Literarische Traditionen III 1848 – 1918 Österreichische Komödie vor und nach 1848 Die Epochalisierung der Literatur ist typisch deutsch. Österreich weicht jedoch in vielem ab (Wirtschafts- und soz
KS Wissenschaftliches­ Arbeiten Dr. Margarethe Payer SS09 Der von Kürenberg: Das Falkenlied Inhaltsverzeichnis­ Vorwort.. 3 1. Der von Kürenberg.. 3 2. Überlieferung.. 4 3. Das Gedicht
Sportsprache Name: Doris Claudia Mader Matrikelnummer: 0610906 Lehrveranstaltung:­ Sprache und Gesellschaft Vortragender: Dr. Christian Braun Inhaltsverzeichnis­ Inhaltsverzeichnis&
Walther von der Vogelweide Lange swîgen des hât ich gedâht Inhalt Einleitung 1. Leben 2. Werk 2.1. Minnesang 2.2. Sangspruchdichtung­ 2.3. Religöse Dichtung, Alterslyrik 3. Lange swîg
Interpretation des Liedes „si wunderwol gemachet wîp“
von Walther von der Vogelweide
vorgelegt von
Huber Sebastian
Inhaltsverzeichnis:
S.3 ..Edition
und Überlieferung
S.4 ..Editionsvergleich,
Analyse der Überlieferungen
S.6 ..Metrik
S.8 ..Inhalt
und Aufbau
S.9 ..Interpretation
S.11 ..Literaturverzeichnis
a)Edition
und Überlieferung
Vergleich der Editionen:
Editionsvergleich, Analyse der
Überlieferungen:
Die erste Strophe „si wunderwol
gemachet wîp“ ist in allen Handschriften an erster Stelle, die Strophe „ir
houbet ist sô wunnenrîch“ wird in Handschrift A jedoch als Schlussstrophe
eingesetzt, in den Handschriften CDN steht sie jedoch an zweiter Position im
Strophenschema. Bei Handschrift A ist es die Zeile „got hât ir wengel hôhen
vlîz“, die die zweite Strophe einläutet.
Lachmann / Cormeau orientieren sich an
der Reihenfolge der Handschriften D und N, die völlig identisch ist. Bei
Handschrift C wandert die Endstrophe aus DN in die Mitte. Durch diese
unterschiedlichen Überlieferungen bekommt das Lied neue Nuancen. Die
Strophenfolge der Handschrift A ist an ein konventionelleres Publikum gerichtet,
nach der Einleitung folgt schon die Beschreibung des Gesichts, darauf folgend
die Kussstrophe und schließlich die Badeszene.
• Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!
Das in
Handschrift C dieser Schlusseffekt bereits in die Mitte gesetzt wird, deutet
darauf hin, dass es sich im Werk um keine real erzählte Geschichte mit Pointe
handelt, sondern um ein poetisches Konstrukt, ein fiktives Machwerk, den
Minnesang als Literatur definierend (vgl. Bauschke, S.122).
Auch die Überlieferungen
unterscheiden sich, was völlig neuen Interpretationsspielraum bieten kann. So
ist bereits in Strophe I ein Bedeutungsunterschied festzustellen, Lachmann /
Cormeau konkretisiert den „habedanc“ (I, 2), legt ihn bewusst auf die Frau um,
wohingegen Kasten ganz anders interpretiert, und von allgemeinem Dank spricht.
Ein erster größerer Eingriff ist in Strophe I, Zeile 4 zu erkennen.
Lachmann /
Cormeau richten sich hierbei nach Handschrift D, wo konkret auf den Liedtyp,
den „hohen sanc“ verwiesen wird. Bei Kasten und Schweikle bleibt diese
Konkretisierung aus. In Strophe II, Zeile 8 ergibt sich ein anderes Bild. Das
Verb „mohte“ insistiert auf den spekulativen Charakter seiner Überlegungen,
Lachmann / Cormeau übernehmen diesen Aspekt aus Handschrift A.
Kasten weicht
hiervon ab, setzt das Verb „mac“ ein, was auf eine Realisierbarkeit hindeutet
(vgl.Bauschke, S.119). In Strophe III, Zeile 1 dominiert bei Kasten und
Schweikle der lyrische Gesichtspunkt, die Doppelung von „dâ“ als Parallelismus
ist ein lyrisches Stilmittel, dass beide Überlieferungen aus Handschrift D
übernehmen.
• Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!
Für die Schlussverse gibt
es zahlreiche Varianten: So übernimmt Lachmann / Corneau den Schlussvers aus
Handschrift A, das Lob der Frau wird auf das Lob des Ortes übertragen, der als
„reine“ auftritt. Die Frau selbst ist „minneclîch“.
a)Metrik
Auf einen für Walther typischen
Aufgesang mit 4x4 Hebungen und Kreuzreim folgt der den im Aufbau gleichförmige
erste Teil des Abgesangs. Es entsteht eine kunstvolle Gleichförmigkeit, die
typisch ist für die Kanzonenstrophe. Zwei metrisch-formal gleich gebaute
Stollen werden von zwei unterschiedlich langen Versen abgeschlossen.
