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Humangeographie 2 (Page 9).doc

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Faculty
Environmental Science
Discipline
Geo Sciences
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University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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Theorien und Methoden BSP – weltweit Disparität: Unterschied (Differenz) zwischen -arm- und -reich- Wirtschaftsgeograp­hie ethische Dimension Methodisch: extreme Abstraktionsart

Gliederung von Dienstleistungen: Wissensbezogene D. (Forschung, Bildung, EDV..), Wartungs- und Reparaturdienste (Bauten, Reparatur..), Finanzielle D. (Verkauf..), öffentliche Wohlfahrtsdienste (Entsorgung, Sicherheit..), Informationsdienste (Medien..), Vermögensverwaltungsdienste, Verkehrsdienste, Managementdienste, Sicherheitsdienste (Versicherungen..), Verwaltungsdienste, politische Dienste, alltägliche Dienste.

Weiters gibt es die Einkommensabhängigen Dienstleistungen (von privaten Haushalten gekauft, z.B. Körperpflege, Erholung..), Produktionsabhängige Dienstleistungen (von Unternehmen gekauft, z.B. Banken, Verkehr, Handel..), Öffentliche Dienste (Verwaltung, Polizei..).

Standorte von Dienstleistungseinrichtungen

Eine Sonderstellung besitzen Verkehrswesen und Transportvorgänge (sind nicht fest verortet). Stationen wie Postämter, Bahnhof usw. sind fest verortet: versorgen von ihrem Standort ein Einzugsgebiet, bei ihnen besteht ein Zusammenhang zwischen Angebot und Nachfrage.

Sie werden in 2 Gruppen gegliedert: Haushaltsorientierte Gruppe (flächendeckende Versorgung notwendig) und Produktionsorientierte Gruppe (Versorgung mit speziellen Dienstleistungen).

Theorie der Zentralen Orte

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Neue Standortformen sind zum Beispiel Shopping Malls usw. Das Zentrale-Orte-Konzept: vom wirtschaftstheoretischen Partialmodell konzipiert, zum Instrument für Planungsprozesse.

Christaller: Seine Theorie beinhaltet das System der Zentralität. Er erklärt entscheidende Raumbeziehungen und verdeutlicht die daraus abzuleitenden unternehmerischen Erklärungen, in dem er gleichartiges Verhalten der Marktteilnehmer sowie gleiche Verteilung der Kaufkraft unterstellt (homogene Raumbedingungen).

Er unterscheidet zwischen innerer/unterer Reichweite (definiert Mindesteinzugsgebiet der Anbieter) und äußerer/oberer Reichweite (definiert äußere Grenze der möglichen Nachfrage). Außerdem definierte er 8 Zentralitätsstufen.

Hilfszentrale Orte: wenn keine ausreichende Nachfrage vorhanden ist. Variante der Hilfszentralität, von Christaller, ist Abwandlung des Modells, da von der Gleichverteilung der Bevölkerung abgewichen wird => realitätsbezogene Modifikation der Theorie.

Handel zwischen global und lokal

Der Handel ist der Vermittler zwischen Produktion und Verbrauch und lässt sich in Hauptfunktionen unterteilen: Überbrückungsfunktion (Handel muss räumliche Trennung und zeitliche Unterschiede von Produktion und Verbrauch ausgleichen), Warenfunktion (Zusammenstellung der Ware, Ausgleich der Mengenunterschiede), Funktion des Maklerhandels (z.B.

Werbung).

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Wirtschaftspolitische Ziele sind Erhöhung des Lebensstandards, Vollbeschäftigung, Wirtschaftswachstum. Kernaufgaben sind Verhandlungen im Bereich des internationalen Handels, Umsetzung handelspolitischer Aufgaben, Integrationsförderung der Entwicklungsländer in den Welthandel..

Globaler und lokaler Handel: Wichtige Fragen: wie wirkt sich globaler Handel auf lokale Märkte aus (Standortverlagerungen)? Welche Konsequenzen gibt es (Billigware)? Initiativen für lokale, heimische ProdukteàBewusstseinsschärfung für regionale ProdukteàNachhaltigkeit vs. Umweltbewusstsein.

