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Kornmeier – Wissenschaftstheorie und wissenschaftliches Arbeiten .docx

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Social Science
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Communication / Media
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University, School
Karlsruhe - Karlshochschule
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2010 , Porf Zerr
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Kornmeier – Wissenschaftstheorie und wissenschaftliches Arbeiten ISBN: 978-3-79081918-2

S.45-106

Kapitel 2:

-          Neue Erkenntnisse gewinnen -> Wissensvorrat erweitern

-          Sammeln -> ordnen -> systematisieren

2.1 Arten von Aussagen:

- inhaltsleere Aussagen: nicht informativ genug, keine Beweisbelegung

è wahrheitsfähige Aussagen:

ð  logische (nicht-empirische) Aussagen: wahrheitsfähig, logische Schlussfoglerung (A>B, B>C è A>C )

ð  empirische Aussagen: wahrheitsfähig, realer Sachverhalt; überprüfbar(Zahlen,Fakten); intersubjektiv nachprüfbar

ènichtwahrheitsfähige Aussagen:

ð  normative Aussagen: Soll-Aussagen; wertsetzend, nicht wahrheitsfähig („Du sollst nicht töten“)

ð  meta-physische Aussagen: nicht prüfbar, empirisch gehaltlos

èempirische Aussagen:

ð  deskriptive Aussagen: beschreiben einzelne Sachverhalte mit Raum- und Zietbezug

-> Basis-/ Protokollsätze (1. Schritt der Beschreibung)

-> Rand-/ Antendenz-Bedingung

ð  explikative Aussagen: erklären Warum etwas ist wie es ist ohne Raum- und Zeitbezug (‚gelten IMMER und ÜBERALL‛)

­-> nomologische/determische Aussagen: (Gesetzesaussagen) theoretische Aussagen ->Hypothesen (‚immer und überall, wenn.., dann‛) -> hohes Risiko der Falsifikation

-> stochastische Aussagen: (Wahrscheinlichkeitsaussage) weniger leicht falsifizierbar, dennoch informativ und empirisch nachprüfbar

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-> quasi-stochastische Aussagen: (quantifizierthe Tendenza.) werden Tendenzaussagen quantifiziert -> empirisch prüfbar -> nähern sich stochastischer A.

-> quasi-theoretische Aussagen: vermindertes Risiko der Falsifikation; WENN Komponente erweitern -> DANN Komponente weniger präzise

ð  technologische Aussagen: Ziel-/ Mittel-Aussagen; nennen Mittel, mit dem man Ziel erreichen kann; nachprüfbar, konkret, inromativ, nicht-nominativ (geben keine Antwort auf das was getan werden kann oder soll)

ð  zusammengesetzte Aussagen: (1) Erklärungen bestehen aus deskriptiven und Gesetzesaussagen

(2) Prognosen sind wahrheitsfähig, Herleitung kann logisch geprüft werden

2.1.2 Verwendung von Aussagen in wissenschaftlichen Arbeiten

-Autoren wissenschaftlicher Arbeiten sind der Wahrheit verpflichtet (muss tranparent und nachvollziehbar sein)

- müssen kritisierbar sein

- Prüfung ob Informationen gültig & verlässlich sind -> korrekte Zitierweise & Angaben der zitierten Quelle im Litertaurverzeichnis

Kausalität: - kausaler Zusammenhang oder

-          Scheinkorrelation

möglich: - umgekehrte Beziehung; - wechselseitige Beziehung; - 3.Faktor(=intervenierende Variable) Mittelmann; - 3.Faktor (moderierende Variable) Ausgangspunkt

 

 

2.2 Definitionen

-selber Begriff in unterschiedlichen Sachverhalten verschieden aufgefasst

( S.68 Merkmale )

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Tatsächliche Anforderungen:

-          Sollten Homonym sein

-          Benutzung fachspezifischer Termini

-          Deutlichkeit des Sachverhalts mit Abgrenzung zu anderen Tatbeständen

-          Konsistent bleiben, nicht von eigener Definition abweichen

Vermeintliche Anforderung:

