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1.Einleitung
-Empirische Untersuchungen zeigen, dass die Grundschulen mit
einer zum Teil deutlichen Heterogenität konfrontiert werden.
-Die GS als gemeinsame Schule für (fast) alle Kinder der
entsprechenden Altersgruppe hat es prinzipiell mit einer unausgelesenen
Schülerpopulation und damit mit der vollen Variabilität von
Schülerleistungen, Schülervoraussetzungen und familialen Hintergrundmerkmalen
zu tun.
-Diese Heterogenität der Schülerschaft, stellt ein Kernproblem der
Grundschule dar.
-Allerdings wird in der gegenwärtigen pädagogischen Diskussion
diese Heterogenität weniger als Problem gesehen, sondern als eine
Lernchance für ein erfolgreiches kognitives, soziales und emotionales Lernen
aller Grundschüler.
-Bedeutsam ist, dass die Lehrer mit dieser gegebenen Heterogenität der
Schülerschaft umgehen müssen. à
gelingt durch innere Differenzierung, die im O.U. möglich ist.
2.Bereiche der Heterogenität
in der Grundschule
2.1Heterogene
Lernvoraussetzungen der Grundschüler
Im Bezug auf die
verschiedenartigen Lernvoraussetzungen der Schüler lassen sich vor allem 4
Aspekte ausmachen: der familiäre Hintergrund der Schüler, die interkulturelle
Vielfalt der Schülerschaft, das Vorwissen und die Vorerfahrungen
der Kinder sowie die Unterschiede alterspezifischer Merkmale.
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-Die Bildung wie auch die Sozialschichtzugehörigkeit der Eltern
differiert sehr.
-Die Eltern haben unterschiedliche Erwartungen an ihre Kinder.
-Verhalten und Erziehungsstil der Elternsind oftmals
sehr verschieden.
-Die Förderung und Hausaufgabenbetreuung durch die Eltern
variiert stark.
-Betreuung von Kindern immer häufiger durch Experten (Kindergarten,
Ferienfreizeiten) àExpertisierung
-Medien oft als Betreuungsersatz bei berufstätigen Eltern (vermehrte
Müttererwerbstätigkeit) àMediatisierung
2.1.2Interkulturelle Vielfalt innerhalb der Schülerschaft in der GS
-Die erheblichen Anteile ausländischer Ssvergrößern
potentiell die Heterogenität der Schülerschaft aufgrund ihrer
kulturellen und sprachlichen Vielfalt
-In der GS bilden Ss verschiedener Kulturen und Nationen eine Klassengemeinschaft.
2.1.3Vorwissen und -erfahrungen der Kinder
-Die individuellen Vorkenntnisse der Schüler, die die
Lerneffizienz und Qualität der Wissensbestände bestimmen, sind sehr
unterschiedlich.
-Sie hängen stark von der Lernumgebung sowie dem familiären
Umfeld der Kindheit ab.
2.1.4Unterschiede altersspezifischer und entwicklungsgemäßer
Merkmale
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-Obwohl Grundschulkinder in der Regel bestimmte Gemeinsamkeiten
(im körperlichen, kognitiv-intellektuellen Bereich, im sozialen Bereich und in
der Arbeitshaltung) aufweisen, differieren sie in ihrer Reife und
Entwicklung.
Im
Zuge des Modernisierungsschubes der gesellschaftlichen Entwicklung seit
den 60er Jahren kam es zu tief greifenden Veränderungen des Alltags und
Zusammenlebens vor allem für die Kinder.
Da
nie alle Kinder in gleicher Weise von den Veränderungen betroffen sind,
kann heute kein einheitliches gesellschaftliches Kindheitskonzept mehr
zugrunde gelegt werden; stattdessen: Diversifikation (Ereiterung) von
Kindheitsmustern.
à Neben der
eigentlichen Lehr- und Unterrichtsfunktion muss die Schule ständig wachsende
gesellschaftliche Aufgaben bewältigen (z. B. Integration ausländischer
Kinder)
2.2Unterschiedliche Verhaltens-
und Lerneigenschaften der Grundschüler
2.2.1Verhaltensauffällige Schüler
-Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität und dissozialem Verhalten à Zunahme von Schulproblemen
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-Aggression gegen Mitschüler, Beschädigung eigener und
fremder Sachen und Wutanfälle
-Beziehungsunfähigkeit d. h. Unvermögen,
zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen
-Zu dieser Gruppe gehören auch ganz normale
Disziplinschwierigkeiten wie motorische Unruhe, Ungehorsam
oder exzessives Fordern von Aufmerksamkeit
2.Störungen des Arbeitsverhaltens
-Kernsymptome:mangelnde Leistungsmotivation,
ungenaue Erledigung von Aufgaben und leichte Ablenkbarkeit (nur
kurzzeitig Aufmerksamkeit)
-Mitarbeit und Leistung werden verweigert, Aufgaben
werden fehlerhaft und unvollständig erledigt.
à
Störungen, die ganz spezifisch für die Auseinandersetzung mit den
schulischen Anforderungen sind.
3.Nach innen gerichtete Verhaltensfälligkeiten
-Kernsymptome:Ängstlichkeit, Niedergeschlagen,
psychosomatische Störungen (z.B. Erbrechen vor Schulbeginn) und mangelndes
Selbstvertrauen.
à
Auch Kinder, die nicht als verhaltensgestört klassifiziert werden,
zeigen in unterschiedlichem Maße diese Verhaltensweisenànotwendig:Differenzierung von
Störungsgraden in leichte, mäßige und schwere Störungen
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