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Internationale Unternehmensführung .docx

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Faculty
Economics
Discipline
Management / Administration
Document category
Summary
University, School
Hamburger Fernhochschule Dresden
Additional information
2011
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1. Grundbegriffe

1.1. Unternehmen

Unternehmen Ÿ dauerhafte, organisatorische Einheiten, in denen Güter erstellt und verwertet werden.

Motiv ist Erfolgserzielung. Betriebe Ÿ Ort der eigentlichen Leistungserstellung

1.2. Unternehmensführung

zielorientierte Gestaltung, Steuerung u Entwicklung Unternehmens durch das Entscheiden und Gestalten von Strukturen und Systemen zur Umsetzung der unternehmenspolitischen Ziele (dispositive Arbeit).

2. Determinanten für die Unternehmensführung

2.1. Unternehmensziele

In der wirtschaftswissenschaftlichen Theorie ist die Gewinnmaximierung das absolute Ziel.

Doch in der Realität spielen auch gesellschaftliche Ziele eine Rolle. So sind Konsensziele entstanden, die sowohl gesellschaftspolitische als auch unternehmenspolitische Ansprüchen genügen. Die Ziele unterliegen dem Wandel der Zeit. Aktuelle Ziele sind:

Ÿ Erhaltung der Arbeitsplätze Ÿ umweltverträgliche Produktion Ÿ Sicherheit des Unternehmensbestandes Ÿ Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Ÿ Kundenzufriedenheit Ÿ angemessenen Gewinn

2.2. Unternehmensumwelt

2.2.1. Mikroumfeld

Es umfasst das direkte Umfeld, in dem sich die Kräfte bewegen, die unmittelbar Kontakt mit dem Unternehmen und unmittelbar Einfluss auf Unternehmen haben: Ÿ Lieferanten Ÿ Kunden Ÿ Helfer u Mittler Ÿ Wettbewerber Ÿ Interessensgruppen

2.2.2. Makroumfeld

Umfasst globale Umfeld, das sich aus unterschiedlichsten Einzelfeldern zusammensetzt und Einfluss auf das Mikroumfeld hat.

Ÿ gesamtwirtschaftliches Umfeld z.B. Wachstumsraten Ÿ demographisches Umfeld z.B.

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Wertevorstellungen & –änderungen Ÿ technisch-technologisches Umfeld z.B. Entwicklung Technologien

2.3. Gesellschaftsrelevante Determinanten

Die Interessensgruppen lassen sich in zwei Kategorien einteilen.

2.3.1. Shareholder-Value-Ansatz

interessieren sich für die Werte eines Unternehmens. Hier erfolg eine eindimensionale Ausrichtung auf die Eigenkapitalrentabilität. Das Shareholder-Value wird oft als ein Konzept der Unternehmensführung bezeichnet. Streng genommen entzieht es sich jedoch meist der Unternehmensführung, sondern wird als Bestimmungsgröße vorgegeben.

Ÿ Investitoren

2.3.1. Stakeholder-Ansatz

Zielen auf andere Werte als die Unternehmenswerte ab.

Ÿ Mitarbeiter Arbeitszufriedenheit, Entlohnung, Arbeitsplatzsicherheit Ÿ Gewerkschaften Einhalten von Tarifverträgen, Verhandlungsfairness

Ÿ Konkurrenten fairen Wettbewerb, Förderung des Branchenimages Ÿ Kunden faires Preis-Leistungs-Verhältnis, Liefersicherheit, Kundenservice

Ÿ Lieferanten Zahlungsfähigkeit, faire Konditionen Ÿ Fremdkapitalgeber Sicherung des Kapitals, sichere Zinszahlungen

Ÿ Pressuregroups Einhalten bestimmter staatlich reglementierter Standards, freiwilliges Selbstbeschränkung Ÿ Medien Transparenz und Kooperation

Ÿ Versicherer Risikominimierung Ÿ Staat Einhaltung von Gesetzen, Zahlung von Steuern

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3. Ebenen der Unternehmensführung

3.1. Top Management

3.1.1. Darstellung

Das Top Management übt die Funktion der Unternehmensleitung und damit die Unternehmensführung aus. Der Träger ist abhängig von der Rechtsform:

► AG, Genossenschaft Vorstand ► OHG geschäftsführender Gesellschafter ► GmbH Geschäftsführer

► KG geschäftsführender Komplementär ► Einzelunternehmen Einzelunternehmer

Die Willensbildung kann entweder nach der Direktionalorganisation oder nach der Kollegialorganisation vollzogen werden.

