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Karto Teil 2 .doc

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Faculty
Environmental Science
Discipline
Geo Sciences
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University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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WS 2008
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1)           Arten der Informationsdarstellung

Die klassische Form kartographischer Darstellung war und ist die Karte auf einem materiellen Träger. Sie ist aber nicht immer das Endprodukt, sondern kann auch ein Zwischenprodukt sein. Durch Einsatz von Computer- und Multimedia-Techniken stehen heute folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Nach der Form der Erscheinung
  • Nach der Art der Daten

Arten – Begriff

  • Präsentation/Ausgabe von Kartenmodellen in graphisch-analoger Form auf Trägermaterial oder am Bildschirm.

 

Erscheinungsform:

  • Materiell – real: (Papier, Folie) – permanent
  • Immateriell – virtuell. (Bildschirmkarte) - flüchtig

 

Datenform:

Graphisch: Paperkarten, Bildschirmkarten

Digital: Tabelle (Liste, Datenbank)

Wandel der Erscheinungs- und Datenform möglich:

  • Virtuell – real
  • Analog - digital

 

Begriff:

·        Regelfall kartographischer Darstellungen

·        maßgebundenes, strukturiertes Modell räumlicher Bezüge

·        i.w.S. digitales, graphikbezogenes Modell

i.e.S. graphisches Modell

Merkmale:

Erscheinungsform: Papierkarte, Bildschirmkarte

Datenform: graphisch-analog

Geometrie: senkrechte Parallelprojektion auf Horizontalebene

Graphik: Signaturen mit definierter Bedeutung

 

Gruppierung:

·        topographische Karten

·        thematische Karten

 

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·        ebene, perspektivische, zeichnerische, bildhafte Abbildungen in wesentlichen Merkmalen (z.B. Geometrie, Abstraktionsgrad)anders als Kartenmodelle

Merkmale:

Erscheinungsform: materiell (Papier, Kunststoff..), virtuell

Datenform: graphisch-analog, digital

Geometrie: variabel >Parallel-, Zentralprojektion

Graphik: vielfältig: Signaturen, bildhafte Strukturen..

Gruppierung:

2D: parallel-, zentralperspektivische Abbildung auf horizontale, schräge, vertikale Bildebene

3D: perspektivische Abbildungen > 3D-Visualisierung

Begriff: digitale Objekte (Landschafts)modelle: (Dom, Dlm)

·        digitale, graphikfreie Modelle des Georaums

·        maßstabslose, ungeneralisierte Darstellung“>Primärmodell

Merkmale:

Erscheinungsform: virtuell

Datenform: digital (alphanumerisch)

Geometrie: senkrechte Parallelprojektion auf Horizontalebene

Graphik: „graphikfrei“

Gruppierung:

digitales Landschaftsmodell (DLM) der Landesvermessung

digitale Fachmodelle (DFM

Der Objektbereich VERKEHR umfasst in Form von Vektorgrafik mit Attributen flächendeckend für Österreich folgende Elemente:

·        Straßen

·        Wege

·        Schienenbahnen und Liftanlagen

·        Flughäfen und Flugplätze

·        hrverbindungen

·        Stromleitungen

 

Darüber hinaus sind auch die koordinativen Bezugspunkte von Verkehrsobjekten (POI -Pointsof Interest) aus den Bereichen:

·        Bahnen

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·        Schiffsverkehr

·        Anlagen und Bauwerke für Verkehr, Transport, Kommunikation und Versorgung

Strukturierung:

Die in der Natur- bzw. Kulturlandschaft auftretenden topographisch relevanten Gegebenheiten werden durch Objekte beschrieben. Jedes dieser Objekte ist geometrisch begrenzt und wird durch Attribute ergänzt.

Gleichartige Objekte werden zu Objektarten zusammengefasst. Mehrere verwandte Objektarten bilden jeweils Objektgruppen, aus denen als höchste Ebene dieser Begriffshierarchie die Objektbereiche entstehen.

