Fragenkatalog
Kartographie
1)
Begriffe
und Aufgaben der Kartographie und wissenschaftliche Grundlagen
Die Kartographie ist ein Fachgebiet,
das sich befasst mit dem Sammeln, Verarbeiten, Speichern
und Auswerten raumbezogener Informationen.
Die kartographischen Techniken sind
immer mehr mit den Nachbargebieten verzahnt. Sie verschaffen dem Benutzer über
Datennetze raumbezogene Informationen.
Nachbargebiete:
- Geowissenschaften
- Geoinformatik
- Geodäsie
- Geographie
- Fernerkundung
- Kognitionswissenschaft
Definition: Topographische
Teilgebiete der angewandten
Kartographie, das sich der mit der Herstellung analoger und digitaler
topographischer Karte und der Fortführung befasst. Ist eine Kartenart, in der
alle für die Orientierung und Tätigkeit des Menschen im Gelände notwendigen
Gegebenheiten der Erdoberfläche entsprechend dem Kartenmaßstab wiedergeben ist.
Siedlungen, Verkehrswege, Gewässer, ... bilden den Hauptinhalt topographischer
Karten, welche durch Kartenschrift erläutert sind.
Definition: Thematische
Sie bringen auf einer inhaltlich,
entsprechend reduzierten und überarbeiteten topographischen Grundlage spezielle
Themen zum Ausdruck, die auf ganz bestimmten Aussagezwecken abgestimmt sind Die
Gestaltung und Nutzung von thematischen Karten nennt man Modellierungsprozess.
Vor allem hinsichtlich wo Kartengestaltung, Herstellungs- und
Herausgabetechnologien zu lösen sind.
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Die Kartographische Darstellung
gibt es schon seit langer Zeit, dennoch hat sie sich erst relativ spät aus einem
Hilfsmittel zur Erforschung der Erde, zur Abgrenzung privaten Besitzes und
politischer Zuständigkeit, zur Landnutzung sowie für den Verkehr und für
militärische Operationen zu einem eigenständigen Wissenszweig entfaltet.
Gliederung:
Karteninhalt. Topographische
und Thematische Kartographie
Methodik/Technik: Praktische
und Theoretische Kartographie
Stoffgebiet: Allgemeine
und Angewandte Kartographie
Herkunft/Zweck: Amtliche
und Gewerbliche Kartographie
Allgemeine
Kartographie: erstreckt
sich auf das Basiswissen und den methodischen Kern des Fachgebietes. Weiteres
vereint sie Theorie und Praxis.
Angewandte
Kartographie: bedingt
sich von der allgemeinen Kartographie, indem sie für die jeweilige Anwendung
die zweckmäßigen Varianten entwickelt.
Kernziele:
Erzeugung von kartographischen
Darstellungen digital oder graphisch – damit der Benutzer eine Vorstellung der
vergangen, gegenwärtigen und geplanten Raumwirklichkeit gewinnt.
Grundlage:
Wissenschaftliche Erkenntnis,
methodische Möglichkeiten, technische Erneuerungen, ....
Die Anwendungsfelder sind breit
gefächert.
Die wichtigsten: = Funktion
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Hauptfunktionen von Karten sind
demnach:
Darstellungsmittel: Information,
Bildung
Orientierungsmittel: Navigation
Verwaltung- und Planungsmittel: Entscheidungen
Forschungsmittel: Wissenschaft
Propagandamittel: Beeinflussung
Produktionsmittel: Kartenentwurf
Wofür Karten:
- Menschliche Orientierung
- Dokumentation der Umwelt
Visualisierung räumlicher Objekte.
Die Karte ist eine maßstäblich
verkleinerte, generalisierte und erläuterte Grundrissdarstellung von
Erscheinungen der Erde und anderem.
In der Kartographie wird der
Objektbegriff unterschiedlich verwendet:
Kartenobjekt logische
Einheit in der georäumliche Daten(Attribut) zusammengefasst sind, die in der
Karte durch ein Zeichen repräsentiert werden. Sie verfügen mindestens über ein
geometrisches und ein inhaltliches Attribut.
Differenzierung
von Zeichen geometrisch
werden Objekte in der Karte durch ihren individuellen Grundriss abgebildet.
Inhaltlich werden Objekte durch
Merkmale der zugehörigen Klasse repräsentiert. zB durch Merkmale der Klasse
Wald und nicht individuelle Merkmale der jeweils repräsentierten Waldfläche. In
Karten werden nicht Strukturen realer Objekte, sondern deren gedanklichen
abgeleiteten invarianten Merkmale in Form von Begriffen repräsentiert.
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Prozess
der Objektbildung: Nutzung/Verarbeitung/Kommunikation
von Objekten erfordert deren Ordnung durch Schema.
Allgemeine Kartenmerkmale:
Analog:
- Materielle Karte
- Material Papier, Folie
- Kartendruck – permanente Karte
Digital:
- Immaterielle Bildschirmkarte
- Digitaler Datensatz
- Bildschirmanzeiger – flüchtige
Karte
2)
Begriffe
und Arten der Kommunikation/der Kommunikationsprozess der Kartographie
Kommunikation dient zur
Informationsübertragung unter Menschen. Wichtig für ein besseres Begreifen der
Umwelt, das die einzelnen Objekte durch Bildung von Klassen, Arten, Gattungen,
Typ, usw. einem Ordnungsschema unterworfen werden.
Information heißt Mitteilung,
Nachricht.
Eine Kommunikation zwischen
Kommunikatoren ist entweder eine:
Duplexkommunikation (dialogisierend): als wechselseitige, sich
gegenseitige beeinflussende Beziehung
oder
Simpexkommunikation
(diagnostizierend):
als einseitige Erfassung, Beobachtung, Analyse oder Erkenntnis der Außenwelt.
Entstehung und Gebrauch
kartographischer Darstellungen sind ihrem Wesen nach spezielle Kommunikationsprozesse.
Sie sind typische Mittel menschlicher Kommunikation über räumliche Strukturen
der Unwelt.
Der Kartograph ist innerhalb
eines Kommunikationsnetzes einerseits ein Empfänger und andererseits ein
Sender von Informationen.
3)
Informationstheorie/Arten
der Informationsdarstellung
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Die Entwicklung der Informationstheorie
vollzog sich zunächst auf einer mathematisch-technischen Grundlage, die vor
allem für die Nachrichtentechnik geeignet war.
Für die Informationsverarbeitung sind
folgende Definitionen üblich:
- Zeichen (ein Element aus einer
Darstellung)
- Signal (physikalische Darstellung
von Nachrichten)
- Daten (Zeichen oder analoge
Daten)
Es wird einer zum Sender und der
andere zum Empfänger. Störquellen von außen können dem Empfänger von
Nachrichten beeinflussen, wie auch eine falsche Aufnahme des Empfängers.
Arten der Informationsdarstellung:
Analog (graphisch) + digitale
- Materielle (real) Präsentation
(Kartenbildung)
- Virtuelle Darstellung
(Bildschirmkarten)
- Latente (nicht wahrnehmende) Form
(belichteter Photofilm)
- Digitale Wiedergabe – zB bewegte
Darstellung (Animation) in Form von zB Filmen
Karten lassen sich durch technische
Prozesse in reale Karten, digital in analoge Darstellung und umgekehrt
umwandeln.
4)
Zeichentheorie/Kartosemiotik
Eine wechselseitige Kommunikation ist
nur dann sinnvoll, wenn beide die Zeichen und ihre Bedeutung verstehen.
Die Zeichentheorie
unterscheidet zwischen die folgenden Betrachtungsweisen als sog.
Zeichendimensionen:
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