Am Anfang als Faust noch nichts von Gretchens geistiger
Verwirrung wußte sprach er noch leise, als er ihre Verwirrung aber erkannte,
sprach er immer lauter um sie wachzurütteln, wodurch er ihre Aufmerksamkeit
erhält, und sie ihn endlich erkennt. Auch für die bessere Verständlichkeit des
Textinhaltes sind die Regieanweisungen wichtig: „Faust (wirft sich nieder).
Ein
liebender liegt dir zu Füßen, [¼]“ (Seite 131, Zeile 4451). Für die Darstellung
der dramatischen Zuspitzung sind sie ebenfalls sehr wichtig: erst wälzt sich
Gretchen auf dem Boden, dann kniet sie, steht auf, wirft sich nieder, springt
auf (vgl.: Seiten 130 bis 131, Zeilen 4424 bis 4461).
Durch diese Anweisungen wird auch ihre innere Zerrissenheit
durch ihre inneren Konflikte dargestellt. Der Kerkerszene kommt auch eine
wichtige Bedeutung im Gesamtstück zu. So wird in dieser Szene mit der
Gretchentragödie abgeschlossen, die nach Fausts Verjüngung durch ein kurzes
Zusammentreffen auf der Straße begann, und in dieser Szene ihren Höhepunkt
erreichte und mit ihrem Tod endete.
Diese Szene bildet zwar den Abschluß des
ersten Teils, aber noch nicht den Schluß des Faustdramas, das sich im zweiten
Teil noch weiter entwickelt.
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