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Schon nach wenigen Minuten Fahrt von
der Uni in Richtung Süden, wird die Veränderung von städtischen zu ländlichen
Räumen sichtbar.
Bei der Fahr auf der Karlauerstraße merkt man, dass die Häuser
immer niedriger werden, und sich zwischen die Häuserschluchten der Innenstadt
immer mehr Grünräume drängen. Geschichtlich gesehen kommt man nicht an den
Bezeichnung Maut Andritz und Maut Puntigam vorbei. Seinerzeit waren dies die
Begrenzungen der Stadt Graz und jeder der in die Stadt wollte, musste hier Maut
bezahlen.
Bei unserer Fahrt in Richtung Süden kommen wir an der Maut Puntigam vorbei.
Spätestens ab hier sieht man ganz deutlich, dass immer mehr Grünflächen in
Verbindung mit Einfamilienhäusern die Plätze der Wohnblöcke einnehmen. Auch
kleine Agrarflächen (zB Obstbäume) treten nun häufig auf. Ein weiteres Zeichne
für das Verlassen der urbanen Region ist das vermehrte Auftreten von großen
Einkaufszentren.
In unserem Fall kommen wir am EKZ Seiersberg vorbei, das in
eine alte Schottergrube gebaut wurde, und durch die direkte Anbindung an die
Autobahn einen optimalen logistischen Standortfaktor besitzt. Seiersberg ist
von Graz als auch von den Gemeinden der Umgebung leicht zu erreichen und hat
dadurch in den letzten Jahren einen großen Aufschwung zu verzeichnen.
Grafiken wurden automatisiert entfernt
Es wird sogar allgemein von
einem sogenannten „Speckgürtel“ gesprochen, der sich über die Gemeinden
erstreckt, die sich um eine große Stadt (zB Graz) herum befinden.
Hier ist sowohl
ein deutliches Bevölkerungs-, als auch Wirtschaftswachstum zu erkennen.
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Die Reise geht nun vorüber am rezenten
Murboden, der bis ca. 1880 immer wieder überschwemmt wurde. Nun reiht sich eine
Agrarfläche an die andere.
Auch werden die Flächen immer größer. Dazwischen
sieht man immer wieder Siedlungen von Einfamilienhäusern aber auch Bauernhöfe.
Man kann schon einige Funktionen des ländlichen Raumes erkennen. Man sieht
Agrarflächen, Siedlungen, Industrieflächen, Erholungsgebiete.
Funktionen
des ländlichen Raumes
Bereitstellung von ..
.. Agrarflächen
.. Wohngebieten
.. Erholungsgebieten
.. Industrieflächen
.. Wirtschaftsräumen
Tabelle 1
Stadt
(Zentrum)
Wir erreichen nun das Weststeirische
Hügelland. Hier auf den „Riedeln“ werden die lokalen klimatischen Gegebenheiten
voll ausgenutzt.
Auf den sonnenreichen Südhängen überwiegen Agrar- und
Wohnflächen wogegen die schattigen Nordseiten der Hügel eher spärlich besiedelt
bzw. bebaut sind. Hier sieht man meist Waldflächen oder landwirtschaftliche
Flächen mit Pflanzen, die wenig Sonne benötigen. An den Talböden findet man
auch Maisfelder. Auffallend ist auch die Asymmetrie der Riedellandschaft.
Dies
bedeutet, dass die Nordhänge steiler sind als die Südhänge.
Grafiken wurden automatisiert entfernt
Nun erreichen wir Lannach, eine
der reichsten Gemeinden der Steiermark (Raaba, Unterbremstätten, Bad
Radkersburg, Graz, Lannach).
Zur Gemeinde Lannach gehören sehr viele agrarische
Flächen, mittendrin jedoch, ist ein riesiges Industriegebiet entstanden. Die
Betriebe Magna, die Lannacher Heilmittelwerke sowie die ELG
(Erdöllagergesellschaft) und andere kleinere Betriebe bieten fast ebensoviele
Arbeitsplätze wie Einwohner (2500 zu 3500) und dass ist für so eine kleine
Gemeinde wirklich herausragend.
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In unzähligen Hoffnungsgebieten wurde
nach Erdöl gebohrt um die Erdölkriese bzw. den um das 3fache angestiegenen
Ölpreis zu umgehen.
Gefunden wurde in dieser Region (Terziärgebiet) aber nur
wenig bis gar kein Erdöl, sondern Thermalwasser. In Lannach wurde zwar auch
kein Erdöl gefunden, es erwies sich jedoch wegen seiner optimalen
Verkehrsanbindung (Autobahn und Eisenbahn) als ausgezeichnete Öllagerstätte.
Jedes Land hatte die Aufgabe solche Öllagerstätten zu installieren, um im Falle
eine neuen Kriese unabhängig zu sein.
Viele Bauern verkauften ihre Agrarflächen oder zumindest Teile davon und wurden
dadurch zu Millionären.
Weitere Betriebe in Lannach sind:
·Pharmawerk Fam.
Bartenstein (250 Arbeitsplätze)
·Internorm (420
Arbeitsplätze)
·Lannacher Saatgut
·Magna (über 1000
Arbeitsplätze)
Als nächste Gemeinde erreichen wir
die ländliche Mittelpunktsiedlung Stainz. Stainz hat eine ganz andere
Entwicklung genommen als die Gemeinde Lannach, da Stainz keine so gute Autobahn
und Eisenbahnanbindung hat.