-          Muss nicht wahr sein, an Realität prüfbar

-          Sprachlich formulierte Gleichung

-          Sprachliche Festlegung, sagt nichts über Realität

è Intensionale Bedeutung: Inhalt des Begriffs, Beschreibung

è Extensionale Bedeutung: Umfang des Begriffs, umfasst alle Subjekte&Objekte, die Intension erfüllt

-          „Infiniter Regress“ = „nicht zu beendenden Rückgriff“

è Wenn Wörter in Definition, definiert werden müssen

2.3 Hypothesen

- Zusammenhang zwischen mindestens 2 Variablen

- theoretisch und/oder empirisch ufndiert

Anforderung:

-          Ohne räumliche/zeitliche Beschränkung

-          Müssen falsifizierbar sein

Bildung:

-          Begründungszusammenhang: empirische Prüfungen unterzogen

-          Entdeckungenszusammenhang: systematische Gewinnung

(1)    „Deduktion“ - ableitung vorliegender theoretischer Erkenntnisse

(2)    „Induktion“ - Ursachen eines Phänomens ergründen

-          Hypothesen generieren mit Hilfe von Vorstudie

(Methoden der Vorstudie: -halbstruktioniertes Interview; - Gruppendiskussion)

(3)    Hermeneutik: Kontextualität „Wörter nur aus Kontext verstehbar“

(4)    Abduktion: „Suche nach der besten Erklärung“

(Schlussfolgerungen è Schlussverfahren für neue Hypothesen

èEntdeckung innovativer und kreativer Hypothesen

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2.4   Modell und Theorie

-          Theorie ist System aus mehreren Hypothesen

->soll empirisch geprüft werden können, durch z.B. Experimente oder Beobachtungen

-          Modell Verbindung mehrerer logischer Hypothesen zu einem System

Funktionen von Theorien:

-          Übernimmt Zusammenspiel mit Empirie und Unternehmen

(1)    Orientierungsrahmen für empirische Forschung

(2)    Aus Theorie lassen sich Aussagen ableiten

(3)    In Empirie gewonnen Erkenntnisse bilden Grundlage der (Handlungs-)empfehlungen

(4)    Kann zu Modifikation ursprünglicher Theorie führen

(5)    Unternehmenspraxis gibt Erfahrungen weiter und fördert Prozess der Erkenntnisgewinnung

3         Ebenen der Theorie

ð  Makro-Theorie

ð  Meso-Theorie

ð  Mikro-Theorie

è verschiedene Theorien aus unterschiedlichen Perspektiven

ð  Entscheidungstheorie ((Entscheidungs-) Regeln)

ð  Verhaltenswissenschaftliche Theorien (Menschen)

ð  Organisationstheorie (Unternehmen)

2.4.4 Bildung von Modellen bzw. Theorien

Benötigt:

-          Regeln- und Handlungssysteme

-          Akteure

-          Annahmen (Aussagen ohne Wahrheitsanspruch)

-aus Zahl und Art der Akteure

-Informationsausstattung

-Risikopräferenz

Leistungsmerkmale / Anforderungen S.96 Abb.26

 

Nutzung sprachlicher Konstruktionen („theoretische“ bzw „hypothetische“ Konstruktionen)

(z.B. „mathematische Begabung“ eines Schülers)

Benötigt Indikatoren um empirisch nicht direkt beobachtbare Konstrukte „beobachtbar“ zu machen

ð  Theoretisches Konstrukt mit Indikatoren -> „latentem Konstrukt“

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-          Kontinuierliche (evolutionäre) Entwicklung

->Empirismus unterstellt Wissen wird angehäuft (= Kumulationsmodell)

->nicht angehäuft =>erweitert durch Hypothesenexploration und Bildung neuer Modelle

-          Diskontinuierliche (sprunghafte) Entwicklung

(= Revolutionsmodell)

->Fortschritt in der Wissenschaft nicht kontinuierlich sondern subweise

->Paradigma: Modelle und Theorien verändern/ersetzt durch neue Erkenntnisse im Rahmen kurzen revolutionärer Prozesse


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