Ziel in dieser Untersuchung war, heraus zu finden, ob Personen ihre bestehende Partnerschaft positiver beurteilen, nachdem sie sich an schöne, glückliche und angenehme Momente in ihrer Partnerschaft erinnern und ob die Beurteilung der Partnerschaft negativer ausfällt, nachdem sie gebeten werden, sich an unschöne, unglückliche und unangenehme Momente in ihrer Beziehung zu erinnern.
In der Untersuchung sollten die getesteten Probanden sich in die jeweilige Situation noch einmal hineinversetzen und im Weiteren einige Fragen dazu beantworten. Zum Schluss mussten sie auf einer siebenstufigen Ratingskala ihre Beziehungszufriedenheit von „trifft überhaupt nicht zu“ bis „ trifft völlig zu“ einstufen.
Die hinter dieser Untersuchung stehende Theorie ist das Phänomen des Priming, ein Fachterminus der Psychologie, insbesondere der Sozialpsychologie.
"Priming", das sich (ungenau) mit "Prägen" übersetzen lässt. "Priming" meint ein "Vorbereiten" oder "Schussfertig machen".
Priming ist eine Funktion des nicht-deklarativen Gedächtnisses. Dieses besteht zum Teil aus dem prozeduralen Gedächtnis, also aus einfachen, mechanisch erlernten motorischen Ablaufmustern (skills), somit ist es zuständig für Bewegungsabläufe.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Dieses System nimmt eine große Zahl von Reizen auf, von einzelnen Wörtern bis hin zu eigenen und fremden Ideen und ganzen Gedankengebäuden. Diese Inhalte bleiben vorbewußt, d.h., wir können sie nicht aktiv abrufen. Werden wir jedoch mit einem ähnlichen Reiz konfrontiert, kommen sie uns in den Sinn.
Allerdings ist uns dabei oft nicht klar, dass die scheinbar aus dem Nichts auftauchenden Bilder und Gedanken unsere eigenen Gedächtnisinhalte sind. Wir halten sie für unsere eigenen Ideen.
Durch das Priming kann man einen dargebotenen Reiz besser erkennen oder bei der Darbietung eines Reizteils besser erschließen, denn man war diesem Reiz ja zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal (zufällig) ausgesetzt. Diese Inhalte bleiben vorbewußt, d.h., wir können sie nicht aktiv abrufen. Werden wir jedoch mit einem ähnlichen Reiz konfrontiert, kommen sie uns "einfach so" in den Sinn.
Es gibt unterschiedliche Bedingungen für die Wahl von Kategorien beziehungsweise Schemata.
Falls nicht durch die Situation nahegelegt, sind die Salienz (das Ausmaß, in dem ein Stimulus relativ zu anderen in seiner Umgebung hervorsticht – wegen Andersartigkeit, Unerwartetheit etc.) und Zugänglichkeit ausschlaggebend.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Im Allgemeinen wirkt Priming dahingehend, dass Informationen beziehungsweise Beurteilungsobjekte in Übereinstimmung mit dem geprimten Inhalt interpretiert und bewertet werden („Assimilationseffekt“). Es kann aber auch zu einer gegenteiligen Wirkung kommen („Kontrasteffekt“). Ob es zu einem Assimiliations- oder Kontrasteffekt kommt, hängt u.a. davon ab, ob der geprimte Inhalt und die Information beziehungsweise das Beurteilungsobjekt als der gleichen Kategorie zugehörig wahrgenommen werden oder nicht.
Der geprimte Inhalt wird hier als Vergleichsmaßstab herangezogen. Dies bezeichnet man als Assimilation, wenn der Inhalt aus der gleichen Kategorie zugehörig wahrgenommen wird und als Kontrast, wenn er aus einer verschiedenen Kategorie zugehörig wahrgenommen wird.
Für uns stellte sich die Frage, ob durch positives Priming die Beurteilung der Beziehung einer Person positiver ausfällt beziehungsweise durch ein negatives Priming die Beurteilung der Beziehung einer Person negativer ausfällt?
