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Interkulturelle Vergleichsstudien zu Autoritarismus und sozialer Dominanz .doc

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Faculty
Social Science
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Psychology
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Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg - MLU
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Franziska Dietrich

Seminar: Autoritarismus und soziale Dominanz

Hausarbeit zum Thema

„Interkulturelle Vergleichsstudien zu Autoritarismus und sozialer Dominanz“

Gliederung

I Soziale Dominanz Theorie – Forschung.......................3

1. Einleitung...........3

2. “US. patriotism and ideologies of group dominance”

von Peña und Sidanius (2002)..........4

3.   “Social dominance orientation and the legitimization of

inequality across cultures” (2000)

von Pratto, Liu, Levin, Sidanius, Shih, Bachrach, Hegarty..7

3.1. Einführung..............7

3.2. Teilstudie: Kanada..................................8

3.3. Teilstudie: Taiwan...................................10

3.4. Allgemeine Diskussion...............................11

II Autoritarismus- Forschung..................................14

1. Einleitung...........................................14

2. Stichproben im Vergleich..............................14

2.1. Vergleich der McGranahan Items.....................15

2.2. Skalenmittelwertsvergleich anhand einzelner Beispiele...15

III. Literaturverzeichnis.......................................22

I Soziale Dominanz Theorie - Forschung

 

1. Einleitung

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Pratto et al. 2000, 370). Inwieweit ein Individuum hierarchische, antiegalitäre Beziehungen bewertet, ist abhängig von seiner Gruppenzugehörigkeit (dominante Gruppe vs. Minorität). Um jene Einstellungen durch ein geeignetes Maß darstellen zu können, entwickelten die Wissenschaftler der Begriff der Sozialen Dominanz Orientierung (SDO).

Dominante Gesellschaftsgruppen befürworten die Hierarchien zumeist und haben demnach einen hohen SDO- Wert. Eine gegenteilige Meinung vertreten die Minderheiten einer Nation. Sie empfinden die Strukturen als Last und haben folglich einen niedrigeren SDO- Wert.

Die Theorie versucht nun zu erklären, wie soziale Rollenverteilung, Vorurteile gegenüber Gruppen, Ideologien oder auch Diskriminierung wirken und die Gruppenhierarchien aufrechterhalten (vgl. Pratto et al. 2000, 371).

Peña und Sidanius untersuchten 2002 die US. Patriotismusausprägung bei Bürgern der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Stichprobe umfasste die beiden größten ethnischen Gruppen in dieser Nation, Weiße und Lateinamerikaner.

Aufgrund der Ergebnisse konnte die asymmetrische Beziehung zwischen US. Patriotismus und Ideologien der Gruppendominanz erneut dargestellt werden. (vgl. p. 4)

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Es wurde sich weitestgehend mit Inhalten und Funktionen der jeweiligen Kulturideologien beschäftigt. Dies führte zu dem Resultat, dass Ideologien, ungeachtet ihrer Inhalte, immer denselben Zweck erfüllen und somit oft als Kulturskripte dienen. (vgl. p. 7)

2. US. patriotism and ideologies of goup dominance

Steht Nationalstolz eng in Verbindung mit Ethnozentrismus und Fremdenhass?

Dieser Fragestellung nahmen sich die Wissenschaftler Sidanius und Peña an und führten 2002 dazu eine Studie in den USA durch.

Ihrer Ansicht nach beinhaltete Nationalstolz einerseits den Nationalismus und andererseits den Patriotismus. Ersteres ist die Überlegenheit und Dominanz der eigenen Nation gegenüber anderen.

Patriotismus hingegen ist die große Identifikation mit der Nation und deren Symbolen (Vaterlandsliebe). Der grundlegende Unterschied zwischen beiden ist, dass Patriotismus nicht gleichzeitig Ethnozentrismus und Fremdenhass bedeutet. Wenn man sich stark mit seiner Herkunft identifiziert, muss es nicht gleichzeitig die Unterdrückung anderer zur Folge haben.