Hier werden nur Produkte erzeugt, die vor Ort
vermarktet werden können. Und eben wegen der schlechten Verkehrsanbindung sind
auch größere Betriebe von Stainz ferngeblieben.
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In der Geschichte taucht 1229
erstmals der Name Stift Stainz auf. Das Augustiner Chorherrnstift prägt die
Region und gewinnt stark an Bedeutung.
Im 13. Jh. wird der Markt Stainz
planmäßig angelegt. 1840 kauft Erzherzog Johann das Stift und errichtet
eine Schule um das Wirtschaften zu lehren. 1982 war Stainz der
Veranstaltungsort der Landesausstellung – Erzherzog Johann.
Ganz bedeutend für die Gemeinde
Stainz ist auch der Tourismus. Als man erkannt hat, dass die Gemeinde für die
Ansiedelung großer Betriebe ungeeignet ist, hat man alle Weichen für den
Tourismus gestellt.
Das merk man zum Beispiel an der Weinproduktion, bzw.
Vermarktung. Die Region ist ja bekannt für gute Weine, insbesondere den Junker
oder Schilcher. Daher hat man sich in Stainz auf den Weintourismus eingestellt.
80% des Weines werden ab Hof oder in Buschenschänke verkauft. Der Weintourismus
erreicht in den Monaten September und Oktober sein Maximum.
Nicht zu
vernachlässigen sind die Ölkürbisse, die sowohl für die Landwirtschaft als auch
für den Tourismus von großer Bedeutung sind.
Stainz liegt an der Schilcherstraße
und an der Ölspur, was natürlich die Vermarktung der Landwirtschaftlichen
Produkte Wein und Kernöl fördert.
Außerdem beherbergt Stainz das
steirische Jagdmuseum und den Musterweingarten von Erzherzog Johann.
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Als die
Streckenführung über Weiz verlegt wurde, wurde Stainz umgangen. Heute ist der
Flascherlzug nurmehr eine Tourismusattraktion.
Man bemerkt also den Unterschied
zwischen den Gemeinden Lannach und Stainz.
Zusammenfassend einige Unterschiede:
Lannach
Stainz
gute Verkehrsanbindung
schlechte Anbindung an
Autobahn und Eisenbahn
Industriegemeinde
landwirtschaftlich
bedeutend aber auch Tourismus
wenig geschichtlicher
Hintergrund
großer geschichtlicher
Hintergrund durch Stift Stainz
Tabelle 2
Die Fahrt geht nun weiter ins Stainzbachtal. Dieses
Tal war früher sehr oft Überschwemmt, ist jedoch reguliert worden. Hier am
Talboden sind sehr viele Maisfelder vorhanden, Monokulturen also und keine
Spezialkulturen.
Bevor wir das Laßnitztal erreichen, kommen wir am
Sausal vorbei. Das Sausal ist eine „Insel“ aus altem und sehr hartem Gestein
und bildet die Grenze zwischen Ost- und Weststeirischem Terziärbecken.
Das Laßnitztal wird durch seine fortschreitende
Teichwirtschaft geprägt. Der Waldschacher Teich ist ein Beispiel für diese
Sonderform der Landwirtschaft.
Der Waldschacher Teich (alle Teiche) ist eine
künstliche Wasserfläche, die durch einen Damm aufgestaut wird. Außerdem ist ein
Teich selten tiefer als 2 Meter und hat eine Temperatur von ca. 20°C
(Karpfenteich). Hier hat man eine neue Möglichkeit gefunden, Landwirtschaft und
Tourismus zu verbinden. Erstens können solche Teiche durch die produktive
Fischzucht brillieren und zweitens kann die Region rund um den Teich als
Feriengebiet genutzt werden.
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Der Gründer bzw. Besitzer des Waldschacher Teich ist
der Baron Menzel.
Der Teich wird durch Wasserablasseinrichtungen
(Mönche) in den Gleinzbach entwässert.
Die Heimfahrt ging über die Autobahn vorbei an
Lebring. Lebring ist und wird wegen seiner guten Verkehrsanbindung auch Destination
für etliche Betriebe sein.
2.Conclusio
Abschließend kann man einiges Zusammenfassen:
Man merkt schon nach einigen Minuten auf dem Weg aus
der Stadt (Graz), dass sich die Landschaft verändert. Vom urbanen zum ruralen
sind es einige Schritte.
Umso weiter man sich vom Zentrum der Stadt entfernt
umso mehr werden die Einfamilienhäuser, die Grünflächen und auch die
Agrarfläch. Der ländliche Raum hat also einige Funktionen. Er soll Wohnflächen,
Industrieflächen, Agrarflächen und auch Erholungsgebiet zur Verfügung stellen.
Die unterschiedlichen Verkehrsanbindungen der
einzelnen Gemeinden, lassen verschiedene wirtschaftliche und demographische
Entwicklungen erkennen.
Die Gemeinden rund um eine Stadt (Graz) verzeichnen
einen Bevölkerungszuwachs. Gemeinden wie Lannach, die eine gute
Verkehrsanbindung haben, können positive wirtschaftliche Entwicklung
verzeichnen. Andere Gemeinden wie zum Beispiel Stainz müssen den
wirtschaftlichen Weg in Richtung Tourismus einschlagen.
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