Im Zusammenhang mit dieser Fragestellung ergaben sich folgende Hypothesen. Ein positives Priming wäre, wenn Personen sich hinsichtlich der Berurteilung ihrer Beziehung zu ihrem PartnerInnen positiv beeinflussen lassen bzw. ob durch ein negatives Priming die Beurteilung ihrer Beziehung schlechter ausfällt.
Methode
Versuchsplan
Es handelt sich hierbei um einen einfaktoriellen, univariaten Versuchsplan ohne Messwiederholung, wobei folgende Variablen zum Tragen kommen:
UV Art des Priming (2 Faktorstufen)
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Die Zufriedenheit in der Beziehung der Vpn wurde mittels eines Fragebogens mit vier Fragen und einer siebenstufiger Ratingskala gemessen. Die Punkteanzahl wurde über die Fragenanzahl gemittelt und ergaben so den Gesamtmittelwert der Beziehungszufriedenheit.
Versuchspersonen
Jeder Autor untersuchte je zwei männliche und zwei weibliche Versuchspersonen, wodurch sich eine Stichprobengröße von n = 20 ergibt. Es wurden nur Personen aus dem persönlichem Umfeld der AutorInnen rekrutiert, dh. VersuchsleiterInnen und ProbandInnen kannten sich bereits vor der Untersuchung. Es wurden nur Personen befragt, die sich aktuell in einer engen Partnerbeziehung befinden. Die Geschlechter waren gleich verteilt. Alle Pbn nahmen freiwillig an der Untersuchung teil.
Die Zuweisung zu den Bedingungen erfolgte randomisiert: Je die Hälfte der Männer und Frauen wurde entweder positiv oder negativ geprimt.
Für Anonymität und Datenschutz sowie für eine störungsfreie Umgebung bei der Befragung wurde gesorgt, somit konnten Störvariablen im Bezug auf letzteres verhindert werden. Die Pbn wurden getrennt voneinander befragt.
Versuchsmaterial
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Beispiele zur Fragenauswahl:
„Wann war diese negative (positive) Situation bzw. das negative (positive) Erlebnis mit dem Partner, wo du in deiner Beziehung glücklich warst?“
„Was war deine Reaktion auf die Situation?“
„Welche körperlichen Reaktionen hast du bei dir in dieser Situation bemerkt? (Schwitzen, Herzklopfen, Weinen etc.)
Durch die schriftliche Instruktion konnten Versuchsleiterinneneffekte verhindert werden.
Die anschließende Aufgabenstellung setzte sich aus vier verschiedenen Fragen zur subjektiven Bewertung der derzeitigen Beziehung der Vp zusammen und musste anhand einer siebenstufigen Ratingskala (von 1-7) beantwortet werden. Dabei mussten Aussagen wie "Meine Beziehung macht mich sehr glücklich" oder „Unsere Beziehung ist nahezu ideal“ bewertet werden. Das Originalmaterial liegt im Anhang auf.
Versuchsablauf
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Ergebnisse:
Wir verwendeten zur statistischen Auswertung einen t-Test für unabhängige Stichproben.
Die Voraussetzung für Varianzhomogenität war nicht gegeben (F= 6,379, p<0.05), daher verwendeten wir zur statistischen Entscheidung den t-Wert für heterogene Varianzen (t=-4,477, df=11,587, p<0,05).
durchschnittliche Beziehungszufriedenheit
negativ
N
Valid 10
Missing 0
Mean 4,8750
Std. Deviation 1,02232
Variance 1,04514
Range 3,50
Minimum 3,50
Maximum 7,00
positiv N Valid 10
Missing 0
Mean 6,4250
Std. Deviation ,39176
Variance ,15347
Range 1,25
Minimum 5,75
Maximum 7,00
Independent Samples Test
Levene's Test for Equality of Variances t-test for Equality of Means
F Sig. t df Sig. (2-tailed) Mean Difference Std. Error Difference 95% Confidence Interval of the Difference
Lower Upper
durchschnittliche Beziehungszufriedenheit Equal variances assumed 6,379 ,021 -4,477 18 ,000 -1,5500 ,34621 -2,27736 -,82264
Equal variances not assumed -4,477 11,587 ,001 -1,5500 ,34621 -2,30732 -,79268
Das Ergebnis ist signifikant bei einem Signifikanzniveau von α=0,05.
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