Interethnische
Freundschaften
Inhaltsverzeichnis
Seite
1.
Einleitung................................................2
2.
Ausländische Bevölkerung................................3
3. Freundschaften...........................................5
4.
Interethnische Freundschaften............................5
4.1
Sprache...............................................6
4.2
Sozialräume..............................................8
4.3
Soziale Distanz.......................................10
5.
Fazit....................................................13
6.
Literatur.................................................16
1. Einleitung
Die vorliegende Ausarbeitung zum Thema
„Interethnische Freundschaften“ wurde im Rahmen der Veranstaltung „Migration
und Eingliederung“ auf der Basis eines Kurzreferats verfasst. Diese
Ausarbeitung setzt ihren Fokus auf die Entstehungsbedingungen interethnischer
Freundschaften bzw. auf die Voraussetzungen einer Freundschaftsentwicklung
zwischen Personen unterschiedlicher ethnischer Herkunft. Um die Thematik
einzugrenzen, werden in diesem Fall keine Differenzierungen der Personengruppen
hinsichtlich ihres Alters, Geschlechts oder (bei Nicht-Deutschen) ihrer
kulturellen Herkunft vorgenommen. Durch diese Zusammenfassung zu einer Gesamtgruppe
sind allgemein gültige Aussagen nur begrenzt zu treffen, da die genannten
Gruppen teilweise signifikante Unterschiede bzgl. der grundsätzlichen Verhaltensmuster
und Einstellungen aufweisen.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Ein verstärkter Austausch scheint für das Entwickeln von Freundschaften
und den Abbau von Stereotypen dabei unabdingbar, doch stellt sich dabei die
Frage, unter welchen Bedingungen sich interethnische Freundschaften unabhängig
kultureller Wertvorstellungen entwickeln können.
Um diese Leitfrage beantworten zu
können, versuche ich im Folgenden stark gekürzt beeinflussende Faktoren für die
Entstehung von interethnischen Freundschaften herauszuarbeiten. Schwierig
hierbei erweist sich, dass es zwar im Verlauf der letzten Jahrzehnte einen
exponentiellen Zuwachs von empirischen Beiträgen zur Migrationsforschung gab,
es sich aber speziell bei der Thematik „Interethnische Freundschaften“ um ein
relativ junges Forschungsfeld handelt und entsprechende Studien daher rar sind.
Der Begriff interethnisch
beschreibt den Austausch zwischen mindestens zwei Kulturen. Die Annahme, dass
ein positiver interethnischer Austausch sich ebenso positiv auf die Integration
bzw. Assimilation von Migranten in die aufnehmende Gesellschaft auswirkt bzw.
eine notwendige Voraussetzung für die soziale Integration ist, lässt dieses Untersuchungsfeld
zunehmend in das Blickfeld des Forschungsinteresses rücken. Interethnische
Freundschaften werden folglich als ein Indikator oder sogar Maß der Integration
von Migranten (bzw. deren Folgegenerationen) in Betracht gezogen (Haug 2006),
während das Fehlen von interethnischen Kontakten und gleichzeitiges
Vorhandensein intraethnischer Kontakte als „ethnische Segmentation“
interpretiert wird (Esser 2001).
2. Ausländische Bevölkerung
In Deutschland lebten 2002 offiziell
ca. 7,3 Millionen Ausländer, was einem Bevölkerungsanteil von 8,9% entspricht.
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- Diagramm entfernt –
Die Mehrheit der in Deutschland
lebenden Ausländer ist hier nicht zur Welt gekommen und hat vermutlich auch die
Gesamtheit oder zumindest den Großteil der Kindheit nicht in Deutschland
verbracht, was sich in z. T. widersprüchlichen Lebensvorstellungen und
-haltungen äußert.
Die Entwicklung Deutschlands zu einem
Einwanderungsland begann mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in den 1960ern. Rasch
setzte ein anschwellender Zustrom ausländischer Arbeitskräfte ein, der durch
zwischenstaatliche Abkommen zusätzlich gefördert wurde und 1970 die Marke von 1
Million Zuwanderer registrierte. Auf den Konjunktureinbruch 1973/74 durch die
internationale Energiekrise folgten ein Anwerbe- bzw. Zuwanderungsstopp und
eine anfänglich starke Rückwanderung vieler Gastarbeiter. Dies änderte sich
Ende der 1970er schlagartig und Deutschland verzeichnete einen bedeutsamen
Wanderungsüberschuss, der hauptsächlich mit dem Nachzug von Familienmitgliedern
der hier lebenden Gastarbeiter zu erklären war (Bähr 1992). Diese
hatten sich aufgrund der verbesserten Lebens- und Arbeitssituation gegen einen
vorübergehenden und für einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland
entschieden.
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die Einwanderung seit Mitte der 90er Jahre wieder rückläufig.
3. Freundschaften
Freundschaften spielen im Leben eine
wesentliche Rolle. Mit zunehmendem Alter nimmt auch die Bedeutung von
Freundschaften zu bzw. ändert sich deren Wertigkeit. Besonders im Jugend- und
Erwachsenenalter verändert sich die Qualität von Freundschaften und Freunde
werden zu wichtigen Partnern, mit denen man sich austauscht und Unterstützung
in emotionaler, sozialer oder materieller Form erhält.
Vielfach sind Freundschaften ebenso
wichtig wie die Familie und besitzen eine ähnlich bedeutsame Stellung bzw. Funktion.
Sie übernehmen eine wichtige Rolle und stellen eine soziale Ressource dar, die
gerade im Jugendalter die Funktionen der Familie teilweise ergänzen oder sogar
ablösen kann. Allerdings besteht zwischen ihnen ein wesentlicher Unterschied:
Freundschaftsbeziehungen beruhen auf einer freiwilligen Basis, währenddessen
dies bei der Verwandtschaft nicht der Fall ist. Dadurch kann die
Freundschaftsentwicklung nicht nur aktiv herbeigeführt, sondern der weitere
Verlauf ebenso aktiv mitgestaltet werden, was natürlich auch eine
Freundschaftsbeendigung beinhalten kann.
4. Interethnische Freundschaften
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besteht u. a. durch den kontinuierlichen Zuwachs von Migranten und den dadurch
zunehmend gemischtethnischen Handlungsraum ein besonderer Umstand, der diese
Jugendlichen evtl. vor die Entscheidung eines Kontaktschwerpunktes stellt, der
entweder intra- oder interethnisch sein kann. Man geht davon aus, dass der Grad
der ethnischen Homogenität innerhalb von Freundschaftsnetzwerke bei
Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund eine Aussage über die Ausstattung
mit aufnahmelandspezifischem Sozialkapital zulässt (Haug 2006). Je höher
dieses Kapital, desto heterogener sind die Freundschaftsnetzwerke.
Insgesamt ist festzustellen, dass
interethnische Freundschaften eine besondere Form darstellen, da Freundschaften
i. d. R. innerhalb der eigenen Ethnie sehr viel häufiger vorkommen.
Interethnische Kontakte, ob zu Deutschen oder Angehörigen anderer
Nationalitäten, kommen bei Migranten mit mehr als 40% relativ häufig vor,
während sie bei den Deutschen mit knapp 23% doch eher selten sind (ebd.).
Daraus ergibt sich zwangsläufig die Frage, unter welchen Umständen
interethnische Freundschaften zustande kommen und durch welche Faktoren diese
Freundschaftsform erschwert oder sogar unterbunden werden kann. Solche
möglichen Gunst- oder Ungunstfaktoren sollen im Folgenden näher betrachtet
werden.
4.1 Sprache
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