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Karto Teil 1 (Page 3).doc

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Faculty
Environmental Science
Discipline
Geo Sciences
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Summary
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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WS 2008
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Geo Sciences

Karto Teil 2
1) Arten der Informationsdarste­llung Die klassische Form kartographischer Darstellung war und ist die Karte auf einem materiellen Träger. Sie ist aber nicht immer das Endprodukt, sondern kann a

Zwischen solchen Qualitäten können geordnete Beziehungen bestehen oder es gibt eines vereinbarte Bedeutungsskala. Solche Merkmale spielen bei begrifflicher Generalisierung eine Rolle.

Quantität – ist die gewöhnlich durch Zahlen dargestellte Angabe von Menge, Wert, Intensität, Größe, ... und damit die Antwort auf die Frage: Wie viel ist da und dort?

Originale Daten der Erfassung sind entweder diskrete (abzählbare) oder kontinuierliche Werte. Ist die Erfassung einer stetigen Zahl nicht analog sondern eine digitale Anzeige, so liegt eine Diskretisierung des stetigen Wertes vor.

Art der Zahl

Quantitäten
konkrete Einzelwerte statistisch abgeleitete Werte

Absolutzahl

Ursprüngliche oder abgeleitete Zahl der Datenerfassung

Kontinuierlich
(stetig, aus Messungen)

Wetterdaten, Wasserstände

Klimadaten aus Wetterdaten

Diskret (abgegrenzte, aus Zählungen)

Personen, Produkte

Durchschnittseinkommen, mittleres Alter

Relativzahl (Verhältniszahl)

Thematische Verknüpfung von Absolutzahlen

Messzahl (Indexzahl)

Kostenentwicklung (1950 = 100)
eines Produktes der gesamten Lebenshaltung

Gliederungszahl

Altersgliederung der Bevölkerung in %
im Zählbezirk (Gemeinde) im Staatsgebiet

Beziehungszahl
Personenbezug

Patienten je Arzt
in der Einzelpraxis im Bereich der Ärztekammer

Flächenbezug

Baulandpreis je m²
für einzelnes Grundstück Richtpreis für Baugebiet

Sachbezug

Jahresumsatz je
für ein Produkt für gesamte Branche

Bsp. Bevölkerungsveränderung 1991-2001

Im Einzelnen ergibt sich bei der Skalierung von vorwiegend statistischen Zahlen:

Die Nominalskala – besteht aus einer willkürlichen, nicht eindeutigen Reihenfolge zB Personenzahl in Gruppen wie Berufen

Die Rangskala – beruht auf einer geordneten Reihenfolge zB nach Lebensalter

Die Intervallskala – weist gleiche Skalenabstände, jedoch einen willkürlichen Nullpunkt auf zB Temperaturangabe in C°

Die Verhältnisskala ist eine Intervallskala mit absolutem Nullpunkt zB Temperatur in K.

8)           Der zeitliche Bezug (mit je 3 Bsp.)

 

Diese Angabe beschreibt das zeitliche Verhalten eines Objektes und ist daher die Antwort auf die Frage: Wann war das Objekt wo und wie?

 

Streng genommen enthalten alle Objekte eine dynamische Komponente, doch bringt eine kartographische Wiedergabe vorzugsweise entweder:

 

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oder

Das sich Ändernde – dynamische zum Ausdruck

Statisches Verhalten bedeutet die Konstanz der Erscheinungen und Sachverhalte in Bezug auf Geometrie und Substanz. Die kartographische Darstellung hat den Charakter einer Momentaufnahme wie dies vor allem für topographische Karten gilt.

Dynamisches Verhalten bewirkt die kartographische Wiedergabe geometrischer und substantieller Veränderungen (zB Strömungen, Stadtentwicklung), meist in bestimmten thematischen Karten.

Das Interesse am Zeitbezug richtet sich in vielen Fällen nicht so sehr auf die zeitliche Datierung, sondern mehr auf die räumliche Veränderung – Genese, die das Objekt in einem bestimmten Zeitabschnitt erfährt.

Es geht entweder um Ortswechsel des gesamten Objektes (zB Vogelflug) und die Angabe des dabei benutzen Weges oder nur um eine Änderung der Objektausdehnung (Küstenlinie).

Kombinationen der geometrischen, semantischen, temporalen Objektmerkmale ergibt spezifische Strukturen kartographischer Informationen und Darstellungsweise.

zB Ausprägung einer topographischen Karte

  • qualitative Diskreta vorherrschend, Kontinuum Relief
  • hauptsächliche statisches Objektverhalten
  • ähnliche Graphikmerkmale

 

zB Ausprägung einer thematischen Karte

  • variantenreiche Objektmerkmale
  • vielfältige Kombinationsmöglichkeiten
  • statisches vs. dynamisches Objektverhalten

 

 

9)           Allgemeiner Modellbegriff und Modellmerkmale in der Kartographie

 

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Kartographische Modelle – Begriffbestimmung

  • Wissenschaftliche Arbeitsmittel
  • Strukturneuerung der komplexen Realwelt durch Reduktion und Abstraktion
  • Nachbildung der Wirklichkeit durch verbale Formulierungen, mathematische Beziehungen, graphische Darstellungen, körperliche Nachbildungen

 

Ziel ist es:

  • Leichteres Verständnis/Begreifen der Realswelt – Erkenntnisgewinnung
  • Modelle stets für bestimmte Anwender, Zweck, Maßstab und Zeitpunkt

 

Prozess:

Vorgang: Reduktion, Abstraktion der Realwelt durch Transformation georäumliche Wissens in Kartenmodell im Rahmen abgebildeter Prozesse der kartographischen Informationsverarbeitung – Kodierung von Geoimformation

Methodik: Modellerzeugung nach Grundsätzen sinnvoller Informationsdarstellung durch gedankliche Konzeptionierung und praktisch-technische Realisierung bei wechselseitiger Beeinflussung beider Bereiche.

Ergebnis: analoges choreographisches Raummodell – Karte

Modellbildung – Ausprägung:

Für die Modelle ergibt sich im klassischen Ablauf von Entstehung und Gebrauch eine typische Modellfolge:

Das Primärmodell ist das Ergebnis der Erfassung, der Unwelt durch den Fachmann

 

Das Sekundärmodell ergibt sich aus der Umsetzung des Primärmodells in das Darstellungsmodell des Kartographen. (digitale/analoge Karte)

 

Das Tertiärmodell entsteht beim Benutzer als Vorstellungsmodell durch die Auswertung des Sekundärmodells. (individuell)

 

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  • Datenmodell aus überwiegend originärer, ergänzend sekundärer Datenerfassung von Geoobjekten
  • Vollständige graphikfreie alphanumerische Repräsentation der Realwelt

 

Verarbeitungsstufe Geodaten:

Selektion – Erfassungsgeneralisierung

Strukturierung – Datenmodellierung

Sekundärmodell:

  • Sekundäres graphikorientiertes Datenmodell aus Primärmodell
  • Graphisch Repräsentation der Realwelt/räumlicher Bezüge hauptsächlich in choreographisch-analoger Form – Karte

 

Verarbeitungsstufe Geodaten:

  • Signaturierung – Symbolisierung
  • Strukturierung – geometrische/graphische Generalisierung

 

Tertiärmodell:

  • Tertiäres mentales Modell des Georaums/räumlicher Objekte/Bezüge aus Sekundärmodell – kognitive Karte = mentale Repräsentation räumlichen Wissens

Verarbeitungsstufe Geodaten:

  • Auswertung
  • Interpretation
  • Handeln
  • ...



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