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Kritischer Rationalismus (Page 4).doc

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Faculty
Human Science
Discipline
Philosophy
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Specialised paper
University, School
Berufliches Gymnasium Berufsbildungszentrum Dithmarschen Meldorf Heide i. H. (Friedrichskoog, Meldorf, Epenwöhrden)
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2010; Lehrer/Dozent: Dipl.-Hdl. Dirk Westensee
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Philosophie der Evolution im Zeitalter der Globalisierung
Es gibt 3 Bereiche, die das Menschsein ausmachen 1. Kosmologische Evolution: Das Universum evolviert ständig! In ganz kleine Segmente 2. , Vielleicht gibt’s wo anderes auch noch leben. Darin spielt s

7.4. Ethik

Ethik ist das Problemlösen auf sozialem Gebiet. Probleme werden so gelöst, dass für jeden das bestmögliche Resultat entsteht, ohne den sozialen Hintergedanken zu verfälschen.

Beispiel: Jemand anderes und ich haben Hunger und uns steht ein Kuchen zum Verzehr zur Verfügung. Das bestmögliche Resultat, was ich für mich daraus ziehen kann ist: Ich bekomme den ganzen Kuchen und bin nach dem Verzehr auf jeden Fall „satter“, als lediglich mit der Hälfte.

Dadurch entsteht aber ein soziales Ungleichgewicht, welches man (in der Ethik) vermeiden möchte. Um das ganze Dilemma nun sozial korrekt zu lösen, wird der Kuchen halbiert und jeder von uns bekommt gleich viel zu essen. In der Ethik wird, wie auch in der offenen Gesellschaft, auf Dogmen verzichtet. Neue, bessere Lösungen werden durch Versuch und Irrtum gefunden.

Beispiel: Stammzellenforschung könnte vielen Menschen das Leben retten. Da in unserer Gesellschaft die Kirche nun gegen einen solchen Eingriff in das menschliche Leben ist (vgl.: Gott spielen!), steht diese Methode zur Erforschung medizinischer Heilung folglich zur Debatte.

8. Logik

Karl Popper sagt: Dinge sind solange wahr, bis einer sie widerlegt.

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Popper behauptete, kein Wissenschaftler könne seine Theorien beweisen, er könne sie nur widerlegen. Was durch Versuche bestätigt wird, ist stimmig, aber nich endgültig und sicher! Dieses erklärt er auch in seinem Buch: Logik der Forschung (Poppers wichtigstes Buch).

Auch Hans Peter Dürr (Physiker) stimmen Popper zu.

Es gibt sieben Logikgesetze:

1) Aus Wahrem kann nur Wahres folgen. Kann es wirklich sein?

„Das Grundprinzip der Deduktion ist, dass bei einem wahren Obersatz und einer wahren Prämisse die Wahrheit in die Konklusion übertragen wird.

Wichtig für Wissenschaft und Alltagsdenken ist die Umkehrung: Folgt etwas Falsches, muss mindestens eine der Prämissen (bzw. der Obersatz) falsch sein.“

2) Aus Falschem kann auch Wahrheit folgen oder doch nicht?

„Logisch können falsche Annahmen zu einem Schluss führen, der eine wahre Aussage macht. Hierin liegt die Begründung des Fallibilismus.

Niemand kann sicher sein, dass eine als wahr angesehene Aussage nicht auf einer fehlerhaften Prämisse beruht. Auch wenn die Vorhersagen richtig sind, kann die Theorie falsch sein.“

Beispiel: Alle Königinnen heißen Elisabeth.

n  Daraus folgt, dass die englische Königin Elisabeth heißt.

n  Das ist wahr.

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n  Aus Falschem folgte also Wahres.

3) Aus jeder Theorie folgen unendlich viele Sätze.

„Auch dieser Satz bestätigt den Fallibilismus. Da das Wissen des Menschen endlich ist, kann er nicht wissen, ob eine Theorie zu einer Aussage führt, die sich als falsch erweist und damit die Theorie falsifiziert.“

4) Für die Erklärung von Beobachtungen gibt es unendlich viele Theorien.

„Wenn eine Tatsache durch eine Theorie zureichend erklärt wird, darf man dennoch nicht davon ausgehen, dass die Theorie die beste Erklärung liefert. Es kann eine bessere geben.“

5) Aus Widersprüchen folgen beliebige Behauptungen.

„Jeder Hinweis auf einen Widerspruch in einer Theorie ist eine Aufforderung, eine neue, widerspruchsfreie Theorie zu finden. Dialektik in diesem Sinne verstanden ist ein Prinzip zur Ausräumung von Widersprüchen.“

6) Nur gehaltvolle Aussagen enthalten Informationen.

„Je höher der Gehalt einer Aussage ist, d. h., je präziser sie formuliert ist und je konkreter sie sagt, was sie ein- und was sie ausschließt, umso besser kann sie überprüft werden.“

7) Es gibt keine gehaltserweiternden Schlüsse.

„Mithilfe der Logik kann man kein zusätzliches Wissen erwerben. Daher können induktive Schlüsse, die von wenig Wissen auf viel Wissen schließen, keine logischen Schlüsse sein. Sie sind heuristisch (das Auffinden bezweckend) und nicht zwingend.“

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Der Grund ist, dass die Logik kann nicht wissen, was es in der Welt wirklich gibt und was es nicht gibt/ ausgedacht ist. Fliegende Kühe sind logisch möglich. Die Logik kann innerhalb des logisch Möglichen nicht unterscheiden, was erfahrungsgemäß möglich ist, weil sie keine neue Information produzieren kann.

Das müssen wir schon selbst. Mittels der Logik kann man nur die Informationen, die man bereits besitzt, anders ausdrücken oder verringern. Vergrößern kann man sie nicht!

9. Quellen

9.1. Literatur

n  Franz-Peter Burkard, Franz Wiedmann, Peter Kunzmann; Axel Weiß (Illustrator): dtv-Atlas Philosophie.

ISBN-13: 978-3423032292 (ISBN-10: 3423032294). 249 S.

9.2. Weblinks

n  WikipediA: Kritischer Rationalismus.

Version vom 4. Juni 2010
<http://de.wikipedia.org/wiki/Kritischer_Rationalismus>

n  Wikibooks: Sei doch vernünftig! – Ein Crash-Kurs. Version vom 24. April 2010
<http://de.wikibooks.org/wiki/Sei_doch_vernünftig!_–_Ein_Crash-Kurs>

n  wissen.de: Kritischer Realismus. <http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/unterhaltung/index,page=1171596.html>

n  Peter Möller: Philolex
<http://www.philolex.de/frau.jpg>

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n  3sat: Der Philosoph Karl Popper

(URLs am 22. Juni 2010 geprüft)

9.3. Einzelnachweise

1) dtv-Atlas. (s. a.: Literatur!) S. 235

2) Wikipedia: Münchhausen-Trilemma

3) Wolfgang Stegmüller: Das Problem der Induktion: Humes Herausforderung und moderne Antworten.

WBG, Darmstadt 51996. ISBN 3-534-07011-9


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