Tourismus als Wirtschaftsfaktor

Tourismus weist 3 zentrale Säulen auf: Naherholungstourismus, Binnentourismus, Grenzüberschreitender (Fern-) Tourismus.

Geschichte des Tourismus: Tourismus schon in Antike: Reisen von Gelehrten, Adel, Pilger, Entdeckungsreisen usw. Ab 1830 Eisenbahnbauàbessere Infrastruktur senkt Reisekosten.

Massentouristische Initialphase (1914-1945): erste gesetzliche Urlaubsregelung in Weimarer Republik, Reiseverhalten ändert sich. Massentouristische Expansionsphase (1945-1970): Bahn, PKW, am 1955 Flugtourismus, Reisetätigkeit wurde angekurbelt. Massentouristische Reifephase (1970-1990): immer mehr Flug- und Fernreisen. Massentouristische Spätphase (seit 1990): Reiseintensität steigt weiter, Kurzurlaube und Fernreisen werden immer wichtiger.

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Wirtschaftsfaktor Tourismus: in 1980er, 1990er explodiert Tourismus- und Freizeitmarkt, Tourismus als Leitbild des 21. Jhd, über Tourismus wird viel Geld in lokale, regionale, nationale und internationale Kapitalmärkte eingespeist, er sorgt dafür, dass Bedürfnisse, Werte, Marken usw. weltweit verbreitet werden (z.B.

McDonald´s) und die Globalisierung beschleunigt wird. Freizeit und Tourismus hat hohen gesellschaftlichen StellenwertàAnerkennung. Bis 2020 soll sich Tourismus gegenüber dem heutigen Stand verdoppeln, auch die Einkünfte sollen sich bis dahin vervierfachen.

Schlüsselbegriffe für das vielfältige Angebot im Tourismus sind Globalisierung, Liberalisierung, Privatisierung, zunehmende Technisierung usw. Es herrscht ein hoher Wettbewerbsdruck.

Forschung und Entwicklung als ökonomischer Faktor

Forschung und Entwicklung: Steigerung der Konkurrenzfähigkeit, Halten von Fachkräften in der Region, nachhaltige Regionalentwicklung, Förderung der Kultur usw.

Regionen und wissensverbreitende Institutionen werden immer abhängiger voneinander, Regionalentwicklung ist nur durchführbar und nachhaltig, wenn sie wissensbasiert erfolgt, ..

 

 

 

 

 

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Modul 8_Sozialgeographie

Einführung „Sozialgeographie“

Entwicklung: Die Entwicklungsgeschichte der Sozialgeographie beinhaltet 3 Schlüsselkonzepte: Landschaft, Raum und Gesellschaft. Es wird vor allem das Verhältnis zwischen gesellschaftlichem Zusammenleben und den räumlichen Anordnungsmustern untersucht.

Ende des 19.Jhd war der Beginn der sozialgeographischen Forschung. Man konzentrierte sich auf den Nachweis, dass naturräumliche Bedingungen menschliches Handeln beeinflussen („Raum“ prägt Gesellschaft). Die Sozialgeographie liefert einen Beitrag zu früheren Lebensweisen und hat das Ziel, naturräumliche Bedingungen und Handeln aufeinander abzustimmen.

Anfänge der Sozialgeographie: E. Reclus (1830-1905) war der Begründer der SG, von G. Marsh beeinflusst (lenkt den Blick auf menschliches Handeln, soziale und kulturelle Bedeutungen stehen im Vordergrund,..).

Auch die LePlay Schule der Soziologie beeinflusste Reclus (erforschte Familienveränderungen während der Industrialisierung). Ausgangspunkt der Sozialgeographie war die Verbindung der Frage nach der Mensch-Umwelt-Beziehung (Marsh) mit der räumlichen Ordnung des gesellschaftlichen Zusammenlebens (LePlay).


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