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Jugendrevolte und Flower Power Bewegung .doc

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Human Science
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History
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Gymnasium-Graz
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2007
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Flower Power

und Jugendrevolte

Hippie Allgemein



Als Hippies (abgeleitet von engl. hip = „angesagt“) bezeichnet man Mitglieder einer gegenkulturellen Jugendbewegung, die in den 1960er Jahren entstand und sich an den Lebensstil der Hipster der 1950er Jahre anlehnte.

Die Hippies bestanden im Wesentlichen aus mitteleuropäischen und nordamerikanischen Mittelstandskindern zwischen 18 und 28, aus Auswanderern und Aussteigern, Lebenskünstlern und Bohémiens, Gammlern, Studenten, Expatriates, Drogenkonsumenten und Drogendealern sowie Vagabunden und Clochards.



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Philosophie

Die Hippiebewegung stellte die ihrer Meinung nach sinnentleerten Wohlstandsideale der Mittelschicht in Frage und war bestrebt darin, ein von Zwängen und bürgerlichen Tabus befreites Leben zu führen. Sie lebten nach der Idee von einem humaneren und friedlicheren Leben. Diese Ideale wurden in der Gruppe, oft in ländlichen Kommunen umgesetzt.

Die Hippies waren eine sehr naturbezogene und konsumkritische Gegenkultur.

Die Hippiebewegung fand einen machtvollen politischen Höhepunkt in der Friedensbewegung gegen den Vietnamkrieg und prägte um 1967 das Motto Make love, not war.

Hippies wurden von konservativen Kreisen oft als Gammler, Chaoten und Langhaarige abgestempelt.

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Weit verbreitete Klischees waren; lange Haare, bunte Klamotten, wallende Gewänder, Blumenschmuck, Räucherstäbchen, Haschisch, LSD und Marihuana als Ausdruck - von Popsongs wie "California Dreamin' ", "Surfin' USA" und "Let The Sunshine In" ganz zu schweigen.

Kultur

In dieser Kultur entwickelte sich ein eigener Musik- und Kleidungsstil. Im grafischen Bereich nahm sie Einfluss auf die Plakatkunst und die Gestaltung von Schallplattenhüllen. Hippies fielen vor allem durch ihre auffallenden Batikgewänder mit bunten Farben auf. Die Blumen in ihren Gewändern waren ein Symbol für Friede und Liebe, daher auch ihre Bezeichnung als „Blumenkinder“.

Typisch für die Generation war auch die Einstellung zur „Freien Liebe“ und dem freien Drogengenuss, welcher durch die psychedelische Musik unterstützt wurde.

Ein bekanntes Lied, das direkt auf den Ursprung dieser Kultur und die Blumen Bezug nahm, war der Hit „San Francisco (Be Sure To Wear Some Flowers In Your Hair)“ von Scott McKenzie, der 1967 in Deutschland zwei Monate lang ein Nummer-Eins-Hit war. Vorgänger war der Song „All You Need Is Love“ von den Beatles, der ebenfalls für die Zeit bezeichnend war und sechs Wochen die Hitparade anführte.

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Die Hippieszene ist musikalisch vielfältig. Sie bietet alle Facetten der Rockmusik wie zum Beispiel; Space Rock, Folk Rock, Jazz Rock, Bluesrock.. Besonders wichtig ist jedoch an allen Musikrichtungen die positive Stimmung, die verbreitet werden soll. (für den dt.sprachigen Raum auch Krautrock!)

Entstehung

I. Die San Francisco Bay Area

Neue Kulturen fallen nicht vom Himmel. Sie benötigen Ideen- und Impulsgeber, bestimmte Konstellationen, vor allem aber auch ein geeignetes soziokulturelles Geflecht, um sich entfalten zu können. Das ist besonders wichtig bei Jugendkulturen.

