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KRIMINOLOGIE

Die Lehre des Verbrechens

Ein Spezialgebiet von

Dumlupinar Berkkan

Einleitung:

Seit der Mensch existiert, existiert auch Verbrechen. Mord, Todschlag und Diebstahl zählen seit jeher zu den Problemen unserer Gesellschaft und werden vermutlich immer ein fester und auch trauriger Bestandteil unserer Kultur sein.

Im Laufe unserer Geschichte veränderte sich jedoch die Definition von Verbrechen, so wurde beispielsweise Jesus, falls wir seine Existenz und Leidensgeschichte, wie sie in der Bibel steht als real betrachten wollen, zur damaligen Zeit als Verbrecher gekreuzigt.

Zu Recht. Zumindest nach dem damaligen Rechtssystem war seine Kreuzigung absolut legitim und gerecht. Heute jedoch wird Jesus als Märtyrer betrachtet und seine Kreuzigung erscheint uns als ein grausames und ungerechtes Urteil durch Pontius Pilatus.

Das Gegenteil finden wir in wesentlich weniger fiktiven historischen Persönlichkeiten wie zum Beispiel Adolf Hitler oder Mussolini. Zu Lebzeiten als Retter des Volkes und beinahe Gottheiten angesehen, jedoch mussten wir im Laufe der Zeit erfahren, dass ihre Verbrechen und Gräueltaten jedes bisherige Verbrechen unserer Zeitgeschichte in den Schatten stellten und trotzdem war und ist es für Diktatoren immer noch möglich, an die Macht zu kommen und ihre grauenhaften Taten zu verüben.

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Seine Motive waren nicht sehr unterschiedlich zu denen Adolf Hitlers. Rohstoffe, Geld, Lebensraum und Macht trieben beide Diktatoren dazu schreckliche Kriege zu führen und durch Beide starben unzählige Menschen.

Natürlich stand hinter diesen Taten immer ein gewisser Terminus, eine Ideologie, in deren Namen getötet und gemeuchelt wurde, doch dies ändert nichts an der Tatsache, dass durch ihre Hände Millionen Menschen den Tod fanden. Trotzdem lernen und hören wir im Geschichtsunterricht von den großen Taten Napoleon Bonapartes und den grauenhaften Verbrechen Adolf Hitlers, obwohl beide, im gewissen und auch unterschiedlichen Maß, Verbrechen an der Menschheit verübten.

Natürlich möchte ich auch betonen, dass man hierbei berücksichtigen sollte, dass unser Bezug zu Napoleon, aufgrund der Tatsache, dass seine Verbrechen länger zurückliegen,

als die Adolf Hitlers und wegen der immer noch andauernden Aufarbeitung des Nationalsozialismus durch das soziale Gewissens der Menschheit, ein etwas Anderer ist, Fakt ist jedoch, dass Beide nach heutigen Maßstäben Verbrecher wären, dass es unfair und unlogisch wäre Napoleon nur als Feldherrn zu sehen während wir Jesus als unseren Heilland bezeichnen.

Schwierig ist es also eine wirklich klare Definition zu finden nach der man exakt urteilen und eine Tat als Verbrechen bezeichnen kann.

 

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Es ist also nicht einfach ein gerechtes Urteil zu finden, vor allem nicht unter dem Aspekt, dass der Mensch dazu neigt eher seinen Hals aus der Schlinge zu ziehen, anstatt eine Urteilsvollstreckung und die Verantwortung für sein Handeln beziehungsweise seine Schuld auf sich zunehmen.

Noch schwieriger ist es meiner Meinung nach überhaupt zu einem gerechten Urteil zu gelangen und nicht vorschnell zu urteilen, da jeder von uns durch eigene Erlebnisse, die Erziehung und sein Umfeld geprägt wird und, auch wenn nur im Unterbewusstsein, dazu neigt eigene Gefühle und Erfahrungen auf den vorhandenen Fall zu projizieren.

