Neulandgewinnung/Raumenge
Japan
- Wieso hat Japan so
wenig Platz, wo man leben kann?
Weil
fast 80% des Gebietes aus Gebirge entstehen. So lebt z.B. die Hälfte der
Bevölkerung
auf 2% der gesamten Fläche. Die meisten Japaner leben an der
Küste,
weil dort sehr viel Tiefland ist.
- Wie schafft man neuen
Raum im Bezug zur Neulandgewinnung?
Es
gibt zwei verschiedene Arten neuen Raum zu schaffen. Die eine Art ist die
Aufschüttung von neuer Fläche im Meer. Dabei muss man beachten, dass ein fester
Untergrund schon vorhanden ist, damit das Fundament stabil bleibt. Und das die
Wassertiefe nur zwischen fünf bis zehn Meter sein darf. Das Material für die
Aufschüttung kommt z.B. vom Meeresboden oder von unbewohnten Inseln oder Hügeln
und Bergen. Die neuaufgeschüttete Fläche wird für Handelsniederlassungen, Häfen
oder Wohnungsgebiete genutzt.
Die
andere Art der Neulandgewinnung, ist praktisch schwer auszuführen, hat demnach
aber mehr Platz geschaffen. Man versucht den Abstand zwischen zwei Hügeln
auszugleichen, sodass eine neue Fläche entsteht. Diese Art von Aufschüttungen
nennt man auch „cut zones.“
Die
neu entstandene Fläche wird oft für den Reisanbau genutzt.
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- Wie viele
Quadratkilometer Raumgewinn hat Japan schon geschaffen und in welchem
Bereich eingesetzt?
Ca.
900 km² hat Japan schon neu geschaffen. Insgesamt 75% für Industriefläche und
10% für Handelshäfen. Die restlichen 15% führen zur Bebauung von Wohnhäusern
bei.
- Wie geht Japan mit der
Raumenge um?
Sie
bauen Wohnsiedlungen, wo viele Menschen wohnen. Die meisten Häuser grenzen nur
Zentimeter an das nächste. Man baut in die Höhe. Die Infrastruktur ist so
gebaut, dass z.B. die Zugtrassen unterirdisch angelegt sind. Alte Fabriken
stehen leer und können leider nicht abgerissen werden, weil Sprengungen die
anliegenden Häuser treffen würde.
- Wie hat man früher
Neuland geschaffen?
Früher
wurden für Aufschüttungen oft Müll und Abraum verwendet. Dies führte zu
hygienischen und gesundheitlichen Problemen und wird daher nicht mehr
durchgeführt.
7.
Wie bekommt man das Material zum gewünschten Platz?
Zuerst
wird meist mit großen Kippladern das Material vom Herkunftsort zu riesigen,
meist auch unterirdische liegenden, Fließbändern gebracht. Dort wird das
Material notfalls bereinigt. Mit den Fließbändern wird das Material zum
Einsatzort gebracht. Dies war sehr effizient, weil die Einwohner vor Staub und
Lärm geschützt wurden.
- Neulandgewinnung und
Raumenge am Beispiel der Stadt Kobe?
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ihre Kapazität vergrößern. Es musste also neuer Platz her. 1971 begann man mit
der Abtragung der Hinterlandberge („Yamakiri“) und der Aufschüttung. Die
technischen Mittel und das Know-how besorgte sich Japan aus der Schweiz und
der BRD. Im Endeffekt erschuf die Aktion eine Fläche von 436 Hektar. Die
neuentstandene Insel heißt Port Island und ist seit 1981 im Betrieb.
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