Die Wurzeln der wichtigsten Kulturen der Sechzigerjahre lagen in einem vergleichsweise kleinen, recht überschaubaren Areal. In der am Pazifik gelegenen kalifornischen Großstadt, entstanden vor fast vierzig Jahren in kurzen Abständen zahlreiche Bewegungen, die später auch im alten Europa ihre Kraft zu entfalten begannen:

In wenigen Vororten, Stadtteilen und Straßen der kalifornischen Metropole wurden auf engstem Raum neue Kultur-, Politik- und Lebensformen erprobt, die, zusammengenommen, einen eigenen Jugendstil ausstrahlten. San Francisco war in jenen Jahren das Zentrum der Gegenkultur – Im Stadtteil Haight-Ashbury begann im Sommer 1965 die Hippiebewegung, die der Gegenkultur ein Gesicht gab und die sich über Jahre hinweg als die vitalste Quelle der Popmusik erwiesen hat.

weitere Bewegungen die neben der Hippiebewegung dort entstanden waren;

- die radikale Black-Power-Bewegung, die sich selbst bewaffnete und schließlich drei Jahre später mit Waffengewalt vom FBI zerbrochen wurde;

-Indianerbewegung, die mit einer Besetzungsaktion das Eiland (Alcatraz), jahrzehntelang ein Zuchthaus, für sich zurückforderte;

-Nest der Schwulenbewegung, aus der sogar ein Stadtrat, der 1978 ermordete Harvey Milk, hervorgegangen ist.


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Die Hippiebewegung besaß eine Vorgeschichte, die auf eine literarische Avantgarde zurückging und deren Vorreiter sich vorübergehend in San Francisco ansiedelten. Gemeint sind die Schriftsteller der Beat Generation mit ihren drei Ikonen Jack Kerouac, Allen Ginsberg und William Burroughs.


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Entstanden war die Kerngruppe in New York an der Columbia University, wo sich die drei 1943 kennen lernten.

Ein Freund Kerouacs hatte 1952 in einem Aufsatz die aus dem Zweiten Weltkrieg als Sieger zurückgekehrten GIs als „the beaten generation“, die geschlagene Generation, bezeichnet.

Was Burroughs, Kerouac und Ginsberg im Kontext ihres Schreibens entwickelt hatten, wurde von ihnen an Jüngere weitergegeben.

Es waren vor allem vier Grundelemente, die sie in ihren Experimenten hervorgehoben hatten und die in der zweiten Hälfte der Sechzigerjahre eine zentrale Rolle spielen sollten:

1.      die Geringschätzung materieller Werte und die Bevorzugung des Abenteuers, des geistig-intellektuellen ebenso wie des körperlich-sinnlichen, gegenüber allen Sicherheitsversprechungen einer bürgerlichen Existenz;

2.      die Praktizierung einer triebgesteuerten Sexualität („freie Liebe“) jenseits gesellschaftlicher Normen;

3.      die Erweiterung des Bewusstseins mit Hilfe von Drogen;

4.      die Entdeckung einer neuen religiösen Zugehörigkeit. Sie waren nicht mehr vom Christentum, sondern von Buddhismus und Taoismus inspiriert.

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Die Beatniks bezeichneten nun die jungen Leute, die zu Beginn der Sechzigerjahre in ihren Augen kaum anderes im Kopf zu haben schienen als an Drogen heranzukommen, um sich damit in einen künstlichen Paradieszustand zu versetzen, als junior grade hipsters, Nachwuchshipster, kurz: Hippies.

Damit hatten sie zugleich eine Bezeichnung gewonnen, mit der sie zwei Gruppen von Jugendlichen unterscheiden konnten. Die Anhänger des Rock 'n' Roll von denen der Folksongs, kurz die Folkies. Und die Anhänger der Rockmusik, kurz Hippies.

Die Hippies begannen bald damit, diese Bezeichnung selbst im positiven Sinn zu verwenden. Ein ehemaliger Bewohner der Hippieszene von Haight Ashbury beantwortete zwanzig Jahre nach deren Auflösung die Frage, was unverwechselbar an der Einstellung der Hippies gewesen sei, mit der Feststellung, sie hätten eine Haltung an den Tag gelegt, die man als eine expansiv theatralische Attitüde "of being cool enough to have fun" - etwa: locker genug, um Spaß zu haben - bezeichnen könne.





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III. Die Hippiebewegung in San Franciscos Haight-Ashbury (1965-67)

Nachdem die begüterten, dort ursprünglich lebenden Bewohner vor dem stärker werdenden Autoverkehr aus der Stadt geflohen waren und sich in den Vororten niedergelassen hatten, waren dort Studenten aus der San Francisco State University und Menschen verschiedenster ethnischer Gruppierungen eingezogen: Mexikaner, Chinesen, Russen und Schwarze.

Das war also der Grundstein der für die weitere Entwicklung ausschlaggebend war.

Eine Gruppe junger kreativen Menschen begann zusammen große Happenings zu praktizierten.


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