Entstehung:

Erfasst werden die Koordinaten der Achsen der Verkehrswege, Lagebezugspunkte bei punktförmigen Objekten, Umgrenzungspolygone (z.B. Flugplatzbegrenzungen) sowie zusätzliche Attribute wie Name, Kurzbezeichnung, Lage und andere Verfahren für die Datenerfassung sind die digitale photogrammetrische Auswertung von Luftbildern und Digitalisierung von digitalen Orthophotos .

Qualität:

Das DLM ist grundsätzlich maßstabsfrei, die geometrische Genauigkeit der Informationen ist jedoch abhängig von der Genauigkeit der Erfassungsgrundlage und –methode.

Die Standardabweichung beträgt derzeit ±3 m.

 

Verfügbarkeit:

Schiffstation und Verkehr sind flächendeckend komplett verfügbar.

 

 

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·           digitale, graphisch strukturierte Kartenmodelle aus DlM

·           maßstabsbezogene, generalisierte Darstellung: Sekundärmodell

Merkmale:

Erscheinungsform: virtuell, materiell

Datenform: graphisch (analog), digital (alphanumerisch)

Geometrie: senkrechte Parallelprojektion auf Horizontalebene

Graphik: Signaturen mit definierter Bedeutung

Gruppierung:

·        keine allgemeinen DKM, vereinzelt, allenfalls projektbezogen
Grund: Probleme der automatisierten Modellbildung

·        Landesvermessung: Ersatz durch teilgeneralisierte Digitale Topographische Karte (DTK)

2)           Kartennutzung

Definition:

Gesamtheit der Verfahren und Vorgänge zur zielorientierten Anwendung von Karten und der damit verbundenen Informationsentnahme aus Karten zur Lösung raumbezogener Fragestellungen.

Kartenauswertung:

  • Visuell-kognitiven Prozesse zur Informationsentnahme aus der Karte durch den Kartennutzer
  • Durch Kartenanalyse – der Kartennutzer gewinnt qualitative und quantitative Fakten aus der Karte

 

Kartographische Kommunikation – Arten:

Gliederung der Kartennutzungsverfahren nach Intensität (intensiv) der Beschäftigung der Karte.

Kartenlesen:

  • Gedankliche Entnahme expliziter Semantik, Lage von Geoobjekten – Elementaranalyse.
  • Elementarer Vorgang der Transformation (Umdeutung) der Kartengraphik in Vorstellungen der georäumliche Realität.

 

Karteninterpretation:

Systematische Erschließung von Karteninhalt und deren fachliche Deutung.

 

Kartometrie:

Messung geometrischer Größen in Karten zum Zweck ihrer Nutzung.

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Semantik: nennt man die Theorie oder Wissenschaft von der Bedeutung der (sprachlichen) Zeichen.

Als Kartometrie wird die Messung und Übertragung (Kartierung) geometrischer Größen (Strecken, Flächen, Winkel) auf thematischen und topographischen Karten bezeichnet.

Nutzungsmethoden:

Kartenlesen: Überblicksorientierung, Problemorientierung

Kartenauswerten: Kartenvergleichen, Kartometrie, Kartenumarbeitung

Karteninterpretation: räumliche Verteilung, räumliche Struktur, räumliche Prognose

Der Umgang mit Karten wird allgemein als Kartengebrauch oder Kartenbenutzung bezeichnet. Die Kartenauswertung lässt sich beschreiben nach ihrem Zweck und nach der – damit häufig verbundenen – Art des methodischen Ansatzes.

Kartographische Kommunikation – Methodische Struktur:

  1. Ebene: Datenaufnahme durch Kartenlesen bzw. Kartenmessen (Kartometrie)
  2. Ebene: Identifikation der Einzelobjekte – Wahrnehmung

 

Wahrnehmung ist dort möglich wo die Daten präsent sind. Die Geschwindigkeit ist abhängig von der Informationsdichte.

  1. Ebene: Vergleich bzw. Herstellung eines Bezugs

o   Vergleich der Produkte mit der Wirklichkeit

o   Vergleich einer Karte mit einer anderen Ausdrucksform

o   Vergleich einer Karte mit einem anderem Medium

o   Vergleich der Visualisierung eines Elementes

  1. Ebene: Deuten der Daten – Karteninterpretation

 

Ist die höchste Stufe der Kartenauswertung.

 


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