Gliederung
von Dienstleistungen: Wissensbezogene D. (Forschung, Bildung, EDV..), Wartungs- und
Reparaturdienste (Bauten, Reparatur..), Finanzielle D. (Verkauf..), öffentliche
Wohlfahrtsdienste (Entsorgung, Sicherheit..), Informationsdienste (Medien..),
Vermögensverwaltungsdienste, Verkehrsdienste, Managementdienste,
Sicherheitsdienste (Versicherungen..), Verwaltungsdienste, politische Dienste,
alltägliche Dienste. Weiters gibt es die Einkommensabhängigen
Dienstleistungen (von privaten Haushalten gekauft, z.B. Körperpflege,
Erholung..), Produktionsabhängige Dienstleistungen (von Unternehmen
gekauft, z.B. Banken, Verkehr, Handel..), Öffentliche Dienste
(Verwaltung, Polizei..).
Standorte
von Dienstleistungseinrichtungen
Eine
Sonderstellung besitzen Verkehrswesen und Transportvorgänge (sind nicht fest
verortet). Stationen wie Postämter, Bahnhof usw. sind fest verortet: versorgen
von ihrem Standort ein Einzugsgebiet, bei ihnen besteht ein Zusammenhang
zwischen Angebot und Nachfrage. Sie werden in 2 Gruppen gegliedert:
Haushaltsorientierte Gruppe (flächendeckende Versorgung notwendig) und
Produktionsorientierte Gruppe (Versorgung mit speziellen Dienstleistungen).
Theorie
der Zentralen Orte
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usw. Das Zentrale-Orte-Konzept: vom wirtschaftstheoretischen Partialmodell
konzipiert, zum Instrument für Planungsprozesse.
Christaller: Seine Theorie beinhaltet das
System der Zentralität. Er erklärt entscheidende Raumbeziehungen und
verdeutlicht die daraus abzuleitenden unternehmerischen Erklärungen, in dem er
gleichartiges Verhalten der Marktteilnehmer sowie gleiche Verteilung der
Kaufkraft unterstellt (homogene Raumbedingungen). Er unterscheidet zwischen
innerer/unterer Reichweite (definiert Mindesteinzugsgebiet der Anbieter) und
äußerer/oberer Reichweite (definiert äußere Grenze der möglichen Nachfrage).
Außerdem definierte er 8 Zentralitätsstufen.
Hilfszentrale
Orte:
wenn keine ausreichende Nachfrage vorhanden ist. Variante der Hilfszentralität,
von Christaller, ist Abwandlung des Modells, da von der Gleichverteilung der
Bevölkerung abgewichen wird => realitätsbezogene Modifikation der Theorie.
Handel
zwischen global und lokal
Der
Handel ist der Vermittler zwischen Produktion und Verbrauch und lässt sich in
Hauptfunktionen unterteilen: Überbrückungsfunktion (Handel muss
räumliche Trennung und zeitliche Unterschiede von Produktion und Verbrauch
ausgleichen), Warenfunktion (Zusammenstellung der Ware, Ausgleich der
Mengenunterschiede), Funktion des Maklerhandels (z.B. Werbung).
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sind Erhöhung des Lebensstandards, Vollbeschäftigung, Wirtschaftswachstum.
Kernaufgaben sind Verhandlungen im Bereich des internationalen Handels,
Umsetzung handelspolitischer Aufgaben, Integrationsförderung der
Entwicklungsländer in den Welthandel..
Globaler
und lokaler Handel: Wichtige Fragen: wie wirkt sich globaler Handel auf lokale Märkte
aus (Standortverlagerungen)? Welche Konsequenzen gibt es (Billigware)?
Initiativen für lokale, heimische ProdukteàBewusstseinsschärfung
für regionale ProdukteàNachhaltigkeit vs.
Umweltbewusstsein.
Tourismus
als Wirtschaftsfaktor
Tourismus
weist 3 zentrale Säulen auf: Naherholungstourismus, Binnentourismus,
Grenzüberschreitender (Fern-) Tourismus.
Geschichte
des Tourismus: Tourismus schon in Antike: Reisen von Gelehrten, Adel, Pilger,
Entdeckungsreisen usw. Ab 1830 Eisenbahnbauàbessere Infrastruktur senkt Reisekosten. Massentouristische
Initialphase (1914-1945): erste gesetzliche Urlaubsregelung in Weimarer
Republik, Reiseverhalten ändert sich. Massentouristische Expansionsphase
(1945-1970): Bahn, PKW, am 1955 Flugtourismus, Reisetätigkeit wurde angekurbelt.
Massentouristische Reifephase (1970-1990): immer mehr Flug- und Fernreisen.
Massentouristische Spätphase (seit 1990): Reiseintensität steigt weiter,
Kurzurlaube und Fernreisen werden immer wichtiger.
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Wirtschaftsfaktor
Tourismus:
in 1980er, 1990er explodiert Tourismus- und Freizeitmarkt, Tourismus als
Leitbild des 21. Jhd, über Tourismus wird viel Geld in lokale, regionale,
nationale und internationale Kapitalmärkte eingespeist, er sorgt dafür, dass
Bedürfnisse, Werte, Marken usw. weltweit verbreitet werden (z.B. McDonald´s) und
die Globalisierung beschleunigt wird. Freizeit und Tourismus hat hohen
gesellschaftlichen StellenwertàAnerkennung.
Bis 2020 soll sich Tourismus gegenüber dem heutigen Stand verdoppeln, auch die
Einkünfte sollen sich bis dahin vervierfachen. Schlüsselbegriffe für das
vielfältige Angebot im Tourismus sind Globalisierung, Liberalisierung,
Privatisierung, zunehmende Technisierung usw. Es herrscht ein hoher
Wettbewerbsdruck.
Forschung
und Entwicklung als ökonomischer Faktor
Forschung
und Entwicklung: Steigerung der Konkurrenzfähigkeit, Halten von Fachkräften in der
Region, nachhaltige Regionalentwicklung, Förderung der Kultur usw. Regionen und
wissensverbreitende Institutionen werden immer abhängiger voneinander,
Regionalentwicklung ist nur durchführbar und nachhaltig, wenn sie wissensbasiert
erfolgt, ..
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Modul 8_Sozialgeographie
Einführung
„Sozialgeographie“
Entwicklung: Die
Entwicklungsgeschichte der Sozialgeographie beinhaltet 3 Schlüsselkonzepte:
Landschaft, Raum und Gesellschaft. Es wird vor allem das Verhältnis zwischen gesellschaftlichem
Zusammenleben und den räumlichen Anordnungsmustern untersucht. Ende des 19.Jhd
war der Beginn der sozialgeographischen Forschung. Man konzentrierte sich auf
den Nachweis, dass naturräumliche Bedingungen menschliches Handeln beeinflussen
(„Raum“ prägt Gesellschaft). Die Sozialgeographie liefert einen Beitrag zu
früheren Lebensweisen und hat das Ziel, naturräumliche Bedingungen und Handeln
aufeinander abzustimmen.
Anfänge
der Sozialgeographie: E. Reclus (1830-1905) war der Begründer der SG, von G. Marsh
beeinflusst (lenkt den Blick auf menschliches Handeln, soziale und kulturelle
Bedeutungen stehen im Vordergrund,..). Auch die LePlay Schule der Soziologie
beeinflusste Reclus (erforschte Familienveränderungen während der
Industrialisierung). Ausgangspunkt der Sozialgeographie war die Verbindung der
Frage nach der Mensch-Umwelt-Beziehung (Marsh) mit der räumlichen Ordnung des
gesellschaftlichen Zusammenlebens (LePlay).
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