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Hydrologische Exkursion Judenburg/Arzwaldgraben .doc

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Faculty
Environmental Science
Discipline
Geo Sciences
Document category
Excursion report
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
Additional information
WS 2008/09
Responsible User
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Hydrologische Einführungsexkursion

Steiermark


Exkursionsbericht


WS 2008/09



Steiner Stefan, 0414309



Mag.phil.Dr.rer.nat. Wolfgang Fischer, Mag.Mag. Arnulf Hasler




Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung. 3

2. Wasserwirtschaft Obersteiermark. 4

2.1. Trinkwasserverband Aichfeld / Murboden.. 5

2.2. Stadtwerke Judenburg. 7

2.3. Weyernau (Weyern / Großlobming) 11

3. Grundlagen der Hydrogeografie. 14

3.1. Quelle Andritz Ursprung. 14

3.2. Der Arzwaldgraben.. 17

3.2.1. Geografie des Arzwaldgrabens. 17

3.2.2. Die Geologie des Arzwaldgrabens. 20

3.2.3. Exkursionsziele im Arzwaldgraben.. 24

4. Zusammenfassung. 28

5. Quellenverzeichnis: 29

6. Abbildungsverzeichnis. 30


1. Einleitung

Im Rahmen einer hydrologischen Einführungsexkursion, die am 16. und 17. Oktober 2008 stattfand, wurden den teilnehmenden Studenten erste Grundlagen der Hydrogeografie vermittelt. Dabei wurde am ersten Tag von Hr.

Mag. Arnulf Hasler ein Einblick in die Wasserwirtschaft der Obersteiermark gegeben, am zweiten Tag vermittelte Dr. Mag. Fischer Wolfgang vom Institut für Geographie in Graz Grundlagen der Hydrogeografie am Beispiel des Arzwaldgrabenbaches (exakt: des Arzbaches im Arzwaldgraben).

 

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2. Wasserwirtschaft Obersteiermark


Am Donnerstag, den 16.Oktober 2008 begann die Exkursion in Knittelfeld. Dort wurde die Zentralstelle des Trinkwasserverbandes Aichfeld / Murboden sowie der Hochbehälter Aichfeld im Raum Sachendorf besichtigt (siehe auch Abbildung 1).


Abbildung 1: Standort TWV Aichfeld/Murboden bzw. Hochbehälter Sachendorf (nördlich)


Grafiken wurden automatisiert entfernt

Arbeitsgrundlage: AustrianMAP, eigene Bearbeitung





2.1.   Trinkwasserverband Aichfeld / Murboden


Die Leitung des Trinkwasserverbandes Aichfeld / Murboden verwaltet und überwacht die Trinkwasserversorgung von 15 Mitgliedergemeinden (ca. 36 000 Menschen) und wurde 1976 gegründet. Diese Mitgliedergemeinden sind im folgenden Absatz aufgelistet:

Knittelfeld

Judenburg

Zeltweg

Weißkirchen

Großlobming

Spielberg

St. Marein

Kobenz

 

Fohnsdorf

Weißkrichen

St. Margarethen

Apfelberg

Feistritz

St. Lorenzen

Eppenstein

 












Hierbei ist die Verwaltungsstelle verantwortlich für 12 Trinkwasserwerke wie z.B. Speicherbehälter, mehrere Quellfassungsanlagen (z.B. Hauptwasserbrunnen Großlobming, einen Schachtbrunnen mit einer Schüttung von ca. 120 Liter pro Sekunde, Quellanlage bei St.

Marein bei Knittelfeld), 187 000 Laufmeter Trinkwasserhauptversorgungsleitungen DN 80-400, zahlreiche Schächte, Hydranten, Schieber sowie die zentrale Schalt- und Überwachungsanlage. (Angaben aus dem Vortrag von Hr. Ing. Schmid bzw. der Homepage des Wasserbands www.wasserverband-am.at). Außerdem befindet sich noch die Abfallsammelstelle sowie die Leitung der städtischen Beleuchtung auf dem Areal.

 

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Abbildung 2: Überwachungsanlage Wasserverband Aichfeld / Murboden


Grafiken wurden automatisiert entfernt


Weiters muss ein 24-Stunden – Bereitschaftsdienst gestellt werden sowie die laufende Qualitätskontrolle des Trinkwassers sichergestellt sein. Darunter fallen Aufgaben wie die Überwachung der Grundwasserschutz- und –schongebiete, die Einhaltung der gesetzlichen Auflagen und Grenzwerte sowie bakteriologische sowie chemisch-physikalische Untersuchungen.

