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Iphigenie auf Tauris 1 Aufzug, 3 Auftritt .doc

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Faculty
Human Science
Discipline
German
Document category
Interpretation
University, School
albert-einstein gymnasium duisburg
Additional information
2010
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Iphigenie auf Tauris

1. Aufzug, 3. Auftritt Analyse

In dem Auszug aus dem Drama „Iphigenie auf Tauris“ (1. Aufzug, 4. Auftritt), von Johann Wolfgang von Goethe, wird der Konflikt zwischen Iphigenie und Thoas, welcher Iphigenie als Braut haben möchte, deutlicher.

Iphigenie lehnt diesen Antrag Thoas ab, da sie Sehnsucht nach ihrer Heimat und ihrer Familie hat doch droht Thoas die Menschenopfer wieder einzuführen.

Vor diesem Auszug wird die Herkunft Iphigenies und deren Geschichte aufgedeckt. Diese wurde von der Göttin Diane vor einer Opferung gerettet und in Diane’s Tempel gebracht um dort als Priesterin zu dienen.

Iphigenie bittet nach dem Konflikt mit Thoas die Göttin erneut, dass sie unschuldige Blutopfer verschont.

Ein großes Thema in diesem Auszug ist der Antrag und das Werben Thoas um Iphigenie.

So wiederholt Thoas seinen ersten Antrag, obwohl er die Herkunft und Geschichte Iphigenies nun gehört hat (Vgl. V.435+436). Doch Iphigenie lehnt erneut ab, zwar mit einer Art Verehrung: „Wie darf ich solchen Schritt, o König, wagen?“ (V. 437) und bezieht sich nun auf ihre Rolle als Priesterin indem sie auf das alleinige Recht Dianes als Retterin bezieht (Vgl.

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V. 453). Dies weißt einerseits auf Iphigenies Hilflosigkeit sowie auch auf ihre Hoffnung, da sie hofft, dass Thoas sie gehen lassen wird. Auch fleht sie ihn in einer Art an, da sie ihm zeigt, dass er ihr ein neues Leben geben würde wie auch den Anderen (Vgl. V.462). Goethe benutzt in diesem Aufzug auch rhetorische Mittel, wie die Anapher: „Und….

Und“ (V.464+465), um diese Aussage Thoas zu unterstreichen und um deutlich zu machen, dass Iphigenie nicht nur auf ihre Vernunft hören soll. Mit der Aussage: „Der Überredung goldne Zunge los.“ (V. 474) wird deutlich, dass Thoas Iphigenie zu vielen Sachen überreden will mit seiner goldnen/überredungsvollen Zunge.

Erneut spricht Iphigenie mit Ehrfurcht zu Thoas: „Gedenk, o König, deines edlen Wortes!“ (V. 475). Zwar findet Iphigenie den Zustand der Frauen gegenüber den Männern nicht gerecht, doch wehrt sie sich nicht und bringt Ehrfurcht auf. Durch die Ellipse, die viel Goethe viel verwendet, werden viele Verse erst durch den folgenden Vers verständlich und deutlich wie auch: „…aber nicht“ (V. 483).

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Doch wird in den folgenden Versen klar, dass Thoas nicht nur friedlich und nett ist, da er nun ungeduldig und sauer wird (Vgl. 493-501). So spricht er auch in einer Art Ironie zu ihr: „Die Priesterin vernimmt sie wohl alle?“ (V. 497). Durch die Abweisung Iphigenies gegenüber Thoas, will er nun die alten Opfer nicht mehr verschonen (Vgl.

V.506-510). Er gibt nun auch Iphigenie die Schuld daran, dass er das Murren seines Volkes (Vgl.517) nicht wahrgenommen hat und nun der Menge das vorenthaltende Opfer geben muss (Vgl. 521). Iphigenie macht jedoch Thoas deutlich, dass Diane Iphigenies Dienst willkommener war als ihr Tod (Vgl. 527). Mit „Tu deine Pflichten, ich werde meine tun“ (V. 531) beendet Thoas das Gespräch und macht noch einmal deutlich, dass er über die: „zwei Fremden [Orest+Pylades]“ (V. 532) entscheiden wird und somit in deiner Hand sind (Vgl. 534).

In dem Auszug werden viele Ellipsen benutz wodurch der Text flüssiger wird. Auch kann man einen schematischen Aufbau des klassischen Dramas erkennen. So ist der Auszug Teil der Exposition und verdeutlicht so den Konflikt zwischen Iphigenie und Thoas. Zudem wird die Person und der Charakter Thoas und Iphigenies klarer.

 

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