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Humangeographie II - Wirtschaftsgeographie .doc

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Environmental Science
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Geo Sciences
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Universität Siegen
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Humangeographie II - Wirtschaftsgeographie

Inhalte des Seminars:

v  ..Grundlagen der Wirtschaftsgeographie

v  Ökonomische und geographische Grundbegriffe

v  Wirtschaftliche Aktivitäten

v  Klassische Standorttheorien

v  Theorie der zentralen Orte

v  Industrielle Standortlehre

v  Grundlagen der relationalen Wirtschaftsgeographie

v  Die Organisation von Unternehmen

v  Evolution der Unternehmerorganisation in räumlicher Perspektive

v  Innovationsprozesse und technologischer Wandel

v  Die Stadt als Unternehmen – Stadtmarketing

Grundlagen der Wirtschaftsgeographie

„Wirtschaftsgeographie ist die Wissenschaft von der räumlichen Struktur und Organisation

der Wirtschaft und/oder Gesellschaft, sowie deren Entwicklungsprozessen.“

§  wirtschaftliche und soziale Prozesse

§  handelnde Akteure

§  räumliche Perspektive

§  menschliche und soziale Faktoren

§  traditionale Standortfaktoren (heute nicht mehr so wichtig )

Gliederung der Wirtschaft

 

Primärer Sektor (Urproduktion): Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

Sekundärer Sektor (Verarbeitende Wirtschaft): Bergbau, Industrie, Handwerk

Tertiärer Sektor (Dienstleistungswirtschaft): Handel, Verkehr, Finanzwesen, Gesundheitswesen, Bildung, öffentliche Dienste

 


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Absolute Lage: Topographische Bestimmung eines Ortes auf der Erde

Relative Lage: Beziehungen eines Ortes zu anderen Orten, die durch Richtung und Distanz

bestimmt werden.

Standort: Gesamtheit aller an einem Punkt wirksamen ökonomischen gestaltenden Kräfte

-          es gibt lokale, regionale, nationale, supra- nationale und globale Maßstabsebenen

Standortwahl in der Industrie

- statische Ansätze

o Entscheidung zu einem Zeitpunkt, kein weiterer Zeitfaktor

- dynamische Ansätze

o zeitlicher Ablauf der Bedingungsänderung der Standorte

o Verlagerung oder Bestätigung des Standortes

- systemische Ansätze

o Beziehungen zu anderen Unternehmen

Angebot und Nachfrage

-          Angebot bezeichnet eine Menge von Gütern

-          Nachfrage bezeichnet die Absicht von Haushalten und Unternehmen bestimmte Mengen an Gütern und Leistungen zu erwerben.

-          Je größer ein Angebot an Waren auf einem Markt ist, desto stärker fallen die Preise. àJe größer aber die Nachfrage ist, desto höher steigen die Preise

Güterarten

a)      nach Verfügbarkeit

§  freies Gut à überall vorhanden, z.B. Luft

§  knappes Gut à nicht überall vorhanden, z.B. Boden

b)      Art der Zusammensetzung

§  Sachgüter à Gegenstände, greifbar, sichtbar, lagerbar

§  Dienstleistungen à nicht greifbar, lagerbar

à Dienstleistungen werden immer mehr- Zeichen für weit entwickelte Wirtschaft

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Verwendungszweck von Gütern

-          Konsumgüter à Endprodukt, wird konsumiert, z.B. Fernseher

-          Produktionsgut àProdukt wird genutzt, um etwas anderes herzustellen

-          Verbrauchsgüter à einmal einsetzbar, z.B. Nahrung

-          Gebrauchsgut à verschleißt nicht schnell, z.B. Auto

Ersatz/ Ergänzung

-          Substitutionsgut à ersetzt etwas, z.B. Butter – Margarine

-          Komplementärgut à 2 Güter, die sich brauchen um sinnvoll zu sein

Art und Wiese der Befriedigung

-          individuell à nutze ich alleine, z.B. Auto

-          kollektiv à wird von vielen genutzt z.B. Straßenverkehrssystem

Dringlichkeit der Bedürfnisse

-          Existenz à Nahrungsmittel, Kleindung

-          Kultur àBücher, Musik, Auto,

-          Luxus à Schiff

-          relativ variabel, Grenze verschiebt sich je nach wirtschaftlichem Stand

Produktionsfaktoren:

Faktoren die nötig sind, um unternehmerisch tätig zu werden.

- Arbeit à Arbeitskräfte, Menschen

- Kapital à Produktionsmittel (Geld, aber auch materielle Dinge z.B. Geräte)

- Boden à Grundstücke, Ackerland…

- technisches Wissenà Fähigkeiten, Fertigkeiten

 

Stadt und Land

 

räumliche Disparität

§  unterschiedliche Räumlichkeiten

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§  Entleerungsräume (Regionen die wirtschaftlich nicht mehr genutzt werden)

Agglomeration à Ansammlung größerer Menschenmassen auf kleinem Raum, hat hohe

Bevölkerungsdichte zur Folge

Modell „städtische Agglomeration“

§  Kernstadtentwicklung à Landflucht à Verstädterung

§  20er Jahre à In Städten war kein Platz mehr à Stadtflucht àStadt wurde entlasten

Gentrifikation

-          Aufwertung innenstadtnaher Wohngebiete àstatusniedrigerer durch statushöhere

Bevölkerung in diesem Gebiet ausgetauscht

-          Aufwertung des Wohnungsbestandes durch Modernisierung

-          die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen à Neubau von Eigentumswohnungen

-          Reinvestition in Gebäudebestand und Infrastruktur eines Gebietes

-          sozialer Aspekt à Verdrängung von Menschen

Verdichtungsräume

-          bestehen aus einem Oberzentrum als Kernstadt und funktional Umland.

-          gegenüber dem ländlichen Raum durch die Gemeinden abgegrenzt

-          Bevölkerungs- und Beschäftigtendichte ist hoch à Pendlerverflechtungen zur Kernstadt

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-          Kennzeichen der äußeren Verdichtungszone: oft gute Verkehrsbeziehung zum Verdichtungskern und relativ preisgünstiger Wohnungsbau

Ballungsgebiete

-          räumlich konzentrierte Anhäufung von Menschen, Gebäuden und Wirtschaftsunternehmen

-          weitgehend identisch mit dem Begriff Verdichtungsraum

-          monozentrischen Ballungsgebieten à haben sich um eine Großstadt herum herausgebildet

-          polyzentrischen Ballungsgebieten à umfassen die gesamte Region mit mehreren großen Städten einschließlich ihres Umlandes.

Metropolregionen

-          eine stark verdichtete Großstadtregion von hoher internationaler Bedeutung, zB. Berlin, München, London, ...

-          Motoren der sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung

-          Entscheidungs- und Kontrollfunktion à Konzentration von politischen und ökonomischen Einrichtungen

-          Austausch von Wissen und Informationen ist auf Grund guter Erreichbarkeit (durch internationaler Flughäfen) kein Problem

-          Metropolen strahlen Attraktivität aus

-          wenn ich Metropolen einrichte, ist dies schlecht für die Regionen, die nicht dazu gehören àschlecht für Gleichgewicht

-          Brückenräume à liegen zwischen 2 Metropolen

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