetriebs. Rohstoffe, Hilfsstoffe und Betriebsstoffe befinden sich
dort. Zum Beispiel:
- Rohstoffe:
Grundmaterialien, wie Mehl, Milch, Zucker
- Hilfsstoffe: Ergänzender Charakter, wie Gewürze und Öl
- Betriebsstoffe: Werden im Produktionsprozess verbraucht, wie Wasser und
Energie
Vor-/ Nachteile des Hauptlagers
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einem Hauptlager effektiver als zum Beispiel bei einem Nebenlager. Die
Lagerbelegung bei zentraler Lagerung ist kompakter als bei dezentraler Lagerung
und nutzt die Raumkapazität besser aus. Der Personaleinsatz ist ebenfalls
wirtschaftlicher als bei der dezentralen Lagerung. Dazu ist die Gefahr des
Verderbens geringer, da der Materialumschlag bei den einzelnen Materialien
höher ist als bei der dezentralen Lagerung. Ebenfalls können die
Materialvorräte niedriger gehalten werden, da der Gesamtbedarf besser
feststellbar ist.
Die Vorteile, die
sich aus der zentralen Lagerung ergeben, sind eine Erleichterung der
Warenannahme, Pflege, Erhaltung, Bestandsermittlung und –Prüfung. Weitere
Punkte sind die geringe Kapitalbindung des Umlaufvermögens, geringere Vorräte und geringere Raumkosten.
Vorteile des
Zentrallagers Nachteile des Zentrallagers
-
bessere Raumnutzung -
längere Anfahrzeiten
-
Lagereinrichtung
und Förderzeuge besser nutzen - längere
Lieferzeiten
-
Materialvorräte niedriger halten
-
Gesamtbedarf besser feststellbar
-
Seltener aber in größere Mengen Einkaufen
senken die Beschaffungskosten
-
(weniger Bestellungen, höhere
Mengenrabatte)
-
Personal besser planbar
-
Materialannahme und Abgabe ist gut
durchführbar
-
geringe Kapitalbindung
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2.2.2 Nebenlager (Dezentrales Lager)
Betriebe betreiben
oft dezentrale Lager direkt am Produktionsstandort.
Vor-/ Nachteile des Nebenlagers
Ein Nebenlager
verkürzt die Transportwege. Ein Nachteil hierbei ist sicherlich das
insgesamt mehr Lagerfläche als bei einem Zentrallager benötigt wird.
Der Grund warum
sich viele Betriebe für ein dezentrales Lager entscheiden liegt sicher in der
hohen und vor allem schnellen Lieferbereitschaft, auch wenn dadurch relativ große Bestände bevorratet werden müssen. Für viele überwiegt der Vorteil der
Kundennähe und die Eindämmung von Dispositionsfehlern, die sich bei einem Zentrallager auf das
ganze System auswirken.
Mithilfe moderner
EDV-Systeme lassen sich die dezentralen Lager ohne Probleme "virtuell
Zentralisieren", so dass mehrere Außenstellen auf das gesamte Sortiment
verschiedener Lager zugreifen können und Bestände notfalls eben wie bei einem
Zentrallager herbeigeschafft werden müssen. Durch diese virtuelle
Zentralisierung
können überhöhte oder redundante Lagerbestände
gerade im Bereich
der C-Güter (Langsamdreher) vermieden werden. Auf der anderen Seite
kann aber die Lieferbereitschaft bei A-Gütern (Schnelldrehern) gegenüber einem zentralen Lager positiv beeinflusst
werden.
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