Kommunikation
und die Unterschiede der Geschlechter
Historischer
Rückblick
Skelettfunde
deuten darauf hin, dass vor mehr als 100.000 Jahren erstmals ein aufrecht
gehender Mensch gelebt hat. Wie Forschungen zeigen, übernahmen die bereits
damals kräftiger gebauten Männer die Nahrungs- und Wohnraumbeschaffung. Sie
bewiesen Mut und Stärke, indem sie ihre Frauen
vor wilden Tieren und anderen Gefahren beschützten. Ihr Selbstwert wuchs mit
Grösse und Anzahl erlegter Tiere und stellte somit eine messbare Menge dar.
Frauen kümmerten sich
um die Nahrungszubereitung, die Pflege der Behausung sowie die der
Nachkommen, was Harmonie und Einfühlsamkeit voraussetzte. Ihr Erfolg mass
sich an familiären Kompetenzen und ihr Selbstwert bestimmte sich mit der
Würdigung der familiären Fähigkeiten durch ihren Partner und war somit nicht
quantitativ messbar.
Nun wie verbindet
sich dieses Verhalten mit der heutigen Kommunikation?
Natürlich hat sich
in den letzten Jahrhunderten unsere Gesellschaft weiterentwickelt und
verändert.
Die Rolle der Frau
unterscheidet sich heutzutage stark, von der zu Zeiten des Homosapiens. Es ist
dennoch erstaunlich, dass sich trotz allen Wandels gewisse kulturell bedingte
Rollenmuster nach wie vor in der Kommunikation spiegeln.
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in gesprochener oder geschriebener Sprache ausdrücken, nennt sich verbale
Kommunikation.
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Der Sender sendet gleichzeitig
vier Botschaften, er spricht sozusagen mit vier Schnäbeln. Der Empfänger
empfängt gleichzeitig vier verschiedene Botschaften, er hört sozusagen mit vier
Ohren. Oft hört und versteht der Empfänger aber etwas anderes, als der Sender
gemeint und gesagt hat. Das führt zu Missverständnissen und in der Folge zu
Konflikten, welche die zwischenmenschliche Kommunikation für Störungen
anfällig machen.
Sachebene:
Beinhaltet die
reinen Sachaussagen, Daten und Fakten, die in einer Nachricht enthalten sind.
Selbstoffenbarung:
Der Sprecher
vermittelt - bewusst oder unbewusst - etwas über sein Selbstverständnis, seine
Motive, Werte, Emotionen etc.
Beziehungsebene:
Drückt aus, wie
der Sender zum Empfänger steht und was er von ihm hält.
Appell:
Beinhaltet einen
Wunsch oder eine Handlungsaufforderung.
Verschiedene
Sprachmuster
Männer
kommunizieren vermehrt auf der Sachebene, das heisst, sie drücken sich sachlich
mit Fakten sprechend aus. Im Gegensatz dazu verständigen sich Frauen
selbstoffenbarend, das heisst die Gefühle spielen eine bedeutendere Rolle.
Vergleichen wir dieses Verhalten mit den Aufgaben und Werten vor 100‛000 Jahren
können wir einzelne Gemeinsamkeiten feststellen (Messung der Leistung durch
Fakten oder Gefühle).
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Beispiel „umschreibend“
Aussage eines
weiblichen Gasts: Das ist aber steil!
Aufgefasst Mann: Es
ist steil.
Aufgefasst Frau: Weiblicher
Gast hat Respekt oder Angst.
Beispiel „abschwächend/direkt“
Situation: Steiler
Hang
Aussage eines weiblichen Gasts: Eigentlich
muss ich schon sagen, wobei ich nicht unangenehm sein möchte, wäre es mir
lieber, wenn wir an einem anderen Ort herunter fahren könnten.
Aussage eines männlichen Gasts: Das
ist mir zu steil. Da fahre ich nicht herunter.
Nonverbale Kommunikation
Verständigung
bezieht sich größtenteils auf nonverbale Kommunikation.
Die Körpersprache
umfasst den ganzen Körper, Gestik, Mimik, Blickverhalten und Körperhaltung,
sie
übermittelt ca.
2/3 aller sozial relevanten Informationen, wie z.B. Gefühle, Sozialstatus,
Selbstbild,
Geschlecht und
ist in der Gesellschaft sowie im Individuum fest verankert.
Im Skiunterricht
spielt die nonverbale Kommunikation eine zentrale Rolle. Vor allem die der
Körperhaltung, da während des Fahrens nicht oder nur wenig verbal kommuniziert
werden kann. Auch die Mimik kann helfen, doch durch Distanz, Kältemasken oder
verschiedene andere Faktoren, ist dies oft ein unzuverlässiges Kommunikationsmittel.
Der Skilehrer beurteilt den Schüler also an der Körperhaltung und findet in
dieser nicht nur technische Defizite, sondern auch physische oder psychische Mängel.
Oft kommuniziert der Gast z.B. durch Rücklage, dass ihm das Gelände wohl doch
zu steil ist und der Respekt oder die Angst ihn auf seiner Fahrt begleitet.
Körpersprache ist
eine Beziehungssprache: sie ist vielfältig und schweigt nie.
Grundregeln der Kommunikation:
Für eine offene, ehrliche und eindeutige
Kommunikation ist es wichtig, dass wir unseren Gästen viel
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Aussagen sollen klar und einfach formuliert werden, damit keine
Unklarheiten oder Missverständnisse entstehen. Durch ständiges Rückfragen
sollte kontrolliert werden, ob die Vorgaben beziehungsweise Korrekturen
sinngemäss verstanden wurden. Ein aktives Zuhören hilft, allfällige verborgene
Probleme aufzuspüren.
Durch Loben und Kritisieren des Fahrverhaltens können Selbstwert und
Freude gefördert und weitere Fortschritte und Ziele erreicht werden.
Fazit:
Die Kategorien „weiblich“ und „männlich“ sind zu grob, um das
Sprachverhalten von Individuen zu erklären.
Ein Mensch hat nicht
nur ein bestimmtes Geschlecht, sondern kommt aus einer bestimmten Schicht, durchlebt
eine bestimmte Erziehung, hat einen bestimmten Bildungsgrad, einen Beruf und
verkehrt in einem bestimmten Milieu. Deshalb ist die Unterteilung der
Kommunikation in Geschlechter grob und formuliert Tendenzen, ist jedoch nicht
allgemein gültig.
Eine Frau und ein Mann mit ähnlichen sozialen Merkmalen können sich
sprachlich näher stehen als zwei Frauen (Männer) mit einer völlig
unterschiedlichen sozialen Schichtzugehörigkeit. Darüber hinaus variieren
Personen ihr Sprachverhalten, je nachdem mit wem und in welcher Situation sie
sprechen (Frank, 1992).
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