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Innerstädtische Bodentypen .doc

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Environmental Science
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Geo Sciences
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Friedrich Alexander Universität Erlangen - Nürnberg - FAU
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2007
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Innerstädtische Bodentypen

INHALTSVERZEICHNIS

A)    Funktion von Stadtböden.S. 4

B)    Innerstädtische Bodentypen.S.4

1.      Besonderheiten von Stadtböden.S.4

1.1  Ausgangssubstrat und Bodenentwicklung.S.4

1.2   Historische Phasen der menschlichen Beeinflussung von Böden.S.5

1.3 Menschliche Einflüsse auf heutige Stadtböden.S.5

2.      Bodentypen. .S.6

2.1  Veränderte Böden natürlicher Entwicklung.S.6

2.1.1 Hortisol . .S.6

2.1.2 Rigosol. .S.7

2.1.3 Nekrosol. .S.7

2.1.4 Treposol. .S.8

2.2 Böden aus künstlichen Aufträgen (Deposole) .S.8

2.2.1 Technosol. .S.9

2.2.2 Reduktosole. .S.9

2.3 Versiegelte Böden.S.10

2.3.1 Vollversiegelung.S.11

2.3.2 Teilversiegelung. S.12

2.3.3 Unterflurversiegelung . S.13

2.4 Böden entlang von Verkehrsstraßen und Bahntrasse.S.14

2.5 Böden städtischer Nutzung.S.15

2.5.1 Innerstädtische Freiflächen am Beispiel Freizeitanlagen.S.15

2.5.2 Innerstädtische Freiflächen am Beispiel Kleingartenanlage.S.16

2.5.3 Innerstädtische Freiflächen am Beispiel Park.S.16

2.5.4 Innerstädtische Freiflächen am Beispiel Friedhof.S.17

2.5.5 Verkehrsflächen, Bahngelände.S.17

2.5.6 Wohnbebauung.S.18

2.5.7 Industrie- und Gewerbestandorte.S.18

 

C)    Geeignete Böden für Siedlung und Verkehr.S.18

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In städtischen Räumen steht dazu in Konkurrenz die Nutzung der Standortfunktion für Bau, Wohnen, Produktion, Verkehr und Entsorgung. Bei urbanen Böden werden die natürlichen Funktionen aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte einerseits stark beansprucht und andererseits oft durch anthropogene Eingriffe, wie z.B.

Versiegelung oder Belastung der Böden mit anorganischen und organischen Stoffen, eingeschränkt. Auch die Funktion der Böden als „Unterlage“ für Gebäude, Industrie- und Gewerbebetriebe, Straßen oder Bahngleise hat zur Folge, dass, verglichen zum natürlichen Boden, anderes bzw. dem Stadtboden angepasstes Leben herrschen kann.

Verstärkt wird dies außerdem noch durch die Deponierung oder Entsorgung fester und flüssiger Abfälle. Des weiteren fungiert der Stadtboden als Erholungsraum und als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte.

B) Innerstädtische Bodentypen

1. Besonderheiten von Stadtböden

1.1  Ausgangsubstrat und Bodenentwicklung

Stadtböden zeichnen sich durch spezielles, künstliches oder natürliches, vom Menschen umgelagertes Ausgangsmaterial aus. Stadtböden entwickeln sich größtenteils aus natürlichen, aber künstlich aufgebrachten oder umgelagerten Material oder aus künstlichen Material, welches häufig z.B. durch Asche, Bauschutt, Müll, Klärschlamm usw. schadstoffbelastet ist.

In der Regel sind die Ausgangssubstrate der Stadtböden leichter und schneller verwitterbar als natürliche Ausgangssubstrate.

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Enthalten urbane Böden technogene Substrate wie Bauschutt, Schlacke oder Asche, sind hohe Carbonatgehalte und dadurch hohe Ph- Werte die Folge. Hohe Humusgehalte und toxische Schadstoffgehalte entstehen durch die Anreicherung der Böden mit Schadstoffen durch Immissionen und aus belasteten Substraten.

1.2 Phasen der menschlichen Beeinflussung

Für urbane Böden ist es typisch, dass der Mensch einer der wichtigsten bodenbildenden Faktoren darstellt.

