Jesuitenorden
INHALTSVERZEICHNIS
1
ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM
JESUITENORDEN 2
1.1 Die Jesuiten unter dem Ordensgründer . . 3
2
GEGENREFORMATION 4
2.1 Die Jesuiten als Speerspitze der katholischen Reform .4
2.2 Das Konzil von Trient 5
2.3 Die Beschlüsse des Konzil .6
2.4 Auswirkungen und Bedeutung 6
3
BIOGRAPHIE VON IGNATIUS VON LOYOLA 7
4
DIE „MONITA SECRETA“ UND IHRE FOLGEN FÜR
DEN ORDEN .12
4.1 Der Jesuitenorden im 17. und 18. Jahrhundert .12
4.2 Der Jesuitenorden im 20. Jahrhundert 15
4.3 Die Entwicklung im 20. Jahrhundert .15
5
SPUREN DES ORDEN IN DER HEUTIGEN
SPIRITUALITÄT,KUNST
UND GESCHICHTE 17
5.1 Jesuiten in Österreich .19
Jesuitenorden
Die Gesellschaft Jesu ist eine katholische Ordensgemeinschaft.
Sie wurde am 1534
von einem Freundeskreis um Ignatius
von Loyola gegründet, 1773
erfolgte das Jesuitenverbot,
1814 die Wiederzulassung.
Allgemeine Informationen zum Jesuitenorden
Die
1540 von Papst Paul III. anerkannte ,,Gesellschaft Jesu" stellte einen
völlig neuen Ordenstyp dar. Der zentrale, militärisch straffe Aufbau des
international tätigen Ordens, das zusätzliche vierte Gelübde, speziell dem
Papst zu dienen, die besonders strenge, von Gegnern als ,,Kadavergehorsam"
verurteilte Gehorsamsverpfilchtung, die örtliche Ungebundenheit sowie der
Verzicht auf ein spezielles Ordensgewand und gemeinsames Chorgebet sorgten
dafür, dass dieser Orden zu einer Stoßtruppe der katholischen Kirche und ihres
Oberhauptes wurde.
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(die drei ersten Buchstaben des Namens Jesus in griechischer Schrift), welches
oft auch gedeutet wurde als: Iesum Habemus Socium.
Motto des Ordens:
Alles zur größeren Ehre Gottes. Auf religiösem und
kulturellem Gebiet (barocker Kirchenbau, Bildungswesen, Wissenschaft) haben Jesuiten
Großes geleistet. Der ,,Jesuitenstaat" in Paraguay gehört zu den
interessantesten sozialen und wirtschaftlichen Experimenten der Geschichte.
Die
Jesuiten hatten zeitweise großen Einfluss auf die Kirche, Politik, Kultur,
Schulwesen und Wissenschaft. Als streitbare gegenreformatorische und gegenaufklärerische
Speerspitze(1545-1563) der katholischen Kirche hat der Orden viel Anstoß erregt
und sich zahlreiche Feinde geschaffen. In vielen Ländern war der Orden
verboten, in der Schweiz bis 1973.
Es
gibt nur wenige in der Geschichte wirksam gewordene Gruppierungen und Kräfte,
die so umstritten waren und sind wie der Jesuitenorden.
Die
Exerzitien
des Ignatius von Loyola bilden den Kern der Spiritualität des Ordens. In diesen
30-tägigen „Geistlichen Übungen“ betrachtet der Exerzitant (derjenige, der die
Übungen macht) im Gebet und in der Meditation sein Leben und das Leben Jesu und
wird dabei von jenem, der die Exerzitien gibt, begleitet. Heutzutage werden
ignatianische Exerzitien auch von Laien und anderen Orden gemacht und gegeben.
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Die Jesuiten
unter dem Ordensgründer
Unter
Ignatius von Loyola erlebte die Societas Jesu einen beträchtlichen Aufschwung,
der sich nach 1556 fortsetzte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Loyola zwölf
Ordensprovinzen gegründet. Ignatius legte nicht nur die straffe Organisation
des Weltordens fest, er schuf auch einen neuartigen Orden, der durch seine
Flexibilität und seiner Methoden ein sehr wirksamer Ordenstyp wurde.
