Kinder im Kibbutz
Gliederung
1.
Einleitung..2
2.
Entstehung der Kollektiverziehung im Kibbutz.3
3. gemeinschaftliche
Übernachtung..4
3.1 Befürworter der gemeinschaftlichen Übernachtung.4
3.2 Befürworter der Familienübernachtung.5
3.3 die Untersuchung der Kibbutzerziehung von Kaffman.5
4. Sozialisation
der Kinder im Kibbutz.8
4.1 Wettbewerb oder Kooperation?.8
4.2 Entwicklung der Freundschaftsbeziehung.10
4.3 Drogenprobleme im Kibbutz..11
5.
Fazit..13
6.
Literatur..14
1. Einleitung
Einer
für alle, alle für einen.
Diesen Satz kann man in
China regelmäßig hören. Damit ist gemeint: alle sollen sich die anderen auch als
eine Gemeinschaft vorstellen, weil China ein kommunistisches Land und die sozialistische
Ideologie hier fest verwurzelt ist. Früher hatte man in China versucht, ein Gemeinschaftsleben
zu schaffen, aber aus vielen Gründen ist das gescheitert. Nach der Niederlage
der Kommunebewegung in China gibt es dort nur noch wenige Kommunen.
Aber in einem anderen Land
mit einer anderen Staatsform, existiert diese Lebensform schon hundert Jahre lange.
Sie heißt Kibbutz und befindet sich in Israel. Kibbutz bedeutet
Zusammenzukunft auf Hebräisch.
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Die Lebensform im Kibbutz
unterscheidet sich völlig von dem Leben, das die meisten von uns kennen. Die
Mitglieder im Kibbutz haben ein gemeinsames Leben. Bis vor ca. 20 Jahren haben
die Kinder nicht mit ihren Eltern, sondern in einem Kinderhaus gelebt.
Sie
wohnten dort, spielten, aßen und lernten mit ihren Gleichaltrigen. Ihre Eltern
konnten nur zu einer bestimmten Zeit des Tages ihre Kinder dort besuchen.
Ist diese Lebensform wie
auch die Beziehung zwischen den Kindern und ihren Familien gut für die Entwicklung
der Kinder? Konnten die Kinder im Kibbutz unter dieser Kollektiverziehung und
diesem gemeinsamen Leben gute soziale Kompetenz erwerben? Was können die Kinder
in dieser Phase besonders erwerben? Und welche Grenzen gibt es dabei?
Diese Fragen versuche ich im
Folgenden zu beantworten.
2.Entstehung der
Kollektiverziehung
Der erste Kibbutz wurde im
Jahr 1910 gegründet. An den ersten Jahren hatten die Kibbutzim keine Kinder.
Damals gab es im Kibbutz einen ausgeprägten Antifamilialismus. Die Leute im
Kibbutz dachten, dass Ehe und Familie zu einer Gefahr der Identifikation mit
der Gemeinschaft führen konnten.
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Zuerst haben die Frauen
gegenseitig geholfen, die Kinder von den anderen zu betreuen und bei ihnen zu
übernachten, wenn die anderen arbeiten mussten und keine Zeit hatten. Der Kibbutz
musst dafür ein Konzept finden, das sich für die Kollektivform des Kibbutz geeignet
war. Nach der
Diskussion und Konferenz über diese Probleme, wurde eine Entscheidung
getroffen. Die Mitglieder der Kibbutz entschieden, dass die Kinder in gemeinschaftlichen
Institutionen betreut und gebildet wurden und auch da übernachteten. Die
Erzieher des Kinderhauses sollten ausgebildet und professionell sein.
Die Eltern
konnten nach der Arbeit ihren Kindern sehen und kurz betreuen, weil die Zeit
beschränkt war. Sie konnten sich nur in einer bestimmt Zeit treffen. Das
Konzept der Kollektiverziehung als eine Verknüpfung von pragmatischen
Notwendigkeiten und ökonomischen Erfordernissen der Gründungsphase mit den
ideologischen Vorstellungen der Pioniere über das Aufwachsen, Zusammenleben und
Lernen in der Gemeinschaft angesehen werden (vgl. Fölling-Arbers/Fölling 2000,
S. 108).
Die Entstehung des Kinderhauses
mit der Übernachtung war zwischen 1919 und 1923 (also die dritte Alija).
3. die gemeinschaftliche Übernachtung
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den ersten Jahrzehnten hatten die Kinder im Kinderhaus keinen persönlichen
Besitz. Alle Sache(die Spielzeug, die Kinderbücher usw.) konnten von allen
Kindern benutzt werden.
Am Anfang der 60 Jahre hat
eine Fachtagung der Kibbutzerzeihung in Haifa einberufen werden. Eine
amerikanische Psychiaterin meinte, dass die Mütter nur emotional seien. Aber
die Metepalet(die Erzieher des Kinderhauses) und Mütter sind beider Menschen.
Sie haben gleiche emotionale Fähigkeit als auch Mängel. Die anderen Teilnehmer
von dieser Konferenz haben gemeint, dass die Metepalet die Mütter ersetzt
haben, weil sie lange Zeit mit den Kindern im Kinderhaus geblieben haben.
Dann hat die
Kibbutzpädagogen und psychologen erklärt, dass die Metepalet kein Mutterersatz
für das Kinder, sondern eher eine Ergänzung zur Mutter(M. Fölling-Albers/W.
Fölling 2000, S. 119; mother supplement; vgl. auch Ilan 1965, S. 122).
Die Beziehung zwischen
Mutter und Kinder sei wichtig und die Mutter wurde nicht leicht ersetzt wegen des
Engagements der Beziehung von der Mutter.
In den 70er Jahren hatte die
Familienübernachtung in vielen Kibbutzim eingeführt.
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3.1 Befürworter der gemeinschaftlichen
Übernachtung
Die
Befürworter der gemeinschaftlichen Übernachtungen meinten,
dass nicht jedes Kind in seiner Familie gut erzogen wurde, weil nicht alle
Eltern die richtige Methode der Erziehung gefunden haben, um ihre Kinder gut zu
erziehen. Diese Situation ist besser geworden, nachdem die Kinder
zusammen im Kinderhaus erzogen wurden. Die Erzieher waren professionell
und konnten den Kindern eine pädagogisch qualifiziertere Betreuung bieten (vgl.
G. Hillig 2003, S.32).
3.2 Befürworter der
Familienübernachtung
Die Befürworter der
Familienübernachtung meinten, dass die gemeinschaftlichen Übernachtungen viele
Nachteile hatten.
Die Betreuung der Mütter konnte
niemand ersetzen. Zuerst war die Nachtbetreuung der Kinder problematisch. Die Wächter wechselten sich oft und manche
Metapelet überforderte die Kinder. Deswegen kam es dazu, dass die Kinder das
Kinderhaus verlassen haben, wenn die Kinder Angst vor Dunkel hatten und ihre
Mütter versucht haben.
Das Fehlverhalten
von den Müttern wurde immer schlimmer,
wenn sie sich länger von ihren Kindern getrennt waren und die Überlastung des Abholens
für eine 3-4 Kinder-Familie war auch zu viel.
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