Definition
Unter Inflation
(auch Teuerung) versteht man in der Volkswirtschaftslehre einen Anstieg des
allgemeinen Preisniveaus während mehreren aufeinander folgenden Zeitperioden.
Wenn es Inflation gibt, wächst die Geldmenge stärker als die Menge aller
hergestellten Güter (bzw die Geldmenge schrumpft weniger stark als die
Gütermenge). Das führt zu einer realen Abwertung des Geldes. d.h man kann sich
mit dem gleichen Betrag in Euro weniger Produkte und Dienstleistungen kaufen als
vor der Inflationsphase (geringere Kaufkraft).
Der
wichtigste Grund für Inflation ist die Erhöhung der Geldmenge durch die
Nationalbank. D.h die Nationalbank verfolgt eine lockere Geldpolitik und stellt
der Wirtschaft mehr Geld zu Verfügung. Ein anderer Grund für Geldmengenwachstum
und somit für (höhere) Inflation ist eine höhere Umlaufgeschwindigkeit des
Geldes. Wenn das Geld im Kreislauf schneller durchläuft hat das denselben
Effekt wie, wenn wir eine grössere Geldmenge hätten.
Inflationsformen
Schleichende
Inflation (Preissteigerungsrate 2,5-5%)
-zieht
sich über mehrende Jahre hinweg fort,
Sie
stellt keine Ernst zu nehmende Bedrohung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
dar. Sie kann die wirtschaftlichen Aktivitäten sogar stimulieren, da die
Illusion von persönlichen Einkommenssteigerung zu erhöhtem privaten Konsum
führen kann.
-Ausgleich
nur möglich durch Steigerung der Reallöhne
Galoppiernde
Inflationen (über 20%, meist mehr als 50%)
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Die galoppiernde Inflation kann zu einer pemanenten
Bedrohung der wirtschaftlichen Stabilität auswachen und sich sogar noch
beschleunigen (Ausweitung zu Hyperinflation).
-Mögliche
Lösung : Währungsreform
Hyperinflation
Im
Extremfall entwickelt sich die galoppiernde Inflation zu einer Hyperinflation,
die den Zusammenbruch des gesamten Wirtschaftssystem zu Folge hat. Beispiel
hierfür ist die Situation in Deutschland nach dem 1WK
Inflationsursachen
1
Nachfrageinduzierte Inflation
N
> A -> P steigt
verursacht
durch:
Konsumgüternachfrage
der privaten Haushalte
Händler
U
Investitionsgüter / Rohstoffe
Ausland
niedrige
Zinsen von Bank
staatliche
Maßnahmen
2
importierte Inflationsart
Export
-> Import -> Geldmenge steigt, Gütermenge sinkt, Preis steigt
Rohstommimportierte
Inflation (z.b Energie)
3
Angebots oder gewinnorientierte Inflation
u
steigen Preise A<N -> Verlauf Lohn-Preis-Spirale
Marktmacht
der Anbieter
Lohnerhöhung
4
Geldmengenindizierte Inflation
Menge
steigt, Umlauf sinkt, Notenbank als Verursacher
Was
besagt die Inflationsrate?
Die
Inflationsrate ist eine Kennzahl, welche die Stärke der Inflation angibt.
Allgemein bezeichnet Inflation den Prozess einer langanhaltenden signifikaten
Preisniveausteigerung, wodurch es zu einer Änderung des Austauschverhältnisses
von Geld zu Gütern kommt.
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Aufgrund
der Preisänderung dieses Warenkorbes ergibt sich die Inflationsrate. Diese
stellt somid die prozentuale Preisänderung innerhalb des Zeitraums von einem
Jahr dar. Der Preis des Warenkorbes wird in Deutschland vom Statistischen
Bundesamt moantlich berechnet und zum jeweiligen Basisjahr in Beziehung
gesetzt. Bei einer angenommenen jährlichen Inflation von 2% würde also ein
Warenkorb im Wert von 100 EUro im darauf folgenden Jahr 102 Euro kosten.
Umgekehrt
ergibt sich durch die Preissteigerung ein entsprechender Kaufkraftverlust, also
ein Wertverlust des Geldes. Bei diesem Beispiel würde man für 100 € nach einem
Jahr nicht mehr den gesamten Warenkorb kaufen können, da dieser nun 102€
kostet. Man erhält also rechnerisch nur noch 100/102 = 98,04% des
ursprünglichen Warenkorbs. Dies wiederum entspricht somit einem
Kaufkraftverlust von 100-98,04 = 1,96% , was unter der Inflationsrate von 2%
liegt.