Als
Zentrum der Aktivitäten erworben die Jesuiten ein Haus in der nahe der
römischen Kirche „Santa Maria della Strada“.
Der
Ordensgeneral, der in seinem Leben sehr große Schmerzen ertragen musste, wurde
in der römischen Hauptkirche des Ordens Il
Gesù bestattet. Er wurde 1609 selig und 1622
heilig gesprochen.
Gegenreformation
Die Jesuiten als
Speerspitze der katholischen Reform
Als
Ignatius 1540 die ,,Gesellschaft Jesu" gründete, stand die katholische
Kirche in der, vielleicht größten Krise ihrer Geschichte, die Reformation. Vor
allem die gehobenen und gebildeten Kreise, der Adel und das städtische
Bürgertum, vielfach auch Theologen und Priester zeigten sich für die neuen
Lehren der großen Reformatoren Martin Luther, Johannes Calvin und Ulrich Zwingli
sehr offen und schlossen sich den protestantischen Bekenntnissen an.
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Die
Jesuiten setzten die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit gerade in den Bereichen der
Seelsorge der Städte und der Adligen, d. h. der führenden und auch für die
Konfessionswahl entscheidenden Schichten. Deshalb eröffneten sie fast ausschließlich
in den größeren Städten Europas ihre höheren Schulen, d.h. die Kollegien. Bald
führten sie auch in den meisten Bischofsstädten die Priesterseminare,
dominierten die katholischen theologischen Fakultäten und prägten somit
zunehmend die Ausbildung und Ausrichtung des katholischen Klerus.
Das Konzil von
Trient
Das
Konzil von Trient erstreckte sich über 18 Jahre (1545-1563) und tagte in drei
Sitzungsperioden. Es gab zwei Absichten, die geklärt werden sollten. Der Papst
wollte vor allem die Glaubenslehre klären; dem Kaiser jedoch ging es in erster
Linie um die Kirchenreform.
Beschlüsse
des Konzils
Folgende
Festlegungen wurden für den Bereich des Glaubens getroffen:
- Nicht
allein die Heiligen Schrift, sonder auch die außerbiblische Glaubensüblieferung
bilden die Quellen des christlichen Glaubens.
- Nicht
allein durch die Gnade, sondern auch durch sein Mitwirken mit der Gnade
wird der Mensch vor Gott gerechtfertigt. Gott belohnt nicht nur, was er
selbst getan hat, sondern auch die „ guten Werke“ des Menschen.
- Nicht
allein der Glaube, sondern auch die Teilnahme am sakramentalen Leben der
Kirche schenkt dem Menschen das Heil.
Diese
Glaubenslehre legt das Konzil im „Römischen Katechismus“ nieder.
Auch
für die Kirchenreform wurden Festlegungen getroffen:
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Mit
dem Konzil von Trient beginnt ein neuer Abschnitt in der Geschichte der Kirche.
Die
katholischen Landesherren treiben - auch aus politischen Beweggründen – die Erneuerung
der Kirche voran. Das gesamte Leben der katholischen Christen wird eindeutigen
Normen und Regeln unterworfen.
Biographie von Ignatius von Loyola
Ignatius von
Loyola (1491-1556)
Der
Ordensgründer ist wahrscheinlich im Jahr 1491 geboren. Da das Erbe für den
Jüngsten bei so vielen Söhnen und Töchtern nicht mehr üppig ausfallen konnte,
sah ihn der 1507 gestorbene Vater für den geistlichen Stand vor. Der junge
Ignatius scheint sich allerdings zunächst weniger für geistliche Dinge
interessiert zu haben. Seine Brüder waren nach der Tradition der Familie Loyola
mit einer Ausnahme alle Soldaten und Abenteurer. So musste diese Atmosphäre des
Ritter- und Soldatenrums den kleinen Ignatius prägen, ebenso wie die
dominierende Vaterfigur. Dieser war eine wichtige Krieger- und Führerpersönlichkeit
Spaniens. Ignatius war von der Lektüre spanischer Renaissanceliteratur fasziniert.
Dort ging es vor allem um Liebesabenteuer und ritterliche Ideale.
Mit
26 Jahren begann er die Laufbahn eines Soldaten, Offiziers und Kämpfers aller
damaligen Waffengattungen.
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