Hermann Hesse
· Das
Glasperlenspiel
· Der Steppenwolf
Spezialgebiet aus Deutsch
Thomas Hofer, 8aR
Hermann Hesse wurde am 2. Juli 1877 in Calw. (33 km
westlich von Stuttgart) geboren, und verstarb am 9. August 1962 in Montagnola
(Schweiz). Er war ein sehr bedeutender deutsch-schweizerischer Dichter, Schriftsteller und Maler.
1946 wurde ihm der Nobelpreis
für Literatur verliehen. Im Laufe seines Lebens
wurden ihm auch zahlreiche andere Auszeichnungen verliehen.
Hermann Hesses literarische Bedeutung:
Hesses
frühe Werke waren sehr von der Tradition des 19. Jahrhunderts beeinflusst: Eines
seiner Werke mit dem Titel Peter Camenzind ist wie der Großteil seiner früheren
Werke ganz der Romantik verpflichtet.
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Die
Bekanntschaft mit der Archetypenlehre
des Psychologen Carl
Gustav Jung hatte einen entscheidenden Einfluss auf Hesses Werk, der
sich zuerst im Roman Demian zeigte: Der Weg eines jungen Menschen zu sich
selbst wurde zu einem seiner Hauptthemen.
Aus diesem Grund wählen immer noch
zahllose Jugendliche Hesse zu ihrem Lieblingsautor. Die Tradition
des
Bildungsromans ist auch im Demian noch zu finden, aber in diesem Werk (wie
auch im Steppenwolf) spielt sich die Handlung nicht mehr auf der realen Ebene
ab, sondern in einer inneren Seelen-Landschaft.
Alle
Werke Hesses enthalten eine autobiografische Komponente, besonders
offensichtlich ist sie im Steppenwolf, der geradezu exemplarisch für den
Roman der Lebenskrise stehen kann. Erst im Spätwerk trat diese Komponente
zurück - in den zusammengehörigen Romanen Die
Morgenlandfahrt und Das
Glasperlenspiel griff Hesse ein Thema auf, das er schon im Peter
Camenzind behandelt hatte: den Gegensatz zwischen vita activa und vita
contemplativa.
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Elemente halten sich in einem dialektischen Wechselspiel die Waage.
Ein
weiterer wesentlicher Aspekt in Hesses Werk ist die Spiritualität, die sich vor
allem (aber nicht nur) in dem Roman Siddhartha finden lässt.
Indische Weisheitslehren, der Taoismus
und christliche Mystik bilden seinen
Hintergrund. Die Haupttendenz, wonach der Weg zur Weisheit über das Individuum
führt, ist jedoch ein typisch westlicher Ansatz, der keiner asiatischen Lehre
entspricht. Manche Kritiker führten gegen Hesse ins Feld, er benutze Literatur
dazu, seine spirituelle Weltanschauung zu transportieren. Diese Kritik kann man
auch umkehren und sagen, die Kritiker wenden sich nur gegen Hesses
Weltanschauung und nicht gegen seine Literatur.
Einige wichtige Stationen aus Hesses Leben:
1893
- Absolviert das
"Einjährig-Freiwilligen-Examen" im Gymnasium in Cannstatt (Juli).
1894
- 1895 - 15 Monate
als Praktikant in der Calwer Turmuhrenfabrik Perrot.
1895
- 1898 - Buchhändlerlehre
in Tübingen (Buchhandlung Heckenhauer)
1903 - Verlobung
mit Maria Bernoulli im Mai, kurz davor Abschluß der Niederschrift des Camenzind-Manuskripts
1905, 1909, 1911 Geburt seiner Söhne Bruno,
Heiner und Martin
1923 - Im
Juli Scheidung der Ehe mit Maria Bernoulli.
1934 - Hesse
wird Mitglied des schweizerischen Schriftstellervereins
1939 - 1945 - Hesses
Werke werden in Deutschland als unerwünscht erklärt.
1946 - Hesses
Werke können nun wieder in Deutschland gedruckt werden
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1955
- Friedenspreis des
Deutschen Buchhandels.
1956
- Stiftung eines
Hermann-Hesse-Preises durch die Förderungsgemeinschaft der deutschen Kunst
Baden-Württemberg e.V.
Lebenslauf:
Hermann
Hesses Eltern waren beide im
Auftrag der Basler
Mission in Indien
tätig. Sein Vater Johannes Hesse
stammte aus Estland. In Calw betrieben
sie seit 1873 einen Missionarsverlag.
Er hatte fünf Geschwister, von denen zwei früh verstarben.
1881 zog die Familie für fünf Jahre nach Basel, kehrte dann aber wieder nach Calw
zurück. Nach dem erfolgreichen Besuch der Lateinschule in Göppingen kam Hesse 1891 in das evangelisch-theologische Seminar in Maulbronn.
Hermann
Hesse äußerte in einem Brief vom 20. März 1892 Suizidgedanken (Ich möchte hingehen wie
das Abendrot). Im Mai 1892 kam es in der Anstalt Bad Boll unter Fürsorge des
Theologen und Seelsorgers Christoph Friedrich Blumhardt zu einem Suizidversuch. Im
Anschluss daran wurde Hermann in die Nervenheilanstalt in Stetten
im Remstal verlegt, später in die Knabenanstalt nach Basel.
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sich wieder Geistigem zuzuwenden. Im Oktober 1895 war er bereit, eine neue Buchhändlerlehre
in Tübingen zu beginnen und
ernsthaft zu betreiben. Diese Erfahrungen seiner Jugend hat er später in seinem
Roman Unterm Rad verarbeitet.
Er arbeitete ab
dem 17. Oktober 1895 in der Buchhandlung Heckenhauer in Tübingen. Nach Ende der
jeweils 12-stündigen Arbeitstage bildete Hesse sich noch privat weiter, und
Bücher kompensierten auch mangelnde soziale Kontakte an den langen,
arbeitsfreien Sonntagen. Nach theologischen Schriften las Hesse insbesondere Goethe, später Lessing,
Schiller
und Texte zur griechischen
Mythologie. 1896 wurde sein Gedicht Madonna
in einer in Wien erschienenen Zeitschrift gedruckt, in späteren Ausgaben des Organs
für Dichtkunst und Kritik folgten weitere.
1898 war Hesse Buchhändlergehilfe und hatte
ein respektables Einkommen, das ihm finanzielle Unabhängigkeit von den Eltern
sicherte. In dieser Zeit beschäftigte er sich mit Werken der deutschen Romantik.
Er war überzeugt, dass die Moral für Künstler durch die Ästhetik ersetzt wird.
1898 veröffentlichte er seinen ersten kleinen Gedichtband Romantische Lieder
und seine Prosasammlung Eine Stunde hinter Mitternacht.
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