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John Lockes Staatstheorien .doc

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Social Science
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Political Studies
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Felix Bruns 16.08.2010

Handout zum Referat über John Lockes Staatstheorien

Lebenslauf

  • Der englische Philosoph John Locke lebte von 1632 bis 1704.
  • Locke wurde als Sohn eines Rechtsgelehrten und Gerichtsbeamten in Somerset geboren.
  • Ausbildung an der aristokratischen Westminster School.
  • Er studierte an der Universität Oxford und lehrte später Griechisch, Rhetorik und Moralphilosophie.
  • Earl of Shaftesbury, Führer der Whigs (strebt Wiedergewinnung der Rechte des Parlaments an), holt Locke als Arzt in sein Haus (seit 1667).
  • Der Earl verschafft Locke kleinere Regierungsämter.
  • Als Wilhelm von Oranien als Wilhelm III[1] den Thron besteigt beginnt Locke mit der Arbeit an seinen wichtigsten Werke, die jedoch erst nach der Glorious Revolution[2] von 1688 veröffentlicht werden, darunter: Essay concerning Tolerarion (entstanden 1668); Essay concerning Human Understanding (1671); Two Treatises of Government (seit 1679)
  • Nach der Glorious Revolution von 1688 kehrt Locke in seine Heimat zurück.
  • Besonders "Essay concerning Human Understanding" und die "Two Treatises of Government" verhelfen ihm zur Berühmtheit.
  • Der neue König, Wilhelm III von Oranien, nimmt ihn 1696 bis 1700 ins Handelsministerium auf.
  • Am 28. Oktober 1704 stirbt er in Oates.

  Politische Entwicklung Lockes

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  • Der Mensch ist ein ausgezeichnetes Vernunftwesen.
  • Vernunft bestimmt sein Denken und Handeln (eingeschränkt von "Charakterschwächen").

 

Gleichheit

  • Menschen sind wesensmäßig alle gleich. Gesellschaftliche Rollen oder Verflechtungen werden von gesellschaftlichen Systemen erzeugt, und ändere daran nichts.
  • Vernunftglauben und Gleichheitsprinzip sind die zwei prägenden Eigenschaften des Menschen bei Locke.

Grundrechte & Freiheitsbegriff

  • Im Naturzustand: "Grundlegende Gleichheit freier Individuen"
  • Menschen sind frei, in dieser Freiheit durch Notwendigkeit beschränkt, auch die Freiheit des anderen zu achten: Locke verankert hier eine wichtige Tatsache, nämlich dass der Mensch aus eigener Erkenntnis grundsätzlich bereit ist, in einem friedlichen Miteinander zu leben.
  • Zu Kriegszustand wird Naturzustand erst bei Übertreten der Freiheit anderer.
  • Locke charakterisiert also den Menschen grundsätzlich vollkommen anders als Hobbes.

    Während H. den Menschen nur vom Macht- (Gewalt-) Trieb bestimmt sieht, meint Locke in Natur des Menschen auch Bedürfnisse wie Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Liebe entdeckt zu haben.

Eigentum

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Wechselseitig verpflichtet dies den M. jedoch, die Natur zu bearbeiten.

  • Gott wollte, dass die Menschen arbeiten, also wollte er auch, dass die Menschen Eigentum besitzen.
  • Durch die Bearbeitung wird eben jenes Stück Natur, verbunden mit eigener Arbeitskraft, rechtmäßiges Privateigentum.
  • Jeder Mensch darf jedoch nur so viel Eigentum anhäufen, wie er auch verbrauchen kann.
  • Diese Grenze gilt nicht für Geld, da es nicht direkt von der Natur kommt und nicht verdirbt.

    Das mit der Erfindung des Geldes enorme Machtanhäufungen möglich werden, sieht Locke nicht als soziales Problem.

