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Um
ihre Aufgaben richtig erfüllen zu können, brauchen Mitarbeiter nicht
nur Informationen über an sie gestellte Anforderungen und konkrete
Zielvorga-ben, sondern auch Rückmeldungen von ihren Vorgesetzten in Bezug
auf ihre Leistungen.
Feedback ist ein Führungsinstrument zur Beeinflussung
des Verhaltens der Mitarbeiter durch Kommunikation und zur Steigerung ihrer
Motivation und Arbeitszufriedenheit. Kritik aussprechen gehört auch zum
Feedback. Für den Vorgesetzten ist es wichtig, das fehlerhafte Ver-halten
seiner Mitarbeiter anzusprechen, damit sie in Zukunft ihre Leistun-gen verbessern
können.
Aber in der Praxis haben Kritikgespräche oft eine
beleidigende und demotivierende Wirkung. Meistens erleben Mitarbeiter Kritik
nicht nur als Demonstration von Dominanz und Verlust an persön-licher
Wertschätzung, sondern auch als Bedrohung ihrer beruflichen
Exis-tenz.[1]
Warum verfehlen Kritikgespräche oft ihr Ziel? Und was macht ein
erfolgreiches Kritikgespräch aus? Unsere Hausarbeit beschäftigt sich
mit der Bedeutung und Funktion von Kritikgesprächen und den möglichen
Pro-blemen bei deren Einsatz als Führungsinstrument, um daraus geeignete
Lösungsvorschläge für eine gelungene Kritik am Mitarbeiter
abzuleiten.
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Im dritten Kapitel
beschäftigen wir uns mit der Bedeutung und Funktion von Feedback, bzw.
Kritik als eine Form von negativem Feedback. Danach konzentrieren wir uns im
vierten Kapitel auf das Kritikgespräch. Wir setzen uns mit den
möglichen Problemen auseinander und leiten daraus Lösungsansätze
für den erfolgreichen Einsatz von Kritikgesprächen als
Führungsinstrument ab.
Eines
der bekanntesten Modelle, das Kommunikation allgemein beschreibt, wurde von
Shannon/Weaver entwickelt. In seiner vereinfachten Form wird Kommunikation als
Übertragung einer Nachricht von einem Sender auf einen Empfänger
dargestellt.
Der Sender benutzt seinen eigenen Zeich-envorrat (Sprache, Gestik,
Mimik, Bilder usw.), um seine Botschaft zu ko-dieren.[2]
Somit ist jedes Verhalten in einer zwischenmenschlichen Situation
Kommunikation.[3]
Der Empfänger entschlüsselt die Botschaft, indem er seinen eigenen
Zeichenvorrat benutzt.
Beim
Entschlüsseln der kodierten Botschaft spielen die spezifischen
Wahr-nehmungsmuster des Empfängers eine zentrale Rolle. Die menschliche
Wahrnehmung ist subjektiv und selektiv, was zu vielen Missverständnis-sen
und Kommunikationsproblemen führt.
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Wichtige
Aspekte der selektiven Wahr-nehmung sind: 1. Sozialisation; 2. Affekte;
3. Situation und Kontext
Die
selektive Wahrnehmung einer Person wird durch Erziehung, Erfahrung in Schule,
Freundeskreis und Arbeitswelt geprägt. Der individuelle Lebens-raum des
Mitarbeiters wirkt sich im Rahmen eines Gesprächs mit dem Vorgesetzen in
Form von Überzeugungen, Werten und Grundannahmen aus.
Diese Aspekte der
Persönlichkeit führen zu konkreten Wahrnehm-ungserwartungen
in Form von Hypothesen über Eigenschaften und Verhaltensweisen von anderen
Menschen, die sich durch vergangene Erfahrungen gebildet haben.
Die Wahrnehmung
wird an diesen Mustern angepasst, indem nur bestimmte Verhaltensaspekte
beachtet und andere ausgeblendet werden. Beispiele dafür sind Vorurteile
(auf früheren Erfahrungen basierende Stereotype in Bezug auf bestimmte
soziale Gruppen), Halo-Effekt (Überbewertung eines positiven Merkmals und
dessen Übertragung auf andere Sachverhalte), Primacy-Effekt (Der Vorrang
des ersten Eindrucks über spätere Eindrücke).[5]