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Kalat -Biological Psychologie Übersetzung Kapitel 3 .doc

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Psychology
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Universität Landau
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James W. Kalat – Biological Psychology

Kapitel 3

Kapitelschwerpunkte:

3.1 Konzept der Synapse: Bestandteile der Synapse, IPSP, EPSP, Neuron als Entscheidungsfinder

3.2 Chemische Vorgänge der Synapse: Chemische Transmitter, Sequenz der chem. Transmitter, Neurotransmitter & Verhalten

3.3 Synapsen, Drogen und Sucht: Typen von Mechanismen, Was missbrauchte Drogen gemeinsam haben, Alkohol & Alkoholismus, Umfrage über Drogenmissbrauch, Sucht, Medikation als Kampf gegen Substanzmissbrauch, Drogen & Verhalten

Hauptideen:

1.      An einer Synapse setzt das Neuron Neurotransmitter (z.B. Acetylcholin) frei, die eine andere Zelle anregen oder hemmen oder die Antwort in anderes Input umwandeln.

2.      In den meisten Fällen produziert ein einzelnes Freisetzen von Neurotransmittern nur eine Antwort unterhalb des Schwellenwerts in der antwortenden Zelle.

Diese Antwort summiert sich mit anderen Antworten unterhalb des Schwellenwerts um zu bestimmen, ob ein Aktionspotenzial ausgelöst wird oder nicht.

3.      Übermittlung an Synapsen durchläuft viele Stufen und eine Störung in einer dieser Stufen, kann das Ergebnis verändern.

4.      Nahezu alle Drogen, die das Verhalten oder Erleben verändern, wirken an den Synapsen.

5.      Nahezu alle missbrauchten Drogen erhöhen die Dopaminausschüttung in bestimmten Hirnarealen.

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Kapitel 3.1

Die Eigenschaften der Synapse

Charles Scott Sherrington

1857 – 1952

Versuch:

Hund in ein Geschirr gespannt und am Fuß gepitscht. woraufhin der Hund die Pfote innerhalb von weniger als einer Sekunde hochzog und die anderen 3 Beine durchstreckte. Sherrington trennte nun das Rückenmark vom Gehirn. Die Reaktion des Hundes veränderte sich aber nicht, wurde sogar etwas stärker.

Daraus folgten drei Beobachtungen:

a)     Reflexe sind langsamer als Leitungen am Axon

b)    Einige schwache Stimuli zu leicht verschiedenen Zeitpunkten oder Orten gegeben produzieren stärkere Reflexe als ein einzelner Reiz es tut.

c)     Wenn ein Muskelapparat angeregt wird, entspannt sich ein anderer.

Er folgerte außerdem, dass ein Prozess die Betriebsgeschwindigkeit des Reflexes verlangsamte und vermutete dass die Verzögerung an der Stelle wo ein Neuron mit dem Anderen kommuniziert auftritt.

à Synapse!

Temporale/zeitliche Summation

Innerhalb einer kurzen Zeit wiederholte Reize kumulieren und können so addiert ein AP auslösen.

(Sherrington pitschte den Hund einige Male sehr schwach à Reflex/Reaktion)

Postsynaptisches Neuron: die Zelle, die eine Nachricht empfängt

Präsynapitsches Neuron: die Zelle, die eine synaptische Übertragung überbringt)

 

EPSP: exzitatorisches postsynaptisches Potenzial (Depolarisation)

à Natrium tritt in die Zelle ein

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IPSP: inhibitatorisches potsynaptisches Potenzial (Hyperpolarisation)

à Chlorid-Einstrom, Kalium tritt aus

à hemmende Synapse

Räumliche Summation

Wenn von mehreren Synapsen zur gleichen Zeit erregende bzw. hemmende Potentiale im Neuroneintreffen, so werden diese summiert, wobei es am Axonhügel zur Entstehung eines Aktionspotentials kommt, wenn die Summe der eintreffenden Potentiale einen Schwellenwert übersteigt.

