Integrationshürden
Geistig behinderte Jugendliche im organisierten
Sport
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung S.3
- Einführung in das Thema S.3
- Wie integriert der Organisierte
Sport geistig behinderte Jugendliche? S.4
- Fazit S.6
- Literaturverzeichnis S.8
- Anhang S.9
1. Einleitung
Anhand von persönlicher Erfahrung an einer Schule für geistig
Behinderte habe ich selbst einen Einblick in die Problematik der Integration
von dieser Gruppe in den organisierten Sport bekommen.
Obwohl großes Interesse seitens der Jugendlichen am Sport bestand,
waren nur Vereinzelte in einem Sportverein aktiv. Durch diesen Widerspruch
stellt sich mir die Frage nach den Gründen für die nur teilweise vorhandene
Partizipation der geistig behinderten Jugendlichen am organisierten Sport.
In dieser Arbeit werde ich die Schwierigkeiten der Integration
erläutern, verschiedene soziale Initiativen vorstellen und sie auf Sinn und
Zweckmäßigkeit überprüfen.
2. Einführung in das Thema
Seit über 35 Jahren wirbt der Deutsche Sportbund (DSB) mit seiner
Kampagne Sport für alle für mehr Integration der unterschiedlichen
Randgruppen in den vereinsorganisierten Sport.
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Menschen sind nun in verschiedenen Sportvereinen aktiv und haben selbst die Initiative
übernommen, Sportangebote für andere Menschen zu schaffen.
Die einzige Minderheit, die an dieser Entwicklung nicht wirklich
teilhaben konnte, ist die Gruppe der geistig Behinderten. Sie stellt mit über 480.000
Menschen in Deutschland einen wichtigen Teil unserer Gesellschaft dar, die in
früheren Jahren durchgehend von den Sportorganisationen vernachlässigt wurde (DBS
2003).
Während in der Nachkriegszeit verschiedene Sportangebote für Kriegsversehrte
geschaffen wurden, welche dann in den organisierten Behindertensport ausgebaut
wurden, erhielten die Menschen mit geistiger Behinderung bis zum Ende der 70er
Jahre kaum Aufmerksamkeit. Die Entwicklung des Sportangebots für diese Gruppe
wurde nicht nur durch die Ausgrenzung aus den bereits bestehenden Angeboten für
Körperbehinderte erschwert, sondern viel mehr durch die generelle Frage der
Sinnhaftigkeit des Wettkampfsports für Menschen mit geistiger Behinderung
gestört.
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90er Jahre gelang es langsam ein organisiertes Sportangebot für geistig
Behinderte zu schaffen (Baumann,
Christoph 2004).
Diese Entwicklung zeigt, dass sich die Integration von Menschen
mit geistiger Behinderung in den organisierten Sport noch immer in einer
Anfangsphase befindet.
3. Wie integriert der Organisierte Sport geistig behinderte
Jugendliche?
Durch die Eingliederung in die bereits bestehenden Verbände der
Menschen mit körperlicher Behinderung bekam das organisierte Sportangebot für
geistig behinderte Menschen relativ schnell eine klare Struktur. Als
Hauptorganisation des Sports für Menschen mit Behinderung in Deutschland
unterteilt sich der Deutsche Behindertensportverband (DBS), wie auch seine verschiedenen
Partnerverbände, in verschiedene Ebenen. Unterschieden wird in Nationale-,
Landes- und der Regionalebene. Diese unterschiedlichen Ebenen bieten somit auch
verschiedene Förderungsmöglichkeiten der Integration von geistig Behinderten in
den organisierten Sport.
Auf Nationaler Ebene koordiniert der DBS die Zusammenarbeit mit
seinen Partnerorganisationen und stimmt mit ihnen neue Arbeitskonzepte ab.
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wurden die Vergrößerung des Breitensportangebots, die vermehrte Ausbildung von
Trainern und die fortlaufende Zusammenarbeit mit anderen Verbänden genannt (DBS
2002).
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt auf nationaler Ebene stellt die Öffentlichkeitsarbeit
und das zugehörige Organisieren von großen Sportereignissen. Aktuelles Beispiel ist die Fußballweltmeisterschaft
2006 für Menschen mit geistiger Behinderung gewesen. Mit 300.000 Zuschauern in
den Stadien und vielen Tausenden, die von den Kampagnen und den Festivals
während der WM erreicht wurden, ist es das größte Sportevent für geistig
Behinderte, das Deutschland je gesehen hat (INAS FID 2006).
Solche Großereignisse tragen nicht nur dazu bei, dass sich viele
geistig Behinderte zum Sporttreiben animiert fühlen, sondern fördern noch mehr
das Verständnis der Gesellschaft für wettkampforientierten Sport dieser
Bevölkerungsgruppe. Durch mehr Verständnis wächst auch die Bereitschaft der
Gesellschaft sich für geistig Behinderte zu engagieren und das Sportangebot zu
vergrößern. Dieses Sportangebot wird auf regionaler Ebene bestimmt und ist das
Endglied der Struktur jedes Verbandes.
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sind letztendlich ausschlaggebend für die Teilnahme der geistig Behinderten am
Sport.
Das Beispiel des Budo-Club Mühlheims, welcher im Jahr 1998 sein
Angebot auch für Menschen mit geistiger Behinderung öffnete und seit dem unter
dem moralischen Prinzip helfen und verstehen Behinderten und nicht Behinderten
Kampfsport vermittelt, ist eines der bedeutsamen Veränderungen, die im Moment
die Entwicklung des organisierten Sports prägt (Budo-Club Mühlheim 2005). Immer mehr Vereine erweitern ihr
Angebot für Behinderte und fast alle Vereine für Körperbehinderte nehmen
mittlerweile auch geistig Behinderte auf. Durch diesen Schritt erweitern sich
die Sportmöglichkeiten für geistig Behinderte immens und eine Integration
dieser Menschen in den organisierten Sport wird vereinfacht.
4. Fazit
Unter den geschichtlichen Vorraussetzungen hat der organisierte
Sport für Menschen mit geistiger Behinderung in den letzten 20 Jahren große
Fortschritte gemacht. Durch die Zusammenarbeit der Deutschen Lebenshilfe mit
dem Deutschen Behindertensportverband stieg die Teilnahme von geistig
Behinderten im organisierten Sport von 3.500 im Jahre 1988 auf 15.000 im Jahre
2006 allein in NRW (Baumann,
Christoph 2004) (BSNW 2007).
Auch wenn dies ganz klare Erfolge in der Integration sind muss weiterhin
überlegt werden, wie diese Entwicklung fortgesetzt werden kann.
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