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Kalat -Biological Psychologie Übersetzung Kapitel 3 (Page 2).doc

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Faculty
Social Science
Discipline
Psychology
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University, School
Universität Landau
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Pritzel
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Psychology

Zimbardo
Psychologie Zimbardo Kapitel 1: Mental = Arbeit menschlichen Geistes (private, innere Ereignisse) Kogitionswissensch­aft = gehört Psychologie dazu Sozialwissenschaft­ = Prozesse im Gehir

Transport und Lagerung von Transmittern

Viele Transmitter werden ja direkt am präsynaptischen Terminal hergestellt, daher kein Transport. Sie werden meist in Vesikeln gelagert. Diejenigen, die im Zellkörper produziert werden, wandern mit einer Geschwindigkeit von 1mm pro Tag bis 100 mm pro Tag durch die Axone.

In manchen Fällen so scheint es, häufen Neuronen einen Überschuss an Transmittern an. Neuronen, die Serotonin, Dopamin oder Norepinephrin abgeben, beinhalten ein Enzym (Monoaminooxidase = MAO), das diese Transmitter in inaktive Chemikalien spaltet. Das scheint auf den ersten Blick seltsam, wir werden allerdings beim Thema der Depressionen und Antidepressiva darauf zurückkommen.

Abgabe und Diffusion von Transmittern

Wenn ein Aktionspotenzial das Ende eines Axons erreicht, lässt nicht das AP selbst die Transmitter frei. Die Depolarisierung öffnet spannungsabhängige Calcium-Ionen-Kanäle in der präsynaptischen Zelle und innerhalb von 1-2ms nachdem das Calcium in die präsynaptische Zelle eintritt, verursacht es eine Exozytose – Abgabe von Neurotransmittern in Explosionen vom präsynaptischen Neuron in den synaptischen Spalt der dieses Neuron vom postsynaptischen Neuron trennt.

Ein Aktionspotenzial schafft es oft nicht Transmitter freizusetzen und wenn doch, dann variiert die Menge.

 

Kapitel 3.3

 

SYNAPSEN, DROGEN und ABHÄNGIGKEIT

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-         im Hirn werden die ganze Zeit Substanzen produziert, die Drogen ähneln

-         Drogen arbeiten meist an der Synapse

-         Die meisten Drogen stammen von Pflanzen. Diese produzieren solche Wirkstoffe einerseits um Fressfeinde abzustoßen und um ihre Fortpflanzung zu gewährleisten à unser Gehirn stimmt zu 97% mit dem von Säugetieren überein à gleicher Effekt für uns

ARTEN VON MECHANISMEN

-         Drogen wirken an der Synapse entweder hemmend oder fördernd

-         Antagonist = Droge, die den Effekt des Neurotransmitters blockt

-         Agonist = Droge, die den Effekt des Neurotransmitters imitiert

-         „mixed agonist-antagonist“ = entweder einerseits ein Antagonist für einen Effekt und ein Agonist für einen anderen ODER je nach Dosierung Agonist bzw. Antagonist

-         Einfluss von Drogen auf die Synapse:

·         Erhöhung oder Absenkung der Synthese von Neurotransmittern

·         Platzen der Vesikel/Austreten des NT aus dem Vesikel

·         Erhöhung der Ausschüttung

·         Hemmung der Wiederaufnahme

·         Blockieren der Aufspaltung

·         Ansetzen am postsynaptischen Rezeptor (Curare = Postsyn. Rezeptorblocker)

-         Eine Droge hat eine Zugehörigkeit zu einem Rezeptor (Schlüssel-Schloss-Prinzip)

-         Eine Droge hat eine Wirksamkeit, d.h. ihre Tendenz den Rezeptor zu aktivieren

-         Menschen variieren in der Wirkung von Drogen à Varianz in der Zahl der Rezeptoren etc.

 

WAS MISSBRAUCHTE DROGEN GEMEINSAM HABEN

 

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Experiment: James Olds und Peter Milner (1954)

* Elektrode ins „Septum“ einer Ratte

* Verhalten veränderte sich, so als würde sie einem vorteilhaften Reiz nachgehen

* Selbst-Stimulation im Hirn durch Hebel in Box à bis zu 2000 Hits pro Stunde

später: viele Areale gefunden, für deren Stimulation es sich bei Ratten lohnt zu arbeiten

à große Gemeinsamkeit der Areale: ihre Axone führte zur Freisetzung von Dopamin im Nucleus Accumbens

-         wenn man die Areale lange stimuliert und so viel Dopamin ausschüttet, entleert sich der Dopaminvorrat und die Verstärkung geht zurück

Dopaminaussschüttung durch: sexuelle Erregung, Glücksspiel, Videospiele – besonders bei Gewohnheitsspielern

Fast alle missbrauchten Drogen führen zur Ausschüttung von Dopamin und Norepinephrin.

Hierfür sind allerdings Rezeptoren notwendig, wer die nicht hat, hat auch keine Verstärkung.

Kent Berridge und Terry Robinson fanden 1998 heraus, dass es davon abhängt wie sehr man etwas will – nicht wie sehr man etwas mag – um dafür vom Nucleus Accumbens mittels Dopamin belohnt zu werden.

Etwas das man will, reißt die Aufmerksamkeit auf sich. Drogen haben eine enorme Fähigkeit die Aufmerksamkeit des Verbrauchers auf sich zu lenken, auch wenn die Droge an sich nicht mehr durchweg wohltuend ist.

 

 

EIN ÜBERBLICK ÜBER DROGEN

 

AUFPUTSCHMITTEL

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Aufputschmittel erhöhen die Erregung, Aktivität und Wachsamkeit, heben die Stimmung und hemmen die Müdigkeit.

Amphetamine stimulieren Dopaminsynapsen indem sie die Ausschüttung von Dopamin im präsynaptischen Terminal anregen.

Dopamintransporter nehmen das Dopamin normalerweise wieder auf.

Amphetamine drehen die Wirkung jedoch um, sodass die Zelle weiter Dopamin abgibt, anstatt es wieder aufzunehmen.

Amphetamine wirken unspezifisch: sie führen auch zur Ausschüttung von Norepinephrin, Serotonin und einigen anderen Transmittern.

Kokain blockiert die Wiederaufnahme von Dopamin, Norepinephrin und Serotonin, daher verlängert es ihre Effektivität. Dopamin beeinflusst das Verhalten hier am meisten. Die Effekte des Kokainkonsums ähneln der Wirkung von Amphetaminen.

Kokain und Amphetamine erhöhen so die Ansammlung von Dopamin im synaptischen Spalt. Da das Dopamin jedoch ausgewaschen wird, kommt es zu einem „crash“ in einen depressiveren Zustand.

Kokain und Amphetamine führend zu schlechterer Lernleistung und höherer Impulsivität. Kokain verändert weiterhin die Durchblutung und kann so zu Schlaganfällen und Epilepsie führen.

 

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Bei Retard-Präparaten ist dieser Anstiegs- und Abfallprozess noch langsamer. Dadurch produziert MPH keinen plötzlichen Rausch. Bei falscher Dosierung und Anwendung (z.B. durch Injektion) kommt es zu den gleichen Wirkungen wie bei Kokain.

Ganz im Gegenteil zu den allgemeinen Erwartungen führt der kontrollierte Konsum von MPH in der Kindheit nicht zu höherem Suchtrisiko im weiteren Verlauf. Viel mehr mindert er das Risiko abhängig zu werden.

MDMA ~

NIKOTIN ~


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