Um wirklich fair zu handeln sollte man sich deshalb die Frage stellen, wie es überhaupt zu dem verübten Verbrechen gekommen ist, warum der Angeklagte überhaupt so gehandelt hat und vielleicht auch wie man selbst an seiner Stelle und in dieser Situation gehandelt hätte. Es braucht eine lange und ausführliche Klarstellung und Aufarbeitung der vorliegenden Fakten und Umstände.

Und so kommen wir zur alles entscheidenden Frage, mit der sich die Kriminologie, praktisch die Lehre des Verbrechens, beschäftigt: Was macht einen Mörder zu einem Mörder, was einen Dieb zu einem Dieb? Wer entscheidet was Recht und was Unrecht ist und vermutlich der wichtigste Aspekt dieser Art der Verhaltensforschung: Warum wurde ein Verbrechen überhaupt begangen.

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Ich möchte versuchen Verbrecher nicht nur von ihrer grausamen, medienwirksamen Seite zu zeigen, sondern auch ihre Einzelschicksale und ihre berührenden Geschichten erzählen.

Ich möchte ihr Handeln dokumentieren und kommentieren und sie in einem anderen Licht zeigen, welches sie womöglich menschlicher und somit wesentlich schockierender darstellt als Sie es sich vorstellen können. Ich möchte versuchen zu Verstehen.

Jakob Strauss

Kriminologie: Definition:

Kriminologie bedeutet wörtlich übersetzt soviel wie Lehre des Verbrechens und die Herkunft dieser Wissenschaft ist nicht wirklich eindeutig geklärt.

Verwendet wurde dieser Begriff zum ersten mal von einem italienischen Juristen namens Raffaele Garofalo, welcher somit als Begründer der italienischen Kriminologie gilt.

Er veröffentlichte im Jahr 1885 eines der ersten Werke, welches sich mit der Lehre des Verbrechens beschäftigte und nannte dieses Criminologia.

Durch die Veröffentlichung des Werkes, wurde der Begriff und somit auch die Wissenschaft bekannter und sicherlich auch anerkannter unter den Wissenschaftlern des 19 Jahrhunderts.

Historiker sind sich allerdings nicht wirklich im Klaren darüber, ob nicht ein französischer Anthropologe, also jemand der sich mit der Wissenschaft vom Menschen befasst, namens Paul Topinard schon im Jahr 1879 den Begriff erstmals verwendete.

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So versuchen die Kriminologen unserer Zeit immer mehr auf Bereiche der Psychiatrie, also der Diagnostik und Therapie seelischer Erkrankungen, der Soziologie,

den Abläufen und daraus resultierenden Folgen sozialer und zwischenmenschlicher Beziehungen, und in der zweiten Hälfte des 20 Jahrhunderts auch der Erziehungswissenschaften, also der Pädagogik, einzugehen und diese verstärkt in ihre Wissenschaft mit ein zu beziehen.

Dies lässt sich dadurch erklären, dass soziale Beziehungen, die Prägung und Erziehung eines Menschen und natürlich seelische Erkrankungen, wie zum Beispiel Schizophrenie, maßgebliche Gründe beziehungsweise Motive für die Tat bilden.

Oft wissen viele der Angeklagten nicht warum und wieso sie beispielsweise jemanden fast reflexartig umgebracht haben und es lässt sich während ihrer Behandlung und der Erstellung eines sogenannten Täterprofils feststellen, dass dieses reflexartige, ja fast instinktivische Verhalten des Täters, in unmittelbarem Zusammenhang mit einem traumatischen Erlebnis in der Vergangenheit des Täters steht.

Da viele dieser Patienten solche traumatischen Erlebnisse, angenommen eine Vergewaltigung in ihrer Kindheit, aus Gründen des Selbstschutzes, verdrängen und die Spuren des Erlebten jedoch immer noch im Unterbewusstsein verankert und gespeichert, jedoch nicht bewusst abrufbar, sind, kommt es bei der Ausübung der eigentlichen Tat, zu einer Art Kurzschlussreaktion, derer sich die Patienten oft nicht bewusst sind.

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