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Kaukasus Krise .doc

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Social Science
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Political Studies
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University, School
KLS Berlin
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2009
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09.01.2009

Halbjahresarbeit im Profilkurs Politische Wissenschaften


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Die Kaukasuskrise

Die Beziehungen der EU zu Russland und die Bewältigung des

Kaukasuskonflikte durch die EU und Russland

Inhaltsverzeichnis

I. Die EU und Russland vor der Kaukasuskrise

II. Die Bewältigung der Kaukasuskrise durch die EU und Russland

III. Quellenverzeichnis

I. Die EU und Russland vor der Kaukasuskrise

Russland ist ein wichtiger Partner der Europäischen Union. Die Europäische Union hat seit 1997 ein Partnerschafts- und Kooperationsabkommen (PKA) mit Russland. Dieses umfasst wichtige Gremien der Zusammenarbeit auf Ministerebene, die ständige Partnerschaftsräte in den Bereichen der Justiz, der Außenbeziehungen, der Energie und Kultur, abhalten. So wurden in den letzten Jahren die Beziehungen besonders in den aufgezählten Bereichen intensiviert.

Doch in naher Zukunft soll ein Nachfolgeabkommen verabschiedet werden, dass den aktuellen Stand der Beziehungen widerspiegelt. Jedoch gab es bisher noch keine Aufnahme von Verhandlungen über dieses neue Abkommen.

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Für diese Bereiche wurden konkrete Projekte der Zusammenarbeit vereinbart. So wurde zum Beispiel am 25. Oktober 2006 das von EU und Russland vereinbarte Europakolleg in Moskau für die Ausbildung von Experten in der Wirtschaft und Administration in EU-Angelegenheiten offiziell eröffnet.

Auch die nachfolgenden Treffen zum Beispiel unter deutscher Ratspräsidentschaft im Mai 2007 in Samara brachten erhebliche Fortschritte bei der Zusammenarbeit auf dem Energiesektor, beim Klimaschutz, in der Forschung und bei der Bewältigung internationaler Konflikte. Beim folgenden Treffen am 1. Juni 2007 traten dann zwei weitere vereinbarte Abkommen in Kraft:

Zum einen war es das Visaerleichterungsabkommen, das einige Vereinfachungen des Visumantragsverfahrens für Bürger der EU-Mitgliedstaaten und die der Russischen Föderation mit sich brachte und zum anderen war es ein Abkommen über die Rücknahme von eigenen Staatsangehörigen, die sich jeweils illegal auf dem Gebiet der anderen Vertragsnation aufhalten. Diese Abkommen erleichtern eine Einreise in die EU oder nach Russland.

Außerdem wird so auch die illegale Migration wirksamer bekämpft.

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Mit der Erweiterung der EU 2007 wurde auch das Partnerschafts- und Kooperationsabkommen auf die Beitrittsländer Rumänien und Bulgarien ausgedehnt. So wurden gemeinsame Erklärungen, die besonders die Folgen der Erweiterung in den Handelsbeziehungen enthalten, verabschiedet.

Die EU ist nämlich der wichtigste Handelspartner Russlands und der wichtigste Investor. Umgekehrt ist Russland der drittgrößte Handelspartner der EU. Die Zufuhren Russlands in die EU bestehen hauptsächlich aus Erdöl, Erdgas und anderen Rohstoffen. Aus der EU werden vorrangig Maschinen, Transportausrüstung, landwirtschaftlichte Erzeugnisse und Textilien nach Russland exportiert.

Doch auch nach diesen vielen verabschiedeten Abkommen gibt es immer noch erhebliche Meinungsverschiedenheiten zwischen der EU und Russland. So wünscht sich die EU ein Russland mit noch mehr ähnlichen Interessen in politischen, energiepolitischen und besonders in menschenrechtlichen Bereichen.

In energiepolitischen Bereichen ist die EU besonders an einer Kooperation für Energiesicherheit und Energieeffizienz interessiert. Hierbei geht es auch um den Klimawandel wie der deutsche Außenminister bei seinem letzen Besuch in Moskau sagte: „Nur wenn wir unsere technologischen Kompetenzen bündeln, werden wir in der Lage sein, die Größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts, den Klimawandel zu meistern.“

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Russland und die EU stehen somit am Anfang eines Fundaments gemeinsamer Interessen und einer großen Partnerschaft.

II. Die Bewältigung der Kaukasuskrise durch die EU und Russland

Nach Ausbruch des Georgienkonflikts und der Anerkennung der Unabhängigkeit der beiden georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien, rief der EU-Ratspräsident Nicolas Sarkozy am 13. August 2008 sofort eine außerordentliche Tagung des EU-Rates ein.

Der Rat zeigt sich sehr besorgt über den Konflikt in Georgien und erinnert daran, dass derartige militärische Aktionen keine Lösung sind. Zur Bewältigung der Krise stellt der Rat sofort einen Sechs-Punkte-Plan auf, der lautet:

(1)   keine Anwendung von Gewalt;

(2)   endgültige Einstellung der Kampfhandlungen;

(3)   freier Zugang für humanitäre Hilfe;

(4)   die georgischen Streitkräfte müssen sich auf ihre gewöhnlichen Standorte zurückziehen;

(5)   die russischen Streitkräfte müssen sich auf die Linien zurückziehen, an denen sie sich vor dem Ausbruch der Feindseligkeiten befunden haben.

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(6)   Aufnahme internationaler Gespräche über die Modalitäten für die Sicherheit und die Stabilität in Abchasien und Südossetien.

In den Jahren 1992/93 wurde in Georgien ein Bürgerkrieg ausgelöst, da Russland die Unabhängigkeit der georgischen Provinzen Abchasien und Südossetien anerkannt hatte. Daraufhin erhielt die OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) in Georgien ein Mandat.

Aufgabe dieses Mandates war und ist es, eine friedliche Lösung des Konfliktes um Südossetien und Abchasien zu vermitteln und Georgien beim inneren Reformprozess zu unterstützen.

Aufgrund des aktuellen Konfliktes wurde am 19. August die Erhöhung der OSZE-Mitarbeiter durch Rat der OSZE beschlossen, um der friedlichen Beilegung des Konfliktes besser mitzuwirken.

Da sich die Konfliktparteien nicht an den Sechs-Punkte-Plan hielten, rief der EU-Ratspräsident am 1. September 2008 eine weitere außerordentliche Tagung des Europäischen Rates ein.

Die Schlussfolgerungen des Rates ergaben folgende wichtige Punkte:

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