Unterweisung zum Schleifen eines Spiralbohrers Inhalt 1 Allgemeine Angaben 2 Bedingungsanalyse 2.1 Begründung für die Wahl der Unterweisungsmetho­de 2.2 Beschreibung des Auszubildend
Die Funktionsweise der 5 wichtigsten Fertigungsverfahre­n des Rapid Prototypings Technischer Bericht Inhalt Inhalt I 1.. Einleitung.. 1 2.. Allgemeine In
Studienzentrum
Würzburg, Bernerstr. 8, Maschinenbaulabor, Ing. R. Doser
Zugversuch
Auf einer Zugprüfvorrichtung wird ein
Kupferdraht langsam wachsend bis zum Zerreißen belastet. Während der Belastung
werden in bestimmten Abständen wichtige mechanische Versuchsgrößen ermittelt.
Der eingespannte Kupferdraht hatte eine
Messlänge (l0) von 1000mm und eine
Querschnittsfläche (S0) von 6mm².
Um die
Auswirkung der Belastung auf den Draht genau beobachten und dokumentieren zu
können, wurde in schrittweise be- und entlastet und der Druck kontinuierlich
gesteigert. Hieraus ergaben sich nachfolgender Tabelle zu entnehmende Werte
(die Querschnittsfläche des Pneumatikzylinders betrug 31,1 cm², daher wirkten
pro bar Druck 311N (10 N/cm²) auf den Kupferdraht).
Bis zu einer
Belastung von 3,2 bar (entspricht 995,2N bzw. 165,9 N/mm²) befand sich der
Draht im Bereich der elastischen Verformung.
Er zeigte ein reversibles
Verformungsverhalten und schrumpfte nach Entlastung wieder in seine
ursprüngliche Länge l0 .
Entsprechend dem
oben stehenden Spannnungs-Dehnungs-Diagramm ist bis zu diesem Punkt ein
(annähernd) proportionales Verhältnis zwischen Spannung δ und Dehnung
ε (Hooke'scher Bereich → Hooke'sche Gerade) zu beobachten.
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Bei weiterer Steigerung des Druckes (ab ca.
4,2bar bzw. 1306,2N oder 228,07N/mm²) wurde ein Fließen des Kupferdrahtes
deutlich. Die Verformung schritt nun schneller und nicht mehr proportional zum
aufgewandten Druck voran.
Um den Draht zusätzlich in seinem
Zusammenhalt zu beeinflussen wurde nach der Belastung mit 5bar an einer Stelle
eine Einkerbung ins Material vorgenommen. Dennoch war bei einer Steigerung der Belastung
auf 5,2 bar (entspricht 1617,2N bzw. 269,53N/mm²) noch kein Bruch sondern
lediglich eine weitere Dehnung des Drahtes um 16,8% bezogen auf l0 zu beobachten.
Erst
bei 5,4bar Belastung brach der Draht. Die Bruchdehnung trat also, nicht wie
ursprünglich unter normalen Voraussetzungen angenommen bei 40% Dehnung sondern,
gefördert durch Einkerbung, bereits bei ∆L=28mm (ε=28%) ein.
Erneutes Dehnen des gebrochenen Drahtes
Um die Eigenschaften des bereits stark
plastisch verformten Kupferdrahtes weiter zu testen, wurde er (bzw. die eine,
aus dem Bruch hervorgegangene Hälfte) erneut eingespannt. Es war damit zu
rechnen, dass durch die Kaltverformung des Drahtes ein Zwangsgefüge entstanden
ist und dadurch Gitterdefekte im Draht aufgetreten sind, die
festigkeitssteigernd wirken und die Zähigkeit des Werkstoffes mindern.
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Die
natürliche Streckgrenze wäre demnach also nur nach der Herstellung des
ursprünglichen Gefügezustandes testbar.
Die Belastung des Drahtes zeigte, dass für
seine Dehnung nun mehr Kraft aufgewandt werden musste als im 1. Versuch, wobei
ein konkreter Vergleich aufgrund seiner geringeren Länge und des verminderten
Druchmessers nicht möglich war. Ein Fließen des Drahtes war jedoch erst bei
einer Belastung von 5,4bar beobachtbar.
Rekristallisationsglühen
Um die Kaltverformung rückgängig zu machen,
wurde an dem verbliebenen Draht die Methode des Rekristallisationsglühens
durchgeführt.
Hierdurch soll der ursprüngliche
Gefügezustand in dem Kupferdraht wieder hergestellt werden. Bei der Erhitzung
auf eine Temperatur, die mindestens 40% der Schmelztemperatur des betrachteten
Werkstoffes beträgt, wird das Wachstum neuer Körner angeregt und dadurch die
bei der Kaltumformung entstandenen Gitterdefekte abgebaut.
Die Neigung zur Kornneubildung beim Rekristallisationsglühen steigt
mit steigendem Umformgrad. Bei besonders großem Umformgrad reicht auch eine
niedrige Glühtemperatur aus. Der Werkstoff erhält durch das Glühen die
Eigenschaften zurück, die vor der Kaltumformung charakteristisch für ihn waren.
Die Zähigkeit des Werkstoffes wird wieder gesteigert und die Festigkeit sinkt.
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Da die ermittelten Werte aufgrund des nun niedrigeren Durchmessers
und der geringeren Länge erneut nicht mit dem ursprünglichen Versuchsgegenstand
zu vergleichen waren, wurde auf eine wiederholte schrittweise Durchführung des
Versuches verzichtet. Bei kontinuierlicher Belastung des geglühten Drahtes war
zu beobachten, dass ein Fließen deutlich früher einsetzte, was aber zumindest
teilweise auf die veränderten Abmessungen zurückzuführen ist.
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