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Kognition im sozialen Kontext - Priming in en[...].doc ®
Faculty
Social Science
Discipline
Psychology
Document category
Report
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
Additional information
2006
Responsible User
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Popularity
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Document length
~1.095  Words
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Networking




















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Psychology

Sozialwissenschaftli­che Methoden - Soziale Netzwerkanalyse - Untersuchung der Struktur einer Wohngemeinschaft
Fragestellung In vielen Städten leben tausende von Studierenden in Wohngemeinschaften­ zusammen. Oft sind sich die Mitbewohner anfangs nicht bekannt und lernen sich erst in der Gemeinschaft und dur


Sozialpsychologie II
VO Sozialpsychologie II Mikula 1.) Interaktion, Interdependenz, Konflikt, Gerechtigkeit a) Begriffe b) Interdependenz, Konflikt, Kooperation (Interessen, Verhaltensweisen) c) Interdependenztheo­rie


Was ist Glück?
Glück, Karma und Bewußtsein SEEMANN 8C Natur des Glücks Alle Erscheinungen entstehen, existieren und gehen zu Grunde für immer. Nur Wahrheit bleibt konstant. Das heißt Wahr

Ziel in dieser Untersuchung war, heraus zu finden, ob Personen ihre bestehende Partnerschaft positiver beurteilen, nachdem sie sich an schöne, glückliche und angenehme Momente in ihrer Partnerschaft erinnern und ob die Beurteilung der Partnerschaft negativer ausfällt, nachdem sie gebeten werden, sich an unschöne, unglückliche und unangenehme Momente in ihrer Beziehung zu erinnern.

In der Untersuchung sollten die getesteten Probanden sich in die jeweilige Situation noch einmal hineinversetzen und im Weiteren einige Fragen dazu beantworten. Zum Schluss mussten sie auf einer siebenstufigen Ratingskala ihre Beziehungszufriedenheit von „trifft überhaupt nicht zu“ bis „ trifft völlig zu“ einstufen.

Die hinter dieser Untersuchung stehende Theorie ist das Phänomen des Priming, ein Fachterminus der Psychologie, insbesondere der Sozialpsychologie.

"Priming", das sich (ungenau) mit "Prägen" übersetzen lässt. "Priming" meint ein "Vorbereiten" oder "Schussfertig machen".

Priming ist eine Funktion des nicht-deklarativen Gedächtnisses. Dieses besteht zum Teil aus dem prozeduralen Gedächtnis, also aus einfachen, mechanisch erlernten motorischen Ablaufmustern (skills), somit ist es zuständig für Bewegungsabläufe.

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Dieses System nimmt eine große Zahl von Reizen auf, von einzelnen Wörtern bis hin zu eigenen und fremden Ideen und ganzen Gedankengebäuden. Diese Inhalte bleiben vorbewußt, d.h., wir können sie nicht aktiv abrufen. Werden wir jedoch mit einem ähnlichen Reiz konfrontiert, kommen sie uns in den Sinn.

Allerdings ist uns dabei oft nicht klar, dass die scheinbar aus dem Nichts auftauchenden Bilder und Gedanken unsere eigenen Gedächtnisinhalte sind. Wir halten sie für unsere eigenen Ideen.

Durch das Priming kann man einen dargebotenen Reiz besser erkennen oder bei der Darbietung eines Reizteils besser erschließen, denn man war diesem Reiz ja zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal (zufällig) ausgesetzt. Diese Inhalte bleiben vorbewußt, d.h., wir können sie nicht aktiv abrufen. Werden wir jedoch mit einem ähnlichen Reiz konfrontiert, kommen sie uns "einfach so" in den Sinn.

Es gibt unterschiedliche Bedingungen für die Wahl von Kategorien beziehungsweise Schemata.

Falls nicht durch die Situation nahegelegt, sind die Salienz (das Ausmaß, in dem ein Stimulus relativ zu anderen in seiner Umgebung hervorsticht – wegen Andersartigkeit, Unerwartetheit etc.) und Zugänglichkeit ausschlaggebend.

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Im Allgemeinen wirkt Priming dahingehend, dass Informationen beziehungsweise Beurteilungsobjekte in Übereinstimmung mit dem geprimten Inhalt interpretiert und bewertet werden („Assimilationseffekt“). Es kann aber auch zu einer gegenteiligen Wirkung kommen („Kontrasteffekt“). Ob es zu einem Assimiliations- oder Kontrasteffekt kommt, hängt u.a. davon ab, ob der geprimte Inhalt und die Information beziehungsweise das Beurteilungsobjekt als der gleichen Kategorie zugehörig wahrgenommen werden oder nicht.

Der geprimte Inhalt wird hier als Vergleichsmaßstab herangezogen. Dies bezeichnet man als Assimilation, wenn der Inhalt aus der gleichen Kategorie zugehörig wahrgenommen wird und als Kontrast, wenn er aus einer verschiedenen Kategorie zugehörig wahrgenommen wird.

Für uns stellte sich die Frage, ob durch positives Priming die Beurteilung der Beziehung einer Person positiver ausfällt beziehungsweise durch ein negatives Priming die Beurteilung der Beziehung einer Person negativer ausfällt?

