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eigenen Medien und nicht zuletzt mit ihrem äußeren Erscheinungsbild, das sie
als MuslimInnen erkennen lässt, haben sie den Charakter westeuropäischer Städte
verändert. Angesichts des hohen Anteils muslimischer MigrantInnen sehen manche
VertreterInnen der Politik, der Presse sowie Teile der Bevölkerung eine
islamische „Bedrohung“ nicht mehr nur von der islamischen Welt ausgehend,
sondern in unmittelbarer Nähe „lauernd“.
In Österreich
hat sich infolge des Hauptanteils türkischer ArbeitnehmerInnen
und ihrer Familien unter den muslimischen MigrantInnen ein Islam etabliert, der
die religiöse Vielfalt des Heimatlandes widerspiegelt. Da von einer dauerhaften
Präsenz von MuslimInnen türkischer Herkunft in Österreich ausgegangen werden
kann, ist es notwendig, eine neue Qualität des Zusammenlebens anzustreben, das
nicht wie bisher von Vorurteilen, Ängsten und Unverständnis der anderen Kultur
und Religion gegenüber gekennzeichnet ist.
Niklas
Luhmann definiert Religion als ein System. Das Verhältnis Religion und
Gesellschaft beschreibt er als ein System der Differenzierung. Religion ist
somit ein Teilsystem eines Gesellschaftssystems. Der Grad der Wichtigkeit, die
ein Individuum diesem Teilsystem zumisst, liegt nicht zuletzt an der
vorgelebten Religiosität der Eltern, also ist es ein Bestandteil des
Sozialisationsmusters innerhalb eines Familiensystems. Vgl. Luhmann S. 11)
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2.
Chancengleichheit oder "different but equal": Allen ethnischen
Gruppen werden gleiche Chancen auf Teilhabe in den wichtigen Bereichen der
Aufnahmegesellschaft und deren Institutionen - z. B. gleiche Teilhabe an
Öffentlichkeit und Medien - gewährt.
3.
Aktive Akzeptanz von Migration und Integration; dazu gehören drei Einsichten:
- (Gesteuerte)
Einwanderung ist notwendig und nützlich.
- Einwanderer
müssen interkulturell integriert werden.
- Interkulturelle
Integration entwickelt sich nicht von selbst, sondern bedarf erheblicher
politischer und gesellschaftlicher Anstrengung der Aufnahmegesellschaft (diversity
mainstreaming) und der Einwanderer.
(Vgl. Geißler)
„Integration als allgemeiner
soziologischer Begriff meint zum einen die Eingliederung, insbesondere
Akzeptierung, von Einzelnen in einer Gruppe, zum anderen stabile,
gleichgewichtige Kooperation von Einheiten eines Systems. Beide Aspekte gehen
in den Begriff der Integration von Migranten ein. Integration ist die stabile
Eingliederung von Migranten in Bevölkerung, Gesellschaft und Staat des
Aufnahmelandes.
Unter struktureller
Integration als Teildimension verstehe ich den Zugang zu Positionen und Status
und den Erwerb von Mitgliedschaften mit Rechten und Pflichten in den
gesellschaftlichen Kerninstitutionen (Staatliche Gemeinschaft, Wirtschaft und
Arbeit, Bildung und Ausbildung).
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welchem Kulturkontakte mit der Minderheit auch die Mehrheit verändern.
Mitgliedschaften und
Positionszugang im privaten Bereich (soziale Verkehrskreise, Vereine,
Religionsgemeinschaften) zeigen sich in Beziehungen der Migranten außerhalb der
Herkunftsethnie: soziale Integration.
Mitgliedschaft in einer neuen
Gesellschaft und staatlichen Gemeinschaft zeigt sich auf der subjektiven Seite
in Gefühlen und Kognitionen nationaler oder ethnischer Zuordnung und
Zugehörigkeit: identifikative Integration.“ (Heckmann)
Da Integration als
Wechselbeziehung zwischen MigrantIn und Aufnahmegesellschaft verstanden werden
kann, haben auch beide Seiten Bereitschaft und bestimmte Leistungen zu zeigen.
Migration
über Grenzen hinweg bedeutet eine umfassende Neu-Sozialisation. Das
Wesentlichste ist der Erwerb der neuen Sprache um einem Kommunikationsdefizit
entgegenzuwirken. Ein weiterer großer Lernprozess ist das Erkennen der
gegebenen Umgangsformen, politischen und gesellschaftlichen Strukturen, der
Hierarchien und Organisationsstrukturen des neuen Heimatlandes.
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