Kernkraftwerk Gundremmingen
1 Allgemeine Daten
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Abkürzung KGG (Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH)
Befindet sich im schwäbischen
Landkreis Günzburg
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Betreiber ist die KGG, die 75% der RWE Power AG und zu 25% der E.ON
Kernkraft GmbH gehört
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Die KGG wird von dem technischen Geschäftsführer, Dr.-Ing. Helmut
Bläsig, und dem kaufmännischen Geschäftsführer, Christoph Quick, geführt
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KGG besteht aus 3 Reaktorblöcken
Block A, Block B und C
Block A:
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Baubeginn 1962
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Dezember 1966 in Betrieb genommen
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Deutschlands erster kommerziell genutztes Kernkraftwerk in Betrieb
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1977 nach einem Störfall stillgelegt
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Siedewasserreaktor mit einer elektrischen Leistung von 250 Megawatt und
damals das leistungsstarke KKW der Welt
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Seit 1985 im Rückbau
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Soll als Technologiezentrum genutzt werden
z.B. für –
Lagerung und Transportbereitstellung von Abfällen bis zu deren Verarbeitung
bzw. Abtransport
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Herstellung und Lagerung von Werkzeugen und Geräten
Block B und C:
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Baubeginn 19.Juli 1976
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Block B im März 1984 und Block C im Oktober 1984 ans Netz gegangen
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Kraftwerksleistung von jeweils 1344 Megawatt
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Die Blöcke erzeugen rund 21. Mrd. Kilowattstunden Strom pro Jahr ( =>
damit werden rund 30% des bayerischen Strombedarfs jährlich gedeckt)
2 Aufbau des
Kernkraftwerks
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darin befindet sich ein Reaktordruckbehälter, der 22m hoch ist und einen
Durchmesser von 7 m hat
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der Reaktorkern enthält insgesamt 784 Brennelemente
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zwei drittel mit Wasser gefüllt
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besteht aus einem 1,8 m starkem Stahlbeton
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von einem 1 Meter dicken biologischen Schild umgeben und einem 1,2 Meter
starkem Sicherheitsbehälter aus Stahlbeton
Das Maschinenhaus
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darin befindet sich die Turbine mit einer 1.500-tourigen
Einwellenkondensationsturbine und ist an einen Drehstrom-Synchrongenerator
gekoppelt
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der Generator ist mit einem Transformator verbunden
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im unteren Teil vom Maschinenhaus befindet sich der Kondensator
Die Kühltürme
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sind 160 Meter hoch
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Naturzug-Nasskühltürme, die einen natürlichen Luftzug zum Kühlen des
Wassers nutzen
-
Nutzen zur Kühlung das Wasser von der 1 km entfernten Donau
3.
Funktionsweise des Siedewassereaktors
- Brennstoff Uran
- ist ein Produkt der Natur
- bedsteht nur aus 0,7 Prozent spaltbarem Uran
235
- muss deshalb physikalisch-chemisch behandelt
werden, da er für den Einsatz in
Kernereaktoren mindestens 3 Prozent benötigt
ð
wird deshalb zuerst zu Pellets gepresst und bei ca. 1700°C
verdichtet
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-
Uran ist in der Natur ausreichend vorhanden
-
Derzeitige Uranmenge von rund 3,5 Millionen Tonnen
-
Bei derzeitigem Jahresverbrauch von rund 68.000 Tonnen pro Jahr reichen
die Reserven für mehr als 50 Jahre
- Kernspaltung von Uran 235
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bei der Kernspaltung treffen Neutronen mit geringer Geschwindigkeit auf
einen Uran und spalten ihn somit
-
Dabei entsteht Uran 236, der in 2 Bruchstücke zerplatzt, die mit einem
hohen Tempo auseinander fliegen, um anschließend von anderen Atomen abgebremst
zu werden
ð
aus der Bewegungsenergie wird durch die Abbremsung Wärmeenergie,
die zur Stromerzeugung benötigt wird
-
Die Kernspaltung gelingt nur dann, wenn man den rasenden Neutronen einen
Teil ihres Schwungs nimmt, damit sie nicht am Urankern vorbei schießen
ð
deshalb wird Wasser als Neutronenbremse genutzt, es verlangsamt
die Neutronen auf das richtige Maß
-
bei der Spaltung entstehen zudem zwei bis drei neue Neutronen, die
weitere Spaltvorgänge einleiten
ð
dadurch entsteht eine kontrollierte Kettenreaktion
3.
