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Hintergrund zu Sagen .doc

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German
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unbek
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Sagen

Die „Sage“ als Wort hebt bereits die mündliche Überlieferung, dass etwas „gesagt“ wird, hervor. Obwohl Sagen schon seit Jahrhunderten existieren, entstammt der Begriff nicht der volkstümlichen Tradition, sondern fand seine Verbreitung erst durch die Gebrüder Grimm. Sie trugen zur Begriffsbildung bei und etablierten diesen in der allgemeinen Umgangssprache (Röhrich, 1966).

Die Sage stellt grundsätzlich ein Moment des Irrationalen, Vagen und Unfesten dar, erhebt dennoch gleichzeitig einen Anspruch auf Wahrheit. So existieren neben beschriebenen mystischen Erfahrungen und oft kurioser Fantasie zum Teil greifbare Tatsachen, bzw.

Anspielungen auf Geschehnisse. Personen, die teilweise faktisch lebten, sind meist in einem konkreten geschichtlichen Rahmen genannt oder an Lokalereignisse gebunden (Rötzer, 1988).

Die Kategorisierung erfolgt in drei große Untergruppen – die Göttersagen, die dem Mythos angehören, die Heldensagen, welche einzelne Persönlichkeiten beleuchten sowie die Volkssagen. Letztere bilden weitere Untergruppierungen, die sich an Entstehung und Funktion orientieren.

Es wird demnach nach Erlebnissagen mit dämonischem und magischem Inhalt, Ereignissagen, welche historische Personen und ihre Taten beschreiben sowie Erklärungssagen unterschieden (Zitzlsperger, 2007). Gerade die Erklärungssagen, die sogenannten ätiologischen Sagen, weisen vielfach Ansatzpunkte zur Wirklichkeit auf, die nicht nur in brauchtümlicher Art erscheinen, sondern sich wiederholt an eine neue Realitätsauffassung anpassen (z.B.

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So haben ätiologische Sagen nicht den Zweck, die Fantasie oder das Bedürfnis nach Unterhaltung zu befriedigen, sondern wollen vorrangig glaubwürdig sein. Dennoch bestehen Übergänge in diesen Bereichen und denen des Märchens, von dem die Sage jedoch abzugrenzen ist (ebd.).

Obwohl Mecklenburg bis ins 19. Jahrhundert als „sagenarm“ galt, nahmen die Sagen, die von Personen oder Ereignissen handeln, von da an scheinbar einen besonderen Stellenwert ein (Neumann, 1998). Der mehrheitliche Teil des Volkes bezog sein Wissen überwiegend aus den Sagen.

In diesen geht es um die unmittelbare Vergangenheit der Erzähler, deren Geschichtsbild vorwiegend in diesen Texten reflektiert wurde. Zu den wesentlichen Inhalten der mecklenburgischen Sagen gehören die Begegnungen der Menschen mit dem Übernatürlichen in Gestalt von Hexen, Zwergen oder dem Teufel als Signalfigur.

Dieser tritt als Vertreter des Bösen in Erscheinung. Weiterhin existieren viele Totensagen. Aber auch hilfreiche Sagengestalten, wie der Klabautermann oder der Schweriner Schlossgeist Petermännchen gehören zum Repertoire (ebd.).

Eine Sage um das Petermännchen, die im Unterricht der beschriebenen Klasse behandelt wird, handelt von dessen Versteinerung. Es wurde gesagt, dass es sich bei dem Geist um einen verwunschenen Prinzen handelt, welcher Erlösung findet, wenn er dreimal seine Kräfte misst.

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Da der sachliche Hintergrund der Sagen für die Schüler zu komplex ist, wird das Thema reduziert. Die Schüler sollen erfahren, dass es sich um mündlich überlieferte Geschichten handelt, die entstanden sind, um Unerklärliches zu deuten. Sie lernen, dass Sagen neben dem fantastischen Inhalt, meist von bestimmten Orten, Ereignissen oder Personen handeln, die es wirklich gibt bzw. gab.


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