Direktionalorganisation

Hier liegt die Entscheidung bei einer einzelnen Person.

Vorteil Ÿ klar erkennbare Verantwortung; Ÿ einheitliche Willensbildung Nachteil Ÿ Gefahr einsamer Beschlüsse; Ÿ Machtkonzentration; Ÿ starke Belastung

Kollegialorganisation

Hier wird die Entscheidung gemeinsam getroffen:

► Primatkollegialität die Stimme des „Primus inter paris“ ist letztlich ausschlaggebend

► Abstimmungskollegialität Entscheidung nach dem Mehrheitsprinzip

► Kassationskollegialität Ziele, einstimmige Abstimmungen herbeizuführen

► Ressortkollegialität jeder entscheidet in seinem Bereich alleine. Allgemeine Entscheidungen werden zusammen getroffen.

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Nachteile Ÿ Probleme bei der Willensbildung; Ÿnegative Auswirklungen von Spannungen zwischen den Mitgliedern.

3.1.2. Aufgabenfelder

Top Management entwickelt in erster Linie Ziele und Strategien für den Unternehmenserfolg. Zu den konkreten Aufgaben gehören:

Ÿ Grundsatzentscheidungen Ÿ Führungsentscheidungen Ÿ Bereichsentscheidungen Ÿ Abschlussentscheidungen Ÿ Sonstige Entscheidungen

3.2. Middle Management

3.2.1. Darstellung

Das Middle Management übt die Funktionen der Bereichsleitung aus. Die Vertreter dieser Ebene befinden sich in einer Zwickmühle zwischen den Erwartungen der Vorgesetzten und den Anforderungen der Mitarbeiter.

3.2.2. Aufgabenfelder

Aufgabe ist es die Entscheidungen des Top Managements umzusetzen und Entscheidungen für die einzelnen Bereiche zu treffen:

Ÿ Beschaffungsbereich Ÿ Erstellungsbereich Ÿ Verwertungsbereich Ÿ Organisationsbereich Ÿ Finanzbereich Ÿ Personalbereich Ÿ Datenverarbeitungsbereich Ÿ Controllingbereich

3.3. Lower Management

3.3.1. Darstellung Das Lower Management übt die Funktion der Gruppenleitung aus.

3.3.2. Aufgabenfelder

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4. Qualifikationsanforderungen an Führungskräfte

Wie in allen Unternehmensbereichen werden auch an Unternehmensführung bestimmte Anforderungen gestellt. Schlüsselqualifikationen lassen sich in vier Gruppen aufteilen:

4.1. Methodenkompetenz

Methodenkompetenz ist die Fähigkeit einer Person, sich aus eigener Initiative mit neuen (Er-)Kenntnissen, Denkweisen, V_erfahren und Fertigkeiten auseinanderzusetzen und auf dieser Basis zur Problemlösung selbstständig Lösungswege zu finden.

Ÿ selbstständige Aneignung neuer Kenntnisse Ÿ Unternehmen ganzheitlich betrachten Ÿ Probleme aus verschiedenen Perspektiven beurteilen Ÿ Probleme objektiv bewerten

( eigenständige Lernwerge/ Lösungen erschließen ( logisch-analytisch zu denken ( Handlungen zu koordinieren ( konzeptionelle Gesamtansicht des Unternehmens zu entwickeln

4.2. Sozialkompetenz

Ist die Fähigkeit einer Person, mit anderen kooperativ, partnerschaftlich und kommunikativ umzugehen. Hierzu tragen bei:

( Integrationsfähigkeit ( Kommunikationsfähigkeit ( Teamfähigkeit ( Konfliktfähigkeit ( Verhandlungsgeschick ( Beherrschung von Präsentationstechniken

( Zeitmanagement ( Selbstorganisation ( Beherrschung von Moderationstechniken ( Fähigkeit zur Selbstkritik ( Eigeninitiative


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