Im Zusammenhang mit dieser Fragestellung ergaben sich folgende Hypothesen. Ein positives Priming wäre, wenn Personen sich hinsichtlich der Berurteilung ihrer Beziehung zu ihrem PartnerInnen positiv beeinflussen lassen bzw. ob durch ein negatives Priming die Beurteilung ihrer Beziehung schlechter ausfällt.

Methode

Versuchsplan

Es handelt sich hierbei um einen einfaktoriellen, univariaten Versuchsplan ohne Messwiederholung, wobei folgende Variablen zum Tragen kommen:

UV Art des Priming (2 Faktorstufen)

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AV durchschnittliche Beziehungszufriedenheit (1-7)

Die Zufriedenheit in der Beziehung der Vpn wurde mittels eines Fragebogens mit vier Fragen und einer siebenstufiger Ratingskala gemessen. Die Punkteanzahl wurde über die Fragenanzahl gemittelt und ergaben so den Gesamtmittelwert der Beziehungszufriedenheit.

Versuchspersonen

Jeder Autor untersuchte je zwei männliche und zwei weibliche Versuchspersonen, wodurch sich eine Stichprobengröße von n = 20 ergibt. Es wurden nur Personen aus dem persönlichem Umfeld der AutorInnen rekrutiert, dh. VersuchsleiterInnen und ProbandInnen kannten sich bereits vor der Untersuchung.

Es wurden nur Personen befragt, die sich aktuell in einer engen Partnerbeziehung befinden. Die Geschlechter waren gleich verteilt. Alle Pbn nahmen freiwillig an der Untersuchung teil.

Die Zuweisung zu den Bedingungen erfolgte randomisiert: Je die Hälfte der Männer und Frauen wurde entweder positiv oder negativ geprimt.

Für Anonymität und Datenschutz sowie für eine störungsfreie Umgebung bei der Befragung wurde gesorgt, somit konnten Störvariablen im Bezug auf letzteres verhindert werden. Die Pbn wurden getrennt voneinander befragt.

Versuchsmaterial

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Zwei Arten der Instruktion und des dazugehörigen Fragebogens werden unterschieden: In der ersten wird der Pb aufgefordert, sich an negative Erlebnisse seiner Beziehung zu erinnern und die sechs Fragen schriftlich in Stichwortform zu beantworten, die sich ausschließlich mit solchen negativen Erfahrungen auseinandersetzen und diese besonders bei der Vp aktivieren soll.

Bei der zweiten Variante wurde der Pb aufgefordert, sich ausschließlich mit positiven Erfahrungen seiner aktuellen Beziehung zu befassen und diese Erinnerungen wachzurufen.

Beispiele zur Fragenauswahl:

 „Wann war diese negative (positive) Situation bzw. das negative (positive) Erlebnis mit dem Partner, wo du in deiner Beziehung glücklich warst?“

 „Was war deine Reaktion auf die Situation?“

 „Welche körperlichen Reaktionen hast du bei dir in dieser Situation bemerkt? (Schwitzen, Herzklopfen, Weinen etc.)

Durch die schriftliche Instruktion konnten Versuchsleiterinneneffekte verhindert werden.

Die anschließende Aufgabenstellung setzte sich aus vier verschiedenen Fragen zur subjektiven Bewertung der derzeitigen Beziehung der Vp zusammen und musste anhand einer siebenstufigen Ratingskala (von 1-7) beantwortet werden. Dabei mussten Aussagen wie "Meine Beziehung macht mich sehr glücklich" oder „Unsere Beziehung ist nahezu ideal“ bewertet werden. Das Originalmaterial liegt im Anhang auf.

Versuchsablauf

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Durchschnittlich dauerte die Untersuchung ca. 15 Minuten.

Ergebnisse:

Wir verwendeten zur statistischen Auswertung einen t-Test für unabhängige Stichproben.

Die Voraussetzung für Varianzhomogenität war nicht gegeben (F= 6,379, p<0.05), daher verwendeten wir zur statistischen Entscheidung den t-Wert für heterogene Varianzen (t=-4,477, df=11,587, p<0,05).

durchschnittliche Beziehungszufriedenheit

negativ

N

Valid 10

Missing 0

Mean 4,8750

Std. Deviation 1,02232

Variance 1,04514

Range 3,50

Minimum 3,50

Maximum 7,00

positiv N Valid 10

Missing 0

Mean 6,4250

Std. Deviation ,39176

Variance ,15347

Range 1,25

Minimum 5,75

Maximum 7,00

Independent Samples Test

Levene's Test for Equality of Variances t-test for Equality of Means

F Sig. t df Sig. (2-tailed) Mean Difference Std. Error Difference 95% Confidence Interval of the Difference

Lower Upper

durchschnittliche Beziehungszufriedenheit Equal variances assumed 6,379 ,021 -4,477 18 ,000 -1,5500 ,34621 -2,27736 -,82264

Equal variances not assumed -4,477 11,587 ,001 -1,5500 ,34621 -2,30732 -,79268

Das Ergebnis ist signifikant bei einem Signifikanzniveau von α=0,05.


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