1.
Grundbegriffe
1.1.
Unternehmen
Unternehmen
dauerhafte,
organisatorische Einheiten, in denen Güter erstellt und verwertet werden.
Motiv
ist Erfolgserzielung. Betriebe
Ort der eigentlichen Leistungserstellung
1.2.
Unternehmensführung
zielorientierte
Gestaltung, Steuerung u Entwicklung Unternehmens durch das Entscheiden und
Gestalten von Strukturen und Systemen zur Umsetzung der unternehmenspolitischen
Ziele (dispositive Arbeit).
2.
Determinanten für die Unternehmensführung
2.1.
Unternehmensziele
In der
wirtschaftswissenschaftlichen Theorie ist die Gewinnmaximierung das absolute
Ziel. Doch in der Realität spielen auch gesellschaftliche Ziele eine Rolle. So
sind Konsensziele entstanden, die sowohl gesellschaftspolitische als auch
unternehmenspolitische Ansprüchen genügen. Die Ziele unterliegen dem Wandel der
Zeit. Aktuelle Ziele sind:
Erhaltung der
Arbeitsplätze umweltverträgliche
Produktion Sicherheit des
Unternehmensbestandes Sicherung der
Wettbewerbsfähigkeit Kundenzufriedenheit angemessenen Gewinn
2.2.
Unternehmensumwelt
2.2.1.
Mikroumfeld
Es
umfasst das direkte Umfeld, in dem sich die Kräfte bewegen, die unmittelbar
Kontakt mit dem Unternehmen und unmittelbar Einfluss auf Unternehmen haben: Lieferanten Kunden Helfer u Mittler Wettbewerber Interessensgruppen
2.2.2.
Makroumfeld
Umfasst
globale Umfeld, das sich aus unterschiedlichsten Einzelfeldern zusammensetzt
und Einfluss auf das Mikroumfeld hat.
gesamtwirtschaftliches Umfeld z.B. Wachstumsraten demographisches
Umfeld z.B.
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Technologien
2.3.
Gesellschaftsrelevante Determinanten
Die
Interessensgruppen lassen sich in zwei Kategorien einteilen.
2.3.1.
Shareholder-Value-Ansatz
interessieren
sich für die Werte eines Unternehmens. Hier erfolg eine eindimensionale
Ausrichtung auf die Eigenkapitalrentabilität. Das Shareholder-Value wird oft
als ein Konzept der Unternehmensführung bezeichnet. Streng genommen entzieht es
sich jedoch meist der Unternehmensführung, sondern wird als Bestimmungsgröße
vorgegeben.
Investitoren
2.3.1.
Stakeholder-Ansatz
Zielen
auf andere Werte als die Unternehmenswerte ab.
Mitarbeiter Arbeitszufriedenheit,
Entlohnung, Arbeitsplatzsicherheit Gewerkschaften Einhalten
von Tarifverträgen, Verhandlungsfairness
Konkurrenten fairen
Wettbewerb, Förderung des Branchenimages Kunden faires
Preis-Leistungs-Verhältnis, Liefersicherheit, Kundenservice
Lieferanten Zahlungsfähigkeit,
faire Konditionen Fremdkapitalgeber Sicherung
des Kapitals, sichere Zinszahlungen
Pressuregroups Einhalten
bestimmter staatlich reglementierter Standards, freiwilliges Selbstbeschränkung
Medien Transparenz
und Kooperation
Versicherer Risikominimierung
Staat Einhaltung
von Gesetzen, Zahlung von Steuern
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Grafiken wurden automatisiert entfernt 3. Ebenen der
Unternehmensführung
3.1.
Top Management
3.1.1.
Darstellung
Das
Top Management übt die Funktion der Unternehmensleitung und damit die
Unternehmensführung aus. Der Träger ist abhängig von der Rechtsform:
►
AG, Genossenschaft Vorstand ► OHG geschäftsführender
Gesellschafter ► GmbH Geschäftsführer
►
KG geschäftsführender Komplementär ► Einzelunternehmen Einzelunternehmer
Die
Willensbildung kann entweder nach der Direktionalorganisation oder nach der
Kollegialorganisation vollzogen werden.