Orientierend an der Sozialen Dominanz Theorie von Sidanius und Pratto geht man davon aus, dass aus streng hierarchischen Strukturen Ideologien der gruppenbasierten Dominanz resultieren und demnach diese Mythen offensichtlich sowohl eng mit Patriotismus als auch mit Nationalismus zusammenhängen.

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Dem gegenüber stehen die Minoritäten. Je mehr sie sich mit ihren Wurzel verbunden fühlen, umso weniger empfinden sie Patriotismus für ihre Wahlheimat.

Diese Ungleichheit bezeichnet man als asymmetrische Beziehung zwischen Patriotismus und Ideologien der Gruppendominanz.

Sidanius wies dieses Verhältnis bereits 1997 empirisch nach. Es handelte sich um eine Untersuchung mit Studenten aus Südkalifornien. Die ethnisch dominante Gruppe bildeten die Weißen, wohingegen die Lateinamerikaner, Afrikaner und Asiaten die Minderheiten vertraten.

Die für uns relevante Studie von 2002 fand in Los Angeles County statt. Mittels einer Datenbank wählte man 275 Weiße und 130 Lateinamerikaner aus, wobei man akribisch darauf achtete, dass es sich dabei um US.

Bürger handelte. Ziel des ganzen war es eine repräsentative Stichprobe zu erhalten, die die beiden größten ethnischen Gruppierungen der USA beinhaltet.

Man führte Interviews in der jeweiligen Muttersprache durch. Neben den demographischen Daten erfasste man den U.S. Patriotismus durch drei Items, welche auf einer Skala von eins bis fünf (entschieden dagegen bis entschieden dafür) bewertet werden sollten:

1) Ich liebe die USA.

2) Ich bin stolz, ein Amerikaner zu sein.

3) Ich empfinde den Anblick der amerikanischen Flagge als sehr

bewegend.

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1) Minoritäten sollten da bleiben, wo sie herkommen.

2) Es ist für gewöhnlich eine gute Sache, dass es Gruppen gibt, die

hochwertiger als andere sind.

3) Manchmal müssen andere Gruppen in ihre Schranken gewiesen

werden.

4) Wir sollten soziale Gleichberechtigung erhöhen

5) Wir hätten weniger Probleme, wenn wir andere Gruppen als

gleichwertig betrachten.

6) Wir sollten alles Erdenkliche tun, um gleichberechtigte Bedingungen

für andere Gruppen zu kreieren.

Items eins bis drei erhoben die Gruppendominanz und Items vier bis sechs den Antiegalitarismus.

Interkorrelation der demographischen Daten/ Patriotismus/ Antiegalitarismus/ Gruppendominanz (Tabelle 1)

Variable

M

SD

1

2

3

4

5

6

7

1.Einkommen

5.50

3,28

-

.37**

-.08

.02

.05

-.25**

-.01

2.Bildung

17,92

4,49

 

-

-.10*

-.03

-.10

-.25**

-.01

3. Geschlecht

3,30

1,98

 

 

-

.09

.10*

.02

-.15**

4. Alter

44,96

16,76

 

 

 

-

.29**

-.02

.06

5. Patriotismus

4,50

0,68

 

 

 

 

-

-.01

.04

6. Gruppendominanz

0,18

0,22

 

 

 

 

 

-

.1**

7. Antiegalitarismus

0,19

0,20

 

 

 

 

 

 

-

Aus Tabelle 1 geht hervor, dass mit dem Alter auch die Verbundenheit zum Patriotismus steigt (r = .29**). Im Allgemeinen sind die Männer eher patriotisch (r = .10*). Ebenso trat die Beziehung zwischen Bildung/Einkommen und Gruppendominanz signifikant ins Augenmerk.

Man wies nach, je weniger Einkommen oder Bildung man genießt, desto mehr Gruppendominanzverhalten tritt auf (r = -.25**). Besonders auffällig war allerdings der Zusammenhang zwischen Gruppendominanz bzw. Patriotismus und Antiegalitarismus. Je höher die Patriotismus ~/ Gruppendominanz ~, desto höher auch die Antiegalitarismus- Ausprägung (r =.04 bzw. r =.1**).

 


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