Eine Besonderheit im Verantwortungsbereich des Wasserverbandes ist die Notwendigkeit der Installation von Druckreduzierungsanlagen aufgrund der hügeligen Lage Knittelfelds. Derzeit wird versucht, ein Projekt durchzubringen, welches die freiwerdende Energie aus diesen Druckreduzierungsanlagen zu nutzen versucht. Allerdings scheitert eine Umsetzung noch an der Finanzierung.

Besichtigt wurde auch noch der Hochbehälter Aichfeld (siehe auch Abbildung 3) mit einem Fassungsvermögen von 5000 m³ (aufgeteilt auf zwei Kammern).


Abbildung 3: Hochbehälter Aichfeld


Grafiken wurden automatisiert entfernt


Hochbehälter haben gegenüber Tiefenbehältern den Vorteil, die Wasserversorgung für eine gewisse Zeit auch bei Stromausfall aufrechterhalten zu können.



2.2.   Stadtwerke Judenburg

 

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Nähere Informationen zu den verschiedenen Versorgungsleistungen findet man im Internet unter http://www.stadtwerke.co.at/include.php?path=start.php.


Abbildung 4: Standort der ARA Judenburg


Grafiken wurden automatisiert entfernt

Arbeitsgrundlage: Austrian Map, eigene Bearbeitung



Der Wasserversorgungszweig bedient ca. 36 000 Menschen (10 100 Abnehmer) mit Trinkwasser. Der durchschnittliche Gesamtverbrauch liegt bei ca. 2100 m³ pro Tag bei einem Spitzenverbrauch von 40 Litern pro Sekunde.

Die bereitgestellte Jahresmenge beträgt etwa 800 000 m³ im Jahr, der Verbrauch liegt bei ungefähr 655 000 m³. Dies entspricht einem Jahresverbrauch von 44 m³ pro Abnehmer.

Eine besonders wichtige Fragestellung im Raum Judenburg ist der demografische Wandel. Die Bevölkerungszahl und damit auch die Zahl der Abnehmer sinkt ständig (2-5% im Zensuszeitraum), daraus resultieren Einnahmenverluste.

Die Wasserversorgung in Judenburg überwacht ca. 82 Kilometer Versorgungsleitung, 50 km Hauswasseranschlussleitung, 2000 Messstellen, 10 Quellen, 4 Brunnen, 3 Pumpwerke, 4 Hochbehälter sowie 143 Hydranten. Der Großteil des Trinkwassers stammt aus dem Bereich der Seetaler Alpen.

 

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Die Leitung der ARA, situiert im Hauptgebäude, verwaltet 55 km öffentliche Kanäle, 15 Pumpstationen, verfügt über einen digitalen Leitungskataster und stellt einen 24-stündigen Bereitschaftsdienst. Weiters befindet sich hier ein Labor, in dem ca. 1500 Analysen pro Jahr durchgeführt werden.


Abbildung 5: Skizze des Kraftwerksgeländes (westlicher Teil)


Grafiken wurden automatisiert entfernt

Arbeitsgrundlage: Prospekt ARA Judenburg, ohne Impressum


Abbildung 6: Skizze des Kraftwerksgeländes (östlicher Teil)


Grafiken wurden automatisiert entfernt

Arbeitsgrundlage: Prospekt ARA Judenburg, ohne Impressum


Wie aus den Abbildungen 5 und 6 ersichtlich, besteht die Anlage aus folgenden Komponenten (Arbeitsgrundlage: Prospekt ARA Judenburg, ohne Impressum):

  • Mechanische Reinigung

 

-          Schotterfang (Abscheidung von 25 Tonnen Schotter pro Jahr)

-          Schneckenhebewerk (Kapazität 325 Liter pro Sekunde)

-          Rechenanlage (Trommelrechen mit 3 und 7 mm Spaltweite)

  • Physikalische Reinigung

 

-          Landsandfang (18 m Länge)

-          Vorklärbecken (480 m³ Volumen), siehe Abbildung 7

-          Spitzenausgleichsbecken


Abbildung 7: Vorklärbecken und Spitzenausgleichsbecken


Grafiken wurden automatisiert entfernt





  • Mikrobakterielle Reinigung

 

-          Belebungsbecken (3000 m³ Fassungsvermögen)

-          Gebläsehaus

 

  • Material- und Energieverwertung

 

-          Schlammbehandlung

-          Faulturm (580 m³ Volumen)


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