Der zweite
Teil des Abgesangs wird also gebildet von einem dreihebigen Kurzvers, gefolgt
von einem sechshebigen Vers. Die metrische Transkription nach Lachmann /
Corneau sieht dann wie folgt aus:
x|Xx|Xx|Xx|X٨| 4 amv
x|Xx|Uux|Xx|X٨| 4 bwkl
x|Xuu|Xx|Xx|X٨| 4 amv
x|Xuu|Xx|Xx|X٨| 4 bmv
x|Xx|Xx|Xx|X٨| 4 cmv
x|Uux|Uux|Xx|X٨| 4 dmv
x|Xx|Xx|Xx|X٨| 4 cmv
x|Xx|Xuu|Xx|X٨| 4 dmv
x|Xuu|Xx|X٨| 3 emv
x|Xx|Xx|Uux|Xx|Uux|X٨| 6 emv
In den anderen
Strophen sind zahlreiche Abweichungen zu erkennen:
• Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!
7: x|Xx|Xx|Xx|Uu٨|
8:
x|UUx|Xx|Xx|Uu٨|
10:
x|Xx|Xx|Xx|Xuu|Xx|X٨|
Strophe III:
2: x|Xx|Xx|Xx|X٨|
3: x|Xx|Xx|Xx|X٨|
5: x|Xx|Xx|Xx|Uu٨|
6:
x|Xx|Xuu|Xx|Uu٨|
7: x|Xx|Xx|Xx|Uu٨|
8: x|Xx|Xx|Xx|X٨|
10:
x|Xx|Xx|Xx|Xx|Xx|X٨|
Strophe IV:
3: x|Xx|Xx|Xx|X٨|
4: x|Xx|Xx|Xx|X٨|
5: x|Xx|Xx|Xx|Uu٨|
6: x|Xx|Xx|Xx|X٨|
7: x|Xx|Xx|Xx|Uu٨|
9: x|Xx|Xx|X٨|
Strophe V:
1: x|Xx|Xx|Xuu|X٨|
2: x|Xx|Xx|Xx|X٨|
6: x|Uux|Xx|Xx|X٨|
8: x|Xx|Xx|Xx|X٨|
10:
x|Xx|Xx|Xx|Xx|Xx|X٨|
c) Inhalt,
Aufbau
Das vorliegende Lied gibt vielerlei
zu erkennen, zunächst scheint es sich in die rhetorische Tradition der
Schönheitsschreibung einzureihen, die der deskriptiven Bewegung a capite ad
calces verpflichtet ist (vgl. Bein, S.57).
Schon die erste Zeile des Liedes
„Si wunderwol gemachet wîp“ deutet auf den Inhalt ebendieses hin. Eine Frau
soll gepriesen, bewundert und beschrieben werden, ihre Vorzüge herausgestrichen
und ihre Qualitäten lobpreist werden. Ihre überwältigende Erscheinung ist
Ausgangspunkt und Mittelpunkt des Liedes (vgl.
Sievert, S.76). Die Frau mit all
ihren positiven Eigenschaften wird von Strophe zu Strophe lautmalerisch in den
Vordergrund gerückt. Der Dichter schlüpft in die Rolle des Beobachters, dem es
vergönnt ist eine Frau in all ihrer Schönheit beim Baden zu erblicken, ein
Ereignis jenes er verarbeitet zu einem Preislied über die Ertappte.
• Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis
Swap homeworks and notes at no charge!
Gratis scripts for students and pupils!
Der Begriff „lîp“ (I3) wird hier bewusst eingesetzt, er kann sowohl
auf ihre Gestalt an sich hindeuten, aber auch als konkrete Beschreibung ihres
Körpers gedeutet werden (vgl. Bauschke, S.122). Im weiteren Verlauf grenzt sich
der werbende Spruchdichter von Rivalen bzw. Kollegen ab, „ein ander“ (I7) möge
sich doch eigener Vorbilder bedienen.
Er selbst wird weiter diese eine loben,
nennt hier also den Grund zur Entstehung des Liedes, eine Hymne über diese eine
Frau, getragen von der emotionalen Nähe des Dichters zu seinem Objekt. (vgl.
Bauschke, S.122).
In Strophe II fährt er nun fort,
die Frau zu beschreiben, beginnend mit ihrem Haupt. Er benutzt hier zahlreiche
Metaphern und Bilder, die die Unübertrefflichkeit der zu Preisenden darstellen
soll. Er tut dies mit Hilfe eines hyberbolischen Himmelsvergleichs (vgl.
Bauschke, S.124).
Diese Vielzahl „himmlischer Vergleiche“ ist für Walther sehr
ungewöhnlich (vgl. Sievert, S.77). Ihr Haupt ist so „wunnenrîch“ (II, 1), so
schön anzusehen, ist des Dichters Himmel, ihre Augen die Sterne an seinem
Firmament. Die Ganzheit des Bildes der Frau als wunderschöne Nymphe wird in den
Einzelheiten konkretisiert.