Direktionalorganisation
Hier
liegt die Entscheidung bei einer einzelnen Person.
Vorteil
klar erkennbare
Verantwortung; einheitliche
Willensbildung Nachteil
Gefahr einsamer Beschlüsse;
Machtkonzentration; starke Belastung
Kollegialorganisation
Hier
wird die Entscheidung gemeinsam getroffen:
► Primatkollegialität die
Stimme des „Primus inter paris“ ist letztlich ausschlaggebend
►
Abstimmungskollegialität Entscheidung nach dem
Mehrheitsprinzip
►
Kassationskollegialität Ziele, einstimmige
Abstimmungen herbeizuführen
►
Ressortkollegialität jeder entscheidet in
seinem Bereich alleine. Allgemeine Entscheidungen werden zusammen getroffen.
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Nachteile Probleme bei der
Willensbildung; negative Auswirklungen
von Spannungen zwischen den Mitgliedern.
3.1.2.
Aufgabenfelder
Top
Management entwickelt in erster Linie Ziele und Strategien für den
Unternehmenserfolg. Zu den konkreten Aufgaben gehören:
Grundsatzentscheidungen
Führungsentscheidungen
Bereichsentscheidungen
Abschlussentscheidungen Sonstige
Entscheidungen
3.2.
Middle Management
3.2.1.
Darstellung
Das
Middle Management übt die Funktionen der Bereichsleitung aus. Die Vertreter
dieser Ebene befinden sich in einer Zwickmühle zwischen den Erwartungen der
Vorgesetzten und den Anforderungen der Mitarbeiter.
3.2.2.
Aufgabenfelder
Aufgabe
ist es die Entscheidungen des Top Managements umzusetzen und Entscheidungen für
die einzelnen Bereiche zu treffen:
Beschaffungsbereich
Erstellungsbereich Verwertungsbereich Organisationsbereich Finanzbereich Personalbereich
Datenverarbeitungsbereich Controllingbereich
3.3.
Lower Management
3.3.1.
Darstellung Das
Lower Management übt die Funktion der Gruppenleitung aus.
3.3.2.
Aufgabenfelder
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4.
Qualifikationsanforderungen an Führungskräfte
Wie
in allen Unternehmensbereichen werden auch an Unternehmensführung bestimmte
Anforderungen gestellt. Schlüsselqualifikationen lassen sich in vier Gruppen
aufteilen:
4.1.
Methodenkompetenz
Methodenkompetenz
ist die Fähigkeit einer Person, sich aus eigener Initiative mit neuen
(Er-)Kenntnissen, Denkweisen, V_erfahren und Fertigkeiten auseinanderzusetzen
und auf dieser Basis zur Problemlösung selbstständig Lösungswege zu finden.
selbstständige
Aneignung neuer Kenntnisse
Unternehmen ganzheitlich betrachten Probleme aus verschiedenen Perspektiven beurteilen Probleme objektiv
bewerten
(
eigenständige Lernwerge/ Lösungen erschließen ( logisch-analytisch zu denken (
Handlungen zu koordinieren ( konzeptionelle Gesamtansicht des Unternehmens zu
entwickeln
4.2.
Sozialkompetenz
Ist
die Fähigkeit einer Person, mit anderen kooperativ, partnerschaftlich und
kommunikativ umzugehen. Hierzu tragen bei:
(
Integrationsfähigkeit ( Kommunikationsfähigkeit ( Teamfähigkeit (
Konfliktfähigkeit ( Verhandlungsgeschick ( Beherrschung von
Präsentationstechniken
(
Zeitmanagement ( Selbstorganisation ( Beherrschung von Moderationstechniken (
Fähigkeit zur Selbstkritik ( Eigeninitiative
|