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Hyperion oder der Eremit in Griechenland - Deutschlandskritik (Page 2).doc

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Faculty
Human Science
Discipline
Literature
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University, School
Philologische Fakultät in Belgrad,Serbien
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2008
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Literature

Analyse der Gedichte die Kapelle und das Scholss von Uhland
Analyse der Gedichte -die Kapelle- und -das Schloß am Meere- von Ludwig Uhland Inhaltsverzeichnis­ Seite 1. Einleitung 3 2. Analyse -die Kapelle-

Alle Gegensätze sind auf ein ausgleichendes Maß zurűckgefűhrt. Dazu hat die Form und Organisation des Staates beigetragen. Wenn Absolutismus in einem Staat herrscht, dann hat die herrschende Schicht das Recht in allen Sphären des privaten und öffentlichen Lebens das Wort zu fűhren. Hölderlin glaubt an die “ heilige Theokratie der Schönheit”, eine neue Kirche.

Er setzt sich fűr die Entstehung eines Freistaates, fűr ein antimonarchistisches Staatsmodell.

Er fordert volle Öffentlichkeit des gesellschaftlichen Lebens nach dem Vorbild der Polis-demokratie der Athener. Ein Staat sollte nur die Funktion ausűben, die allseitige Entfaltung der einzelnen Persönlichkeiten und des sozialen Lebens von äußeren Störungen und Hemmungen zu schűtzen und nichts mehr.

Seine Vorstellung des Staates vergleicht er mit einer Mauer, die um die Frűchte und Blumen der Menschen umkreist. “Er ist eine schűtzende Hűlle fűr die Blűte der Menschenschönheit.” [3] Damit eine wahre Gemeinschaft entsteht, sollte jeder Mensch “ Gott in uns” erkennen und so das Gefűhl der gegenseitigen Verbindung zwischen den Menschen erwecken.

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Hyperion oder der Eremit in Griechenland - De[...].doc
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Die Hauptmerkamale einer solchen Gemeinschaft sind Kunst, Religion und Philosophie, die als “ Töchter der Schönheit” im Werk bezeichnet sind.

Wie kann man nun solche Schönheitsdeale verwirklichen? Wie kommt es zur Umwertung aller Werten? Der Roman bietet zwei Möglichkeiten : durch einen allmähligen Prozess der Erziehung oder der Schulung, der mit der Gestalt Diotimas verkűndigt wird, oder mit Handeln und Tätigkeit, die in der Gestalt Alabandas dargestellt sind.

Wir sehen den Protagonisten auf den beiden Wegen. Alabanda hat sowie Hyperion große Hoffnungen fűr die Zukunft. Deshalb haben sie sich gefunden und eine tiefe Freundschaft geschlossen.

Alabanda ist als tätiger, radikaler Erneuerer, Revolutionär dargestellt, der die Welt verändern will.Er ist “ der liebe Rűstige” mit der “nervigen Faust”.

Aber es kommt zum Zwiespalt zwischen den Freunden, als die Frage der Herrschaftsform vorkommt. Alabanda, als Mitlied eines Verschwörerbandes “ Bund der Nemesis”( “Nemesis” ist Göttin der Nacht, der Vergeltung ) setzt sich fűr Gewalt und Zwang, Hyperion dagegen glaubt an die neue Kirche und stellt sich Alabanda als bloßer Schwärmer oder Liebling der Natur vor, dessen Ideen gar nicht in der Welt realisbar sind.

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Das ist eine Anspielung auf die Französiche Revolution.

Wie die anderen Klassiker, glaubte Hölderlin an Idealen dieser Revolution – Freiheit, Gleichheit und Brűderlichkeit .

Sie zeichnete fűr ihn die Menschendämmerung, der Anfang einer neuer besseren Zeit und Verwirklichung seiner Träume. Nach dem enttäuschenden Ausgang der Revolution hört Hölderlin auf, an die konkreten historischen Formen zu glauben und wendet sich dem zweiten Weg. Das geschieht auch mit Hyperion.

Er erlebt eine Katastrophewurde, als er einsieht, dass seine Genossen sich in eine “ Räuberbande” verwandeln, die plűndert und mördert. Er selbst wurde von einem Getreuen verletzt. Der Krieg zeigte ihm den wahren Charakter der Menschen.

Der bewaffnete Aufruhr fűhrte nur zur Vertiefung der Prozesse der Umwandlung, nicht wirklich zur Verwandlung. Hyperion wählt jetzt den zweiten Weg, den Weg der Erziehung. Hyperion entschloss sich als Eremit in Griechenland zu leben.

Drei Jahre lang wird er die Welt durchreisen, um durch Erfahrungen reifer zu werden und schließlich mit der Aufgabe des Erziehers zu beginnen.

Zusammenfassung.Hölderlin hat die große Bedeutung des Ästhetischen bzw. der Schönheit in der Natur bei der Erziehung anerkannt.

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Auf der anderen Seite werden schon in der Vorrede erwähnte “ Dissonanzen in einem gewissen Charakter” aufgelöst.

Die allumfassenge Gottheit, die unter den Menschen vermisst, fand er wieder in der Natur. So ist der innere Zwiespalt im widergewonnenen Verhältnis zur allheilenden Natur gelöst. ”Versöhnung ist mitten im Streit und alles Getrennte findet sich wieder”.[4]



[1] Friedrich Hölderlin, „ Hyperion oder der Eremit in Griechenland“,Nachwort von Michael Knaupp,Phillip Reclam jun. Stuttgart,1998, S.171

[2] Friedrich Hölderlin, „ Hyperion oder der Eremit in Griechenland“,Nachwort von Michael Knaupp,Phillip Reclam jun. Stuttgart,1998, S.10

[3] „ Beiträge zu seinem Verständnis in unserm Jahrhundert“,herausgegeben von A.Kelletat,Tűbingen,1961,S.124

[4] Friedrich Hölderlin, „ Hyperion oder der Eremit in Griechenland“,Nachwort von Michael Knaupp,Phillip Reclam jun. Stuttgart,1998, S.178


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