Funktionsweise
- Die Brennelemente befinden sich in dem zu 2 drittel mit
Wasser gefüllten Reaktordruckbehälter
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- Ein Teil des Wassers verdampft dabei, strömt auf die
Turbine und versetzt sich in eine Drehbewegung, in dem er die Turbine antreibt
=> Wärmeenergie wird zu Bewegungsenergie
- Die Turbine ist an den Generator gekoppelt, der eine
Leistung von 1344 Megawatt liefert
- Dabei wird mechanische Energie in elektrische Energie
umgewandelt, die über einen Transformator hochgespannt und in die
Umspannstation übertragen wird
- im Kondensator gibt der Dampf seine Restwärme an das
Kühlwasser ab und wird wieder zu Wasser, das den Weg durch den Reaktor antritt
- Das erwärmte Kühlwasser wird im Kühlturm abgekühlt
- im Kühlturm wird das Kühlwasser auf 12 Meter hochgepumpt
und rieselt über Platten in ein Auffangbecken
- Ein Teil des Kühlwassers verdunstet und wird von der
Zugluft nach oben gerissen
=> dabei entsteht die typische Dampffahne
- der weit überwiegende Teil fließt zurück in den
Kondensator
- Im Kühlturm auftretende Verdunstungsverluste werden durch
gereinigtes Wasser aus der Donau ausgeglichen
4. Entsorgung
- KKW Gundremmingen hat ein Lagergebäude, dass sich 150
Meter vom Reaktorgebäude befindet
- wurde am 23.08.2006 in Betrieb genommen
- als Zwischenlager genutzt
- ist 104 Meter lang, 38 Meter breit und 18 Meter hoch
- hat 0,85 Meter dicke Außenwände
- es haben 192 Castorbehälter Platz
- Die abgebrannten Brennelemente müssen zum Abklingen
zunächst im Lagerbecken
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- Nach einer 30-40 jährigen Aufbewahrung ist der nächste
Schritt das Endlager
- Endlager Gorleben ist in Erkundung, ob er dafür geeignet
ist
- Endlager Konrad seit April 2002
5.
Sicherheitsbarrieren
- zwei Arten
1) aktive Sicherheitsbarrieren
- Redundanz = mehrfache
Sicherheit
Alle Sicherheitssysteme sind mehrfach vorhanden,
falls eines ausfällt, übernimmt ein anderes Reservesystem seine Funktion, z.B.
4 Nachkühlsysteme statt 1
- Diversität = Sicherheit durch Vielfalt
die
Sicherheitssysteme sind unterschiedlich ausgelegt, so lässt sich gleichzeitiges
Versagen ausschließen
-Räumliche
Trennung = Sicherheits-Abstand
sorgt dafür, dass nicht mehrere Systeme
gleichzeitig beschädigt oder zerstört werden
-
Fail-Safe = Sicherheit hat Vorrang
Systeme bei eventuellen Fehlern auf Nummer sicher gehen
z.B. Bei Stromausfall wird automatisch eine Hydraulik wirksam, welche
die Steuerstäbe im Reaktor einschließt => Kettenreaktion unterbrochen
2) passive
Sicherheitsbarrieren
-
insgesamt 6 Barrieren umhüllen das Kernkraftwerk
- Das Kristallgitter des Kernbrennstoffs
selbst hält bereits etwa zwei Drittel der radioaktiven Spaltprodukte
zurück.
- Die Brennstabhülle schließt die
Spaltprodukte in den Brennstäben gas- und druckdicht ein.
- Der Reaktordruckbehälter umschließt den
Reaktorkern und damit den Ausgangspunkt des Kühlmittelkreislaufs.
- Der einen Meter dicke Betonmantel rund um
den Reaktor (biologisches Schild) schirmt die Strahlung ab und schützt so
die Mitarbeiter.
- Der Sicherheitsbehälter – bestehend aus
1,2 Meter dickem, vorgespanntem Stahlbeton mit einer acht Millimeter starken
Stahldichthülle – umschließt den nuklearen Teil des Reaktors.
- Das Reaktorgebäude besteht aus 1,8 Meter
dickem Stahlbeton. Es schützt den Reaktor gegen äußere Einwirkungen.
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