(Sherrington pitschte den Hund an zwei Stellen zur gleichen Zeit sehr schwach à Reaktion/Reflex)

Beziehung zwischen IPSP; EPSP und AP

EPSP und IPSP konkurrieren an den Synapsen und lösen so Aktionspotentiale aus oder eben nicht.

Zusammenfassung:

1.)   Die Synapse ist der Ort der Kommunikation zwischen zwei Neuronen. Sherrington’s Beobachtungen von Reflexen ermöglichten es ihm die Eigenschaften der Synapse abzuleiten.

2.)   Weil Übertragung durch einen Reflexbogen langsamer ist als Übertragung durch ein genauso langes Axon, schloss Sherrington, dass ein Prozess an der Synapse die Übertragung verlangsamt.

3.)   Abgestufte Potentiale (EPSPs & IPSPs) summieren ihre Effekte. Die Summation von gestuften Potentialen zu verschiedenen Zeitpunkten nennt sich zeitliche Summation. Die Summation von gestuften Potentialen an verschiedenen Stellen nennt sich räumliche Summation.

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Ein hyperpolarisieren-des, hemmendes Potential heißt IPSP, ein erregendes, depolarisierendes Potential heißt EPSP.

5.)   Die IPSPs und EPSPs eines Neurons konkurrieren miteinander. Die Balance zwischen den beiden erhöht oder senkt die Frequenz der abgehenden Aktionspotentiale.

Kapitel 3.2

Die Entdeckung der chemischen Übertragung an Synapsen

Elliot ging davon aus, dass chemische Vorgänge in der Synapse zur Übertragung führten, konnte dies aber nicht beweisen.

Loewi hingegen konnte es: Er stimulierte den Vagus-Nerv eines Froschs, sodass sich dessen Herzschlagfrequenz erhöhte. Anschließend entnahm er Flüssigkeit aus dem Herzen und injizierte sie in ein anderes Froschherz. Auch hier erhöhte sich die Herzschlagrate à ein Stoff in der Flüssigkeit indiziert die Erregung! (Adrenalin)

Daraus folgte, dass Nerven mittels chemischer Prozesse kommunizieren.

à neue Medikamente für psychiatrischen Gebrauch!

Die Abfolge chemischer Prozesse an einer Synapse

1.      Das Neuron synthetisiert Chemikalien, die als Neurotransmitter fungieren. Es synthetisiert die kleineren Neurotransmitter in den Axonterminalen und Neuropeptide im Zellkörper.

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3.      Aktionspotenziale wandern das Axon entlang. Am präsynaptischen Terminal ermöglicht ein Aktionspotential, dass Calcium in die Zelle eintritt. Calcium lässt Neurotransmitter von den Terminals frei, sodass diese in den synaptischen Spalt eintreten.

4.      Die freigewordenen Moleküle diffundieren durch den Spalt, docken an Rezeptoren an und ändern die Aktivität des postsynaptischen Neurons.

5.      Die Neurotransmittermoleküle lösen sich von den Rezeptoren. Abhängig vom Neurotransmitter werden sie in inaktive Chemikalien umgewandelt.

6.      Die Neurotransmittermoleküle werden zurück ins präsynaptische Neuron aufgenommen und werden dort recycled oder abgebaut. In manchen Fällen kehren leere Vesikel zum Zellkörper zurück.

7.      Einige postsynaptische Zellen senden Antworten zurück um die weitere Freisetzung von Neurotransmittern zu kontrollieren.

Arten von Neurotransmittern

Neurotransmitter sind Chemikalien, die vom präsynaptischen Neuron in den synaptischen Spalt abgegeben werden und an den postsynaptischen Rezeptor andocken um dort u.U. ein AP auszulösen.

 

Die wichtigsten Arten von Neurotransmittern:

Aminosäuren, Neuropeptide, Acetylcholin, Monoamine, Purine, Gase.

Die meisten Neurotransmitter sind Aminosäuren, Ableitungen von Aminosäuren oder Ketten von Aminosäure.

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