1.2.1 Vorindustrialisierung bis 18. Jahrhundert

Bis zum 18. Jhd. waren die wichtigsten Baumaterialien hauptsächlich Holz, Naturstein und Ziegel. Der Häuserbau erfolgte ohne bzw. mit flacher Gründung, so dass nur selten Boden ausgehoben wurde.

1.2.2 Industrialisierung

Die Industrialisierung führte auf Grund der nun geeigneten Maschinen zu tieferen Bauaushüben. Außerdem entstanden durch neue Baustoffe, wie z.B. Asphalt, Beton und Blech, Rückstände im Boden. Auch stieg die Kontamination mit Schadstoffen. Die Abfälle, für die es in der Stadt kein Platz mehr gab, wurden immer mehr an die Stadtränder verlegt, welche dann teilweise wieder von wachsenden Städten überbaut wurden.

 

1.2.3 Ab 50iger Jahre

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1.3  Menschliche Einflüsse auf heutige Stadtböden

Stadtspezifische Veränderungen erfolgen dadurch, dass durch Absenkung, Bodenauftrag und geringere Grundwasserneubildung, aufgrund von Wasserentnahme für Trinkwasser und Baumaßnahmen, tiefere Grundwasserstände entstehen. Durch Mischen, Planieren, Abtrag oder geringmächtigen Auftrag kommt es zur Störung der Horizontierung.

Befahren, Tritt, Baumaßnahmen und auch Oberflächenverkrustung führen zur Bodenverdichtung. Weitere maßgebliche Bodenveränderung erfolgt durch Düngung und Bewässerung der Park- und Gartenböden, durch Alkalisierung in folge von Kontamination durch Abfälle oder Abwässer, aufgrund von Schadstoffbelastung durch Hausbrand von Gewerbe, Industrie und Verkehr und aufgrund von Versiegelung der Bodenoberfläche durch Bebauung.

Dies alles führte dazu, dass die urbanen Böden oft dichter, trockener, weniger sauer, häufig nährstoff- aber auch schadstoffreicher als natürliche (Wald-) Böden sind.

2. Bodentypen

In städtisch- industriellen Verdichtungsräumen können drei verschiedene Bodenkomplexe unterschieden werden: Veränderte Böden natürlicher Entwicklung, Böden aus künstlichen Aufträgen und versiegelte Böden. Des weiteren werden hier noch Böden entlang von Verkehrsstraßen und Bahntrassen behandelt.

 

2.1 Veränderte Böden natürlicher Entwicklung

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2.1.1 Hortisol

Der Hortisol weist ein R- Ap/R- Ah/(R/) C- Profil auf. Er ist ein alter, intensiv kultivierter, nährstoffreicher (v.a. N und P) schwach saurer bis neutraler Gartenboden. Es handelt sich dabei um einen tiefhumosen, lockeren Boden, der durch jahrzehnte- bis jahrhundertlange intensive Gartenkultur und somit durch starke Bodenbearbeitung, intensiver Bewässerung und organischer Düngung mit Kompost, Torf, Fäkalien und Müll entstanden ist. Der Hortisol besitzt einen über 40 cm mächtigen, stark humosen und krümeligen Ah- Horizont mit über 4% organischer Substanz, so dass eine hohe biologische Aktivität vorhanden ist.

Sind Hortisole aus z.B. sandigen Böden hervorgegangen, sind durch die Humusanreicherung das Wasser- und Nährstoffbindungsvermögen sowie die Stickstoffreserven beträchtlich erhöht. Düngung und Kalkung ließen oft auch den Ph- Wert und die Gehalte an verfügbaren Nährstoffen enorm ansteigen.

Andere Hortisole sind z.B. aus lehmigen Parabraunerden entstanden, die vor der Gartennutzung in der Regel lange ackerbaulich genutzt wurden und bereits dadurch eine Krumenvertiefung erfahren hatten. Hier sind die Verbesserungen der Wasser- und Nährstoffverhältnisse weniger deutlich ausgeprägt, wenngleich durch tiefes Umgraben, bei dem verlagerter Ton wieder nach oben gelangte, der Oberboden oft lehmiger wurde und somit mehr Wasser und Nährstoffe zu binden vermag.


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