Ziel der Schule der Vielfalt ist es, eine Balance zwischen
individualisiertem Lernen und des Lernens
an gemeinsamen Unterrichtsgegenständen herzustellen, um neben individuellem
Lernen auch gruppenbezogenes soziales Lernen zu ermöglichen.
Das ist jene „Pädagogik
der Vielfalt in Gemeinsamkeit“, wie sie Prengel (1995) und Preuss-Lausitz
(1993) fordern: Im sozialen Kontext der Schule macht sie Pluralität möglich und
lässt Individualisierung zu, welche einen idealen Rahmen für die Integration
von Kindern mit Beeinträchtigungen darstellt.
Nach Heyer ist die
wichtigste Unterstützung für einen Schüler mit besonderem Förderbedarf in einem
integrativem Unterricht die Normalität der Situation, d.h. „das Zusammenleben
mit Kindern ohne Behinderung, das miteinander und voneinander Lernen und die
daraus entstehenden vielfältigen Anregungen für die eigene Entwicklung“ (2002,
S.194).
Hierzu gehört auch die
Nähe zwischen schulischer und außerschulischer Welt, in der soziale Erfahrungen
und Beziehungen der Kinder entwickelt werden, die nur in einer wohnortnahen
Schule realisiert werden können (ebd., S.196).
5.2 Zieldifferentes
Lernen
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Auch Eberwein
(2002, S.509) sieht in der Realisierung zieldifferenten Lernens die eigentliche
Chance, integrativen Unterricht von Schülern mit besonderem Förderbedarf zu
gründen. Die Umsetzung betrachtet er folgender Weise:
„über eine flexible
Lehr-/Lernorganisation, d.h. über verschiedene Formen der inneren
Differenzierung soll die individuelle Lernfähigkeit von Schülern hinsichtlich
des Inhaltes, des Schwierigkeitsgrades, des Umfangs sowie der Reihenfolge und
zeitlichen Dauer einer Aufgabenstellung so berücksichtigt werden, dass nicht
jeder Schüler auf dem gleichen Wege und zur gleichen Zeit das gleiche Ziel
erreichen muss.“ (ebd.,
S. 509).
Ein sinnvolles
gemeinsames Lernen aller Kinder, die sich in ihrer Gesamtentwicklung durch die
vielfältigen vor- und außerschulischen Erfahrungen voneinander unterscheiden,
ist nur dann möglich, wenn akzeptiert wird, dass die Kinder auch in ihrer
Lernentwicklung unterschiedlich sind.
Das bedeutet, dass beim
gemeinsamen Lernen zur gleichen Zeit ganz verschiedene Lernziele gelten können
und somit jedes Kind beim Erreichen seines Ziels unterschiedlich weit ist
(Heyer, 2002, S.193).
5.3 Kooperative
Grundhaltung aller Beteiligten
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Das Zusammenleben fällt
den Schülern leichter, wenn die Unterschiedlichkeit von allen Beteiligten
akzeptiert und respektiert wird, wobei die Erwachsenen durch Vorleben eine
Vorbildfunktion einnehmen (Heyer, 2002, S.193). Nach Heyer hat die
Integrationsentwicklung einen Erfolg,
wenn sich das ganze
Kollegium einer Schule für das integrative Prinzip einsetzt, untereinander
kooperiert, im Team unterrichtet und bei seiner Umsetzung gegenüber den Kindern
und im Umfeld der Schule „an einem Strang zieht“ (ebd., S.193).
|