  • Vertragstheorie & Verfassungsstaat

    • Es fehlt ordnende Institution, die Grundrechte verbürgt.
    • Aus vernünftiger Erkenntnis dieses Missstandes einigen sich alle Menschen, eine Gemeinschaft zu bilden.
    • Die Gemeinschaft hat lediglich die Aufgabe, die gottgegeben Grundrechte Leben, Freiheit und Eigentum zu schützen und zu garantieren. ("Schutzgemeinschaft")
    • Gemeinschaft ist nach Locke eigentlich nur eine logische Konsequenz aus menschl.

      Streben nach Harmonie & Sicherheit.

     

    Verfassungsgesetzgebung

    • Um Schutzfunktion zu erfüllen, hat Staat auch legitime Zwangsgewalt inne.
    • Es ist jedoch peinlich darauf zu achten, dass Staat mit Gewalt nichts anderes als Schutz durchsetzt.
    • Staat erfüllt keinerlei soziale Verantwortung für Bürger! Im Gegenteil, soziale Einmischung wird von L. als Einschränkung der Freiheit des Individuums empfunden (im Gegensaty zu heute).
    • Überhaupt soll staatl. Einmischung, wo immer möglich, verhindert werden.

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    Gewalt schon inbegriffen.

    Gewaltenteilung

    • Gegen Machtmissbrauch schlägt Locke konkurrierende Staatsorgane vor.
    • Weiteres prägendes Element in L. Staatstheorie ist demnach die Aufteilung staatl. Kompetenzen.
    • Locke sieht dabei Trennung in Legislative und Exekutive vor.

      Erst Montesquieu wird die klassische Dreiteilung vornehmen.

    Der Rechtsstaat bei Locke: Ursprung im Naturzustand

    • Schon im Naturzustand zeichnen sich die zwei großen Aufgaben ab: Mensch muss Eigentum vor Übergriffen bewahren, und dieselben bestrafen.
    • Erstes aber aus eigener Kraft nur schwer möglich, zweites jedoch gänzlich unmöglich, sonst handle man anarchistisch.

      Jeder gäbe sich dann das Recht zu Bestrafen.

    Rechtsstaatliche Ordnung als Sicherheitsgarant

    • Staat garantiert Sicherheit nach innen durch Polizei / nach außen durch Militär
    • Außerdem muss Staat eine Gerichtsbarkeit schaffen.
    • Staat schafft damit Rahmen, in dem die schon im Naturzustand angestrebten Ideale umgesetzt werden können (Persuit of Happiness --> freier Vollzug des Lebens, freie Entfaltung des vernünftigen Willens, Genuss des Eigentum).

    Grundzüge des Rechtsstaates

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    Theorie der konstitutionelle Monarchie: Rechtsstaatliche Umsetzung der Gewaltenteilung

    • Locke hält zur Verwirklichung der Kompetenzteilung die konst. Monarchie für ideal.
    • Gesetzgebende Kompetenz legt Locke in Hand einer parlamentarischen Versammlung, die aus dem Volk durch regelmäßige Wahlen hervorgegangen und legitimiert sein muss.
    • Locke empfiehlt für Exekutive erblichen Monarch (plus dessen Minister / Berater).
    • Auch die Regierung ist selbstverständlich an geltende Gesetze gebunden.
    • Gerichtsbarkeit ist ebenfalls Sache der Regierung.
    • Übermacht einer der beiden Mächte muss verhindert werden (zwar Unterstützung aber auch Misstrauen nötig – trust / Distrust).
    • System von "Checks and Balances" soll Machtbalance sicherstellen:
    • Regierung an Gesetzgebung zusätzlich durch Steuerbewillingungs- und Budgetrecht gebunden
    • Trotz ausgeklügelter Balance: Machtbetonung der Regierung durch: Aussenpolitische Vertretung; Kriegs- / Friedens-erklärungen; Freie Hand bei allen Fällen für die es keine Gesetze gibt; Begnadigungsrecht; Recht, Parlament einzuberufen

    Wiederstandsrecht als lezte Kontrollfunktion


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