Inflationsmessung
Wer
misst? Bundesamt für Statistik wowie EZB
Was
wird gemessen? Statistische Einheitsfamilie -> Haushaltsbücher
Warenkorb
- lebensnotwendige Güter
Indizien
Preisindex der Lebenshaltungskosten
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festzustellen, welche Waren und Dienstleistungen Verbraucher typischerweise
kaufen und welche daher als in gewisser Weise repräsentativ für den
Durchschnittsverbraucher einer Volkswirtschaft betrachtet werden können.
Dazu gehören nicht nur die Artikel, die Verbraucher täglich kaufen (z. B. Brot
und Obst), sondern auch Gebrauchsgüter (z. B. Autos, PCs, Waschmaschinen usw.)
und wiederkehrende Transaktionen (z. B. Mietzahlungen). Die Zusammenstellung
dieser „Einkaufsliste“ von Artikeln und ihre Gewichtung entsprechend ihrer
Bedeutung in den Budgets der Verbraucher ergeben den sogenannten Warenkorb.
Jeden Monat prüft eine Gruppe von Preisbeobachtern die Preise dieser Artikel an
verschiedenen Verkaufsstellen. In der Folge werden die Kosten dieses Korbs
immer wieder verglichen, sodass eine Zeitreihe für den Preisindex entsteht. Die
jährliche Inflationsrate kann dann berechnet werden, indem man die Veränderung
der Kosten des Warenkorbs heute als Prozentsatz der Kosten des identischen
Warenkorbs vor einem Jahr ausdrückt. Diese Rate wird beispielsweise von der
Europäischen Zentralbank (EZB) europaweit oder in Deutschland vom Statistischen
Bundesamt gemessen. Üblicherweise erfolgt die Messung nicht nur einmal pro
Jahr, sondern in monatlichen Abständen.
Inflationsauswirkungen
Einkommen: Erwerbstätige,
die nicht an Kaufkraft verlieren möchte, müssen die Geldentwertung durch
Einkommenserhöhung ausgleichen.
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„Lohn-Preis-Spirale“ in Bewegung gesetzt hat.
Vermögen: Geldvermögen
wachsen durch Zinsen. Liegen diese unter der Inflationsrate, nehmen
Geldvermögen real ab. Somit schwächt die Inflation die
Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes und Sparer sind die Verlierer.
Spareinlagen (mit niedrigen Zinssätzen) bilden jedoch die typische Anlageform
der breiten Bevölkerungsmasse. Sparkonteninhaber tragen somit einen besonders
hohen Teil der Inflationskosten. Sachvermögen sind auf der anderen Seite von
Inflation kaum betroffen, da diese Art des Vermögens durch Wertsteigerungen
wächst und diese meist über der Inflation liegt.
Schulden: Schulden
unterliegen dem Nominalwertprinzip. Das heißt, der einmal verschuldete Betrag
bleibt auch bei hoher Inflation derselbe Betrag, den es zurückzuzahlen gilt.
Somit profitieren Schuldner durch Inflation, Gläubiger verlieren. Um dem
vorzubeugen, beinhalten Kreditverträge häufig Inflationsausgleiche.
Beschäftigung: der empirische
Zusammenhang zwischen Inflation und Beschäftigung wird meist mithilfe der
Phillips-Kurve dargestellt, die eine negative Beziehung zwischen
Arbeitslosenrate und Inflation sieht.
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größer ausfallen.
Wozu
brauchen wir einen stabilen Geldwert?
-stabiler
Preis schaft Vertrauen in die Währung
-Investitionen
von Unternehmen
-Sicherung
von Arbeitsplätzen
-Sparen
-Wohlstand
-Inflation
mit Vitaminen
-Stabile
Währung verhindert Krisen
-Konsum
-sichere
Exporte / Vertrauen im Ausland
-sichere
Altersversorgung für Rentner+Pensionäre
-schafft
polit. Stabilität
-Kreditunwürdigkeit
-sichere
Zukunftspläne
-Lohnsteigerung
lohnen sich
-langfriste
Verträge sowie Planungen möglich
Wie
kann Inflation bekämpft werden?
•
restriktive Ausgabenpolitik, z.B. durch Stundung von Kreditrückzahlungen bzw.
der Zinsen auf
Kredite
• Senkung der Ausgaben für die öffentlichen Haushalte, z.B. indem Subventionen
abgeschafft werden
• Verzicht auf Geldschöpfung: Das spielt natürlich nur eine Rolle in Staaten,
die Geldschöpfung zur Finanzierung der Staatsausgaben verwenden, was in der
Europäischen Union (EU) kaum der Fall ist
• eine ausländische Währung als offizielles Zahlungsmittel einsetzen - das wäre
allerdings